Wenn Israelis auf ihren Smartphones die Vorwarnung mit dem schrillen Ton erhalten, wissen sie, dass in den kommenden Minuten höchstwahrscheinlich ein Raketenalarm ertönt. In der Synagoge „Kol Rina“ im Jerusalemer Stadtteil Nachlaot verbinden die Einheimischen das Nützliche mit dem Angenehmen. Sie nehmen das Purim-Gebot zur Freude wörtlich: Sie singen Purim-Lieder, sie beten, feiern, tanzen und loben Gott.
Obwohl die offiziellen Feiern abgesagt sind, kommen am Mittwoch viele Israelis aus anderen Stadtteilen und dem ganzen Land nach Nachlaot, um dort zu feiern. Wenn die Sirenen ertönen, ist der Zugang zu den öffentlichen Bunkern schon mal verstopft. Gut, dass die Zeit in den Schutzräumen meist begrenzt ist. Denn würden die Raketenangriffe länger dauern, würde der Platz in den Bunkern knapp.
Während am Morgen noch recht viele Nachlaoter Bewohner in ihren Schlafsachen im Bunker auftauchten, trugen viele der Schutzsuchenden im Laufe des Tages Purim-Kostüme.
3 Kommentare
Feiern, besonders die Geburtstage, auch wenn die Sirenen ertönen.
Bewundernswert ! Ich habe sogar gehört, dass ein Paar, das seine Hochzeit geplant hatte, die Trauung in einem Bunker vollzogen hat. Ja zum Leben, gegen die Todeswut der Mollahs.
Psalm 100: „Ein Psalm zum Dankopfer. Jauchzet dem HERRN, alle Welt!
Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Erkennet, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!
Denn der HERR ist freundlich und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.“
Welch eine großartiger Psalm und wie großartig, dass man ihn lobend, tanzend, lachend und betend singen kann. Das Leben und Gott feiern. 🤗 In einem Bunker!!!