Wenn Israelis auf ihren Smartphones die Vorwarnung mit dem schrillen Ton erhalten, wissen sie, dass in den kommenden Minuten höchstwahrscheinlich ein Raketenalarm ertönt. In der Synagoge „Kol Rina“ im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot verbinden die Einheimischen das Nützliche mit dem Angenehmen. Sie nehmen das Purim-Gebot zur Freude wörtlich: Sie singen Purim-Lieder, sie beten, feiern, tanzen und loben Gott.
Obwohl die offiziellen Feiern abgesagt sind, kommen am Mittwoch viele Israelis aus anderen Stadtteilen und dem ganzen Land nach Nachlaot, um dort zu feiern. Wenn die Sirenen ertönen, ist der Zugang zu den öffentlichen Bunkern schon mal verstopft. Gut, dass die Zeit in den Schutzräumen meist begrenzt ist. Denn würden die Raketenangriffe länger dauern, würde der Platz in den Bunkern knapp.
Während am Morgen noch recht viele Nachlaoter Bewohner in ihren Schlafsachen im Bunker auftauchten, trugen viele der Schutzsuchenden im Laufe des Tages Purim-Kostüme.
8 Kommentare
Feiern, besonders die Geburtstage, auch wenn die Sirenen ertönen.
Bewundernswert ! Ich habe sogar gehört, dass ein Paar, das seine Hochzeit geplant hatte, die Trauung in einem Bunker vollzogen hat. Ja zum Leben, gegen die Todeswut der Mollahs.
Psalm 100: „Ein Psalm zum Dankopfer. Jauchzet dem HERRN, alle Welt!
Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Erkennet, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!
Denn der HERR ist freundlich und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.“
Welch eine großartiger Psalm und wie großartig, dass man ihn lobend, tanzend, lachend und betend singen kann. Das Leben und Gott feiern. 🤗 In einem Bunker!!!
Ein wunderbarer Psalm. Ich habe ihn an eine Freundin weitergeleitet. Sie braucht ihn dringend. Vielen Dank!
@Chris Chrissen
Gerne Chris. Den brauchen wir irgendwie alle. Es hat mich sehr berührt, dass im Bunker Psalmen gesungen werden. Aber sie zeugen ja auch von klagen neben dem danken und loben.
Liebe Grüße Ella
Das freut mich zu lesen. Schön, dass in Jerusalem Purim gefeiert werden konnte ! Ich bin auch guten Mutes, denn nun wird der liebe Gott auch helfen, dass die RICHTIGEN gewinnen, nämlich IDF, US Army und die Iranische Bevölkerung. Mullahs werden an ihr Ende gelangen, und den Galgen, der für Mordechai aufgestellt wurde, ist ja auch genutzt worden: Für diesen Haman ! Mullahs werden sehen, dass ihr Vernichtungswahnsinn nun auch zu ihrer eigenen Vernichtung führen wird, das Persische Volk wird dies groß feiern ! Es wird ein gutes Ende geben, so wie einst für Esther !
Meine Güte, ich schreibe das ohne Kitsch, sondern frei vom Herzen weg: das jüdische Volk in Israel ist etwas ganz Besonderes. Die Israelis sind etwas ganz Besonderes.
Ich bin immer wieder fasziniert von diesen Menschen. Ich finde sie einfach beeindruckend.
Beim jüdischen Volk erlebe ich weltweit, aber gerade auch in Israel immer wieder dieses „und dennoch“, „trotz allem“ oder dieses „jetzt erst recht“. Das sollte Vorbild sein. Ich meine mich zu erinnern, dass sogar in der Bibel steht, wie wir aus den Nationen auf das auserwählte Volk blicken (werden), und ich blicke mit Bewunderung, die nicht gönnerhaft plump ist, auf dieses wundersame Volk Gottes.
Das Volk Israels LEBT!
Jo, so is‘ es. Die verstehe’n nicht nur zu feiern, wie andere auf der Welt Party zu machen, sondern, viel umfassender, das Leben zu lieben.
Mögen auch die Iraner künftig in den Genuss der Freiheit kommen, die solches feiert.
Am Israel chai!