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Frühgeburt aus Familie von Terrorführer auf israelischer Intensivstation

Der Hamas-Führer Hanije überprüft derzeit einen Vorschlag für einen neuen Geisel-Deal. Derweil ringen israelische Ärzte um das Leben seines zu früh geborenen Großneffen.
Von Israelnetz
Hamas-Chef Hanije spricht zum 35. Jahrestag der Terror-Organisation

BE’ER SCHEVA (inn) – Eine Nichte des Hamas-Führers Ismail Hanije hat in Israel ein Frühchen zur Welt gebracht. Nun wird der Junge auf der Intensivstation des Soroka-Krankenhauses in der Wüstenhauptstadt Be’er Scheva behandelt. Israelische Ärzte ringen um das Leben des Babys. Dies berichtete der Sender „Hadschot 13“ am Montagabend.

Hanije leitet das Politbüro der Hamas. Er lebt in Katar. Derzeit prüft er einen Vorschlag für ein Abkommen zur Freilassung von Geiseln aus dem Gazastreifen, den Israel auf einer Konferenz in Paris unterbreitet hat. Die Antwort lässt auf sich warten.

Die Familie des 62-jährigen Terrorführers, der zwei Brüder und acht Schwestern hat, lebt größtenteils im Gazastreifen. Doch drei Schwestern haben Beduinen in Tel Scheva in der Wüste Negev geheiratet. Damit sind sie israelische Staatsbürgerinnen. Zu ihnen gehört die Großmutter des Babys.

Mehrere Angehörige aus Gaza in Israel behandelt

Es ist nicht das erste Mal, dass Angehörige von Hanije medizinische Hilfe in Israel erhalten. Mehrmals reisten Familienmitglieder gar aus dem Gazastreifen ein – mit entsprechender Genehmigung der israelischen Behörden. Darauf macht die Zeitung „Yediot Aharonot“ aufmerksam.

So kam etwa im Oktober 2014, nach der Operation „Starker Fels“, eine Tochter Hanijes zur Notbehandlung ins Ichilov-Krankenhaus nach Tel Aviv. Sie reiste über den Eres-Übergang nach Israel und kehrte anschließend in den Gazastreifen zurück.

Im November 2013 wurde eine kleine Enkelin des Hamas-Führers, Amal, in einem kritischen Zustand ins Schneider-Kinderkrankenhaus in Petach Tikva eingeliefert. Sie litt unter einer schweren Erkrankung im Verdauungstrakt. Die israelischen Ärzte konnte ihr allerdings nicht helfen. Das Mädchen starb kurz darauf in Gaza.

Bereits 2012 erschien Hanijes Schwester Suhila Abdel Salam mit ihrem kranken Ehemann im Beilinson-Krankenhaus in Petach Tikva. Dieser hatte einen schweren Herzinfarkt erlitten, der in Gaza nicht behandelt werden konnte. Ein palästinensischer Krankenwagen brachte ihn zum Eres-Übergang. Von dort ging es für die beiden Palästinenser mit dem Roten Davidstern weiter. Sie kehrten nach etwa einer Woche in den Gazastreifen zurück.

Im Jahr 2004 retteten israelische Ärzte dem heutigen Hamas-Chef im Gazastreifen, Jahja Sinwar, das Leben. Er war damals in Israel inhaftiert und benötigte eine Hirnoperation. Nun wird er von der israelischen Armee gesucht, weil er das Terrormassaker vom 7. Oktober geplant hat. (eh)

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11 Antworten

  1. Eine Dokumentation der Menschenfreundlichkeit Israels. Ohne Ansehen der Person wird geholfen! Wunderbar! Krasser kann der Unterschied zwischen zwei Welten-Liebe zum Leben und Liebe zum Tod gar nicht beschrieben werden. Auch wenn manche meinen, dass Jahja Sinwar besser nicht geholfen worden wäre-es war trotzdem richtig. Danke Israel . Israel wird leben!

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    1. @Albert,Heinrich-H.
      Wir lieben das demokratische Land Israel, aber die übertriebene Menschenfreundlichkeit Israels gegenüber Mördern und Terroristen ärgert uns.

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  2. Obiger Bericht dürfte die Leserschaft spalten. IL humanitäre Hilfe, ohne Ansehens der Person, entspricht primär NT Aussagen. Sie ist also nicht in Frage zu stellen. Allerdings werden die überwiegend AT Aussagen Gottes über die Feinde IL ebenfalls ihre Erfüllung finden. Hier kommt es zu keinem Widerspruch. Politische Meinungsverschiedenheiten und / oder Einigungsversuche sind nur menschliche Lösungsansätze. Sie werden nicht verhindern, dass Gaza Weideland wird, der Südlibanon, Nordjordanien, das WJL sowie ein Großteil Sinais unter IL Kontrolle kommt. Da es sich um Gottes Prophezeiungen handelt, werde ich mich KEINER anderen Meinungsbildung anschließen.

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  3. Israel hat da wieder mächtig geholfen und was tut wohl die HAMAS – Führung als Antwort. Da wäre doch eine, schon lang fällige GUTE GESTE angebracht. Oder was meinen die anderen Leser dazu? BETEN wir weiter für die Freilassung der immer noch 136 Geiseln in den barbarischen Händen der HAMAS. HERR, ERBARME DICH! Mit einen herzlichen Schalom aus dem Berner Oberland, Bruno Werthmüller

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  4. Nennt sich wohl ohne Ansehen der Person. Keine Rache an Hanije über die Familie. Nur für unsere Spezialfreunde, die ja alles was Israel tut in den Schmutz ziehen. Haben sie hierzu auch eine Meinung?

    Was Hanije angeht: er hat ganz Israel in Geiselhaft, weil jeder in Israel mit der Situation des Krieges und der Geiseln leben muss. Und der hat den ganzen Gazastreifen in Geiselhaft, weil der der eigenen Bevölkerung einen Krieg zumutet, der völlig unnötig wäre. Es scheint ihm Spaß zu machen, andere Leiden zusehen. Israel ist ihm ja ohnehin egal und die eigene Bevölkerung? Da hat er ja Unterstützung. Er muss nur ein wenig jammern und schon rennen Zeitgenossen wie Guterres oder Borrell und springen über das Terroristenstöckchen. Auch ihnen sind die Palästinenser im Grunde egal. Denn sonst hätte man der Hamas schon längst die Grenzen aufgezeigt: Freilassung aller Geiseln – gegen humanitäre Hilfe. Kein Geld mehr an die UNRWA. Das internationale Rote Kreuz besucht die Geiseln. Aber weder die UN noch die EU hat irgendetwas getan in diese Richtung. Schande.

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  5. Ja, es ist schon richtig, Menschen in der Not ohne Ansehen der Person zu helfen. Zumal es sich hier um ein kleines unschuldiges Neugeborenes handelt. Und jede Frau, die Kinder geboren hat, weiß, wie verzweifelt man am Wohlergehen seines Babys nach der Geburt hängt. Wer sollte da Hilfe verwehren wollen.
    Ich denke an Margot Friedlander, eine Holocaust-Überlebende, die nicht müde wird zu erklären, dass es kein muslimisches, christliches oder sonstiges andersartiges Blut gibt, sondern nur menschliches und wir uns immer wieder darum bemühen sollten, Mensch zu sein. Schon beeindruckend, diese Einstellung angesichts dessen, was sie alles erleben und durchleiden musste.
    Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn eines meiner Kinder entführt, als Geisel genommen oder umgebracht werden würde. Ich kann nicht sagen, was ich tun würde, wenn ich dann dem Täter gegenüberstünde. Ich weiß aber, dass ich mir, wenn ich aus Hass diesem Täter Gewalt antun würde, diese Gewalt gleichzeitig auch meiner Seele zufügen würde. Garantieren kann ich trotzdem nicht, dass ich mich letztlich tatsächlich im Ernstfall „richtig“ im oben genannten Sinn verhalten könnte. Ein schreckliches Dilemma, indem sich gerade so viele Israelis und Juden befinden.

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    1. Unsere Babys, 7.10., waren auch unschuldige Babys. Sie wurden von Terroristen denen Hanije vorsteht, bestialisch ermordet.
      ABER: Ärzte helfen. Israelische Ärzte helfen schon immer auch ihren Feinden. Ärzte in Gaza, was taten sie? Schande.
      Toda raba, Israel. Möge das Frühchen liebevoll umsorgt werden. Shalom

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  6. Herr Sinvar kam dereinst, so erinnere ich mich, bei einem Gefangenenaustausch frei…dieser Mann ist ein einfach nur ein irrer Schlächter. Das sollte mensch sich schon in Israel überlegen, ob ein Gefangenenaustausch zur Rettung der Geiseln in jedem Falle sinnvoll wäre. Man mag nicht darüber nachdenken…

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  7. Genau da liegt der Unterschied zwischen Mensch und Terrorist. Israel handelt menschlich, die Terroristen allesamt teuflisch. Anders kann man das nicht beschreiben.

    Danke für diesen Bericht!

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