Geiselnehmer im Gazastreifen getötet

Die Armee tötet im Gazastreifen Palästinenser, die am Massaker des 7. Oktober mitwirkten und für die Entführung mehrerer Israelis verantwortlich waren. Nach zwei Jahren ist ein neuer Führer an die Spitze der Hamas gewählt.
Von Israelnetz
Terrorist Hamas Nasman

GAZA (inn) – Die israelische Armee und der Inlandsgeheimdienst Schabak haben bei einem Luftangriff am Samstag im Gazastreifen einen ranghohen Terroristen getötet. Adham Ibrahim Scha’aban Nasman war Operationschef der Gaza-Stadt-Brigade der Hamas. Das berichten israelische Medien am Dienstag. Als Nuchba-Kommandeur leitete Nasman das Eindringen der Operationsabteilung der Brigade nach Israel zum Terrorangriff am 7. Oktober.

Über Monate gehörte Nasman zu den Entführern, die Romi Gonen, Emily Damari, Siv und Gali Berman, Eitan Mor, Matan Angers und Omri Miran festhielten und quälten. Emily Damari sagte nach der Nachricht von seinem Tod, dass sein Spitzname Scheich Ibrahim gewesen sei. „Als er Romi und mich festhielt, hörte ich, wie er mit seinen Freunden (den Terroristen Jahja) Sinwar, Is al-Din al-Haddad und anderen telefonierte. Er gehörte zu den interessanteren und schlimmeren Menschen, mit denen wir während unserer Geiselhaft zu tun hatten. Viele der schlimmen Geiselnehmer wollten ihm ähnlicher sein. Sie waren alle schlimm, doch auch da gab es Unterschiede.“

In den vergangenen Monaten war Nasman laut Angaben der Armee vor allem an der Entwicklung, Produktion und Weitergabe von Waffen beteiligt. Er habe sich trotz der vereinbarten Waffenruhe am Wiederaufbau militärischer Fähigkeiten der Hamas beteiligt.

Bei einem Angriff am Sonntag tötete das Militär zudem Osama Kamal Abu Teim. Auch er war Kommandeur einer Hamas-Einheit und unter anderem an der Entführung von Nurit und Amiram Cooper und Alex Dancyg aus dem Kibbuz Nir Os beteiligt.

Unterhändler Al-Hajja wird neuer Hamas-Chef

Indes wurde am Montag Chalil al-Hajja zum neuen Chef des Hamas-Politbüros gewählt. Damit leitet und verantwortet er die gesamte Organisation – politische, diplomatische und militärische Angelegenheiten. Nach der Tötung von Jahja Sinwar, dem früheren Chef der Terror-Organisation, übernahm die Führung ein fünfköpfiges Komitee, dem auch Al-Hajja angehörte.

Der israelischen Bevölkerung ist er aber vor allem als Unterhändler während der Verhandlungen bezüglich der israelischen Geiseln sowie der Waffenruhen bekannt.

Al-Hajja wurde im Gazastreifen geboren und ist dort aufgewachsen. Kurz vor dem Massaker am 7. Oktober zog er nach Gaza, von wo er seitdem hauptsächlich agiert. Das berichtet die israelische Onlinezeitung „Times of Israel“. (mh)

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4 Kommentare

  1. Einer weniger! Danke Israel. Wobei Köpfe des Bösen nachwachsen. Was hat Hamas und Bevölkerung nur aus diesem von Israel geschenkten Landstrich am Meer gemacht?
    Es hätte blühen können. Nein! TÖTEN war das Ziel mit Hilfe von Aussen, auch UNRWA. Auch Gelder von EU.

  2. Einer nach dem anderen, sie kriegen sie alle. Der neue Chef, seinen Namen braucht man sich wohl nicht zu merken, sollte fix seine persönlichen Angelegenheiten regeln.

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