Suche
Close this search box.

Ethnologin: Woke Linke verhindern israelfreundliche Professoren

Während sich auf den Straßen migrantische Judenfeindschaft entlädt, brüten in den Unis linke Professoren israelfeindliche Theorien aus: Die Frankfurter Ethnologin Susanne Schröter beleuchtet in einem Vortrag die Hintergründe beider Phänomene. Sie wirft sowohl den Uni-Leitungen als auch der Politik Versagen vor.
Von Sandro Serafin

BERLIN (inn) – Die Frankfurter Ethnologie-Professorin Susanne Schröter hat den Universitätsleitungen in Deutschland vorgeworfen, sich vor anti-israelischen Strömungen an ihren Einrichtungen „wegzuducken“. „Ich würde erwarten, dass die Hochschulleitungen sich positionieren“, sagte Schröter am Donnerstagabend bei einem Vortrag zum Thema „Antisemitismus von Gaza bis Harvard. Neue Allianzen, neue Bedrohungen“ für die Deutsch-Israelische Gesellschaft in Berlin.

Darin führte Schröter die theoretischen Grundlagen anti-israelischer Einstellungen an den Universitäten aus. Sie seien eine Folge einer „irrigen Theorieentwicklung“, nahm sie auf die Theorie des Postkolonialismus Bezug. Diese folgt der Annahme, dass kolonialistische Denkstrukturen auch nach dem Ende des Kolonialismus im 20. Jahrhundert bis heute fortwirken.

Postkolonialisten gingen von „einer sehr schematischen Vorstellung von Welt“ aus, erklärte Schröter. Es gebe einerseits den weißen Unterdrücker und andererseits die Unterdrückten. Juden seien in diesem Weltbild „Weiße“ und damit quasi automatisch Täter. Schröter wies auch konkret auf den palästinensischen Intellektuellen Edward Said hin, der den Begriff des „Orientalismus“ prägte. Said habe die Grundlage für die Idee gelegt, dass Israel ein „Kolonialstaat“ sei.

„Das kommt von den Universitätslehrern“

Laut der Ethnologie-Professorin wird Said heute in den Universitäten „eifrig nachgebetet“. Es sei den Postkolonialisten gelungen, „dass man in einer sehr moralisierenden Weise dieses eindimensionale Weltbild als neue Theorie verkauft und als einzige, die auch Gerechtigkeit und Menschlichkeit verspricht“. Gleichzeitig würden woke Linke verhindern, „dass israelfreundliche Dozenten Professorenämter an großen Universitäten bekommen“.

Schröter warf zudem Institutionen, „die eigentlich die Erforschung des Antisemitismus betreiben sollten“, vor, sich mittlerweile ausschließlich mit „antimuslimischem Rassismus“ zu beschäftigten. Darunter werde „jegliche Kritik des Islamismus verstanden“. Auch dieses Konzept sei Leitidee an „jeder Menge Professuren“, was dann auch in den Hörsälen ankomme: „Das kommt von den Universitätslehrern, nicht primär von den Studenten“, betonte Schröter.

Die Leiterin des „Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam“ zeigte auch Verbindungen zwischen der woken Linken und dem radikalen Islam auf: Bei der postkolonialen Linken gebe es eine starke Neigung, sich mit Islamisten zu verbünden, „weil man gemeinsame Interessen definieren kann“. Viele Islamisten wiederum hätten sich „eine ausgesprochen postkoloniale Rhetorik angeeignet“: „Da gibt es jetzt einen intellektuellen Schulterschluss.“

„Eklatante Ahnungslosigkeit“ in der Politik

Mit Blick auf den Islam vertrat Schröter die These, dass der Antisemitismus dort seine Wurzeln bereits in dessen Frühzeit habe. Sie verwies darauf, dass auf Demonstrationen heute etwa positiv Bezug genommen wird auf Mohammeds Feldzug gegen die jüdische besiedelte Oase Chaibar im Jahr 628. Mohammed sei auf einen antijüdischen Kurs umgeschwenkt, als sich die Juden ihm nicht angeschlossen hätten.

Im 20. Jahrhundert sei es dann zu einem massiven neuen Antijudaismus und Antisemitismus gekommen. Dafür sei die 1928 gegründete Muslimbruderschaft federführend gewesen, deren palästinensischer Ableger heute die Hamas ist. Mit Blick auf die Charta der Hamas erklärt Schröter, dass darin das Nazi-Programm „plötzlich ein religiöses Programm wird“.

Deutschen Politikern attestierte Schröder im Hinblick auf die unter anderem antijüdischen Umtriebe muslimischer Organisationen im Land eine „eklatante Ahnungslosigkeit“: „Da ist der Wille, sich nicht damit zu beschäftigen“, verwies sie auf die Entscheidung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser, den Expertenkreis Islamismus aufzulösen. Mit Blick auf die jüngsten Demonstrationen gegen Rechtsextremismus sagte Schröter, diese seien toll gewesen, jedoch sei die größte rechtsextreme Organisation die türkischen Grauen Wölfe.

Schreiben Sie einen Kommentar

15 Antworten

  1. Der Bericht zeigt ein weiteres Mal die Israel-feindliche Gleichschaltung in den Machtzentren des heutigen Deutschlands auf: Universitäten, Politiker, Medien, Schulen, alle sind mehr oder weniger Israel-feindlich gleichgeschaltet. Und im Nahen Osten finanzierte Deutschland lange Zeit mit der UNRCA-Unterstützung den Terrorismus. Wann kommt in der deutschen Gesellschaft der Aufschrei ? Es müssten doch viel mehr Menschen in Deutschland empört sein über die neue antisemitische Gesellschaft hierzulande, denn es gab eine Generation, die sich zumindest in West-Berlin mit den Greueltaten des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hat. Wer Daniel Goldhagen und Michael Wolffson kennt, der wird gegen diese antijüdische Gesellschaft kämpfen, aber wieviele wollen eine Besserung ?! Deutschland ist eine KATASTROPHE !!

    44
    1. Sehe ich auch so. BRD Katastrophe.
      Hoch lebe der Antisemitismus. An Unis, Schulen, auf Straßen. Kulturelle nicht zu vergessen und teils Kirche.
      Politik macht sich lächerlich mit Staatsräson.

      30
    2. @Martin Sechting.
      Deutschland ist nicht so schlecht, wie Sie es darstellen. Schlecht reden kann jeder, handeln ist gefragt.

      0
  2. „Woke Linke“

    Lol. Die gleiche Redaktion die auf pro-medienmagazin erklärt, das Gott nun quer sei, benutzt hier das sonst so verpönte Wort „woke“. Diesen geistigen Spagat muß man auch erst einmal hinbekommen.

    35
    1. Mit „Woke Linke“ wird die Professorin Susanne Schröter zitiert. Das muss nicht gleichzeitig die Meinung der Pro-Redaktion sein. So etwas sollte man schon auseinanderhalten können.

      3
      1. Als „gute“ Redaktion hätte man aber von „angeblichen“ Woken sprechen müssen. Gleichzeitig muss dann auch eine „Einordnung“ als „rechte Position“ vorgenommen werden.

        0
  3. Unter dem Deckmantel des muslimischen Israelhasses, des linken deutschen Antisemitismus und des verblödeten rechten Judenhass, gärt klammheimliche Freude bei etlichen Deutschen, dass es wieder gegen die Juden geht, dass man mal wieder offen was sagen kann, dass ja was dran sein muss, ….Erschreckend!

    25
    1. Manfred Westphal : Wenns nur klammheimlich bei etlichen währe. Wenn man hinhört was so geredet wird, warum sind die Juden so unbeliebt, und die armen Palästinenser usw. Das geschieht zwar noch relativ heimlich, aber es durchzieht schon breite Schichten der Bevölkerung. Wenn man dann mit Argumenten dagegenhält, begegnet einem oft völliges Unverständnis für die eigene Position. Ob das jetzt in christlichen Kreisen, bei der Arbeit, in Sportvereinen und wie man hier liest, in akademischen Kreisen passiert, überall das selbe Phänomen. Leider ist das so. Versteckt wird der Antisemitismus hinter sogenannter legitimer Kritik an Israel. Ein Beispiel ist z.B. das Hochspielen der „Siedlergewalt“,
      geht alles in die gleiche Richtung. Für mich ist das auch Erschreckend,wie sie treffend schreiben.

      5
  4. Der Keim des sich radikalisierenden Antisemitismus / Antizionismus / Antijudaismus steckt in jeglicher Ideologie, die den Schöpfer des Universums und damit den Gott Israels als menschengemachtes Phantasieprodukt bezeichnet, ihn als nichtexistent definiert und folgerichtig ein Feindbild gegen Juden und Christen entwickelt. Da spielt es keine Rolle, ob die Begründungen eher religiöser oder eher philosophischer Natur sind. Das Ergebnis ist immer das gleiche: hasserfüllte Feindschaft bis hin zum Mord an Juden und Christen.

    18
  5. So recht die Professorin in Bezug auf die Hochschulen auch hat, irrt oder verdrängt sie, dass der Judenhass zentrales Motiv des Islam ist (aus einer Konkurrenzsituation heraus): Schon Mohammed himself sagte, ‚Tötet alle Juden, wo ihr sie findet‘, im Koran werden Juden mit Affen und Schweinen gleichgesetzt, schon zu Beginn seines Wirkens in der sog. Grabenschlacht in Medina im Jahr 627 wurde ein ganzer jüdischer Stamm (Familie) vernichtet, und bis zu 900 männliche Juden in geschaufelten Gräben enthauptet, ihre Frauen und Kinder wurden in die Sklaverei verkauft. Von daher folgen all die Mörder des Islam nur konsequent ihren Anführern.

    5
    1. jedes Mädchen wird frei geboren – keine Frau ist heimlich auf der Welt, dass sie unter Stoff versteckt vegetieren müsste – jedes scharia-shithole ist eines zu viel
      Der Erfinder war ein triebgesteuerter Sadist, der kein Halten kannte – selbst vor Kindern nicht – und seine Nachahmer sind im gleichen primitiv-abscheulichen Fahrwasser
      Kinder, die von alten, perversen Kerlen in die „Ehe“ vergewaltigt werden dürfen, das ist scharia

      5
  6. Ich sehe es wie Karl Lagerfeld, sinngemaess: Wer einen Sumpf austrocknen möchte, aber die Wasserzufuhr nicht unterbindet, ist ein Vollidiot, wenn er sich anschliessend wundert, dass der Schlamm nicht trocken wird.

    8
  7. Islamophobie und ‚antimuslimischer Rassismus‘ sind ursprünglich Kampfbegriffe die aus der Muslimbrüderschaft kommen. Der Islam in seinen verschiedenen Ausformungen ist eine Religion, keine ‚Rasse‘. Jegliche Kritik an den verschiedenen Islamausformungen ist legitim. Nicht richtig wäre die Diskriminierung einzelner aufgrund ihrer Religion. Susanne Schröder hat bekanntlich an der Goethe Uni ein schwieriges ‚Standing‘.

    1
  8. ‚Ethnologin: Woke Linke verhindern israelfreundliche Professoren‘. Warum? Henryk M. Broder: „Der Antisemitismus kommt von links“.

    3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen