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Erstmals seit mehr als 30 Jahren zwei Wochen Regen in Folge

Regen gilt in Israel als Segen, dieses Mal nennt der Wetterdienst ihn auch so. Die steten Tropfen lassen den Pegel des Sees Genezareth steigen.
Von Israelnetz

JERUSALEM (inn) – Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren hat es in Israel 14 Tage hintereinander geregnet. Das letzte Mal war dies im Februar 1992 der Fall gewesen. Der Wetterdienst sprach von einem „Regen des Segens“, da dieser stetig fiel und damit gut in die Erde eindringen konnte.

Die Meteorologen teilten weiter mit, die aktuelle Regenphase halte noch bis Dienstag an. Abgesehen von ihrer Dauer sei sie für die Jahreszeit nichts Besonderes, sagte Amos Porat vom Wetterdienst der Nachrichtenseite „Times of Israel“. Normalerweise halte sich so ein Wettersystem bis zu vier Tage und ziehe dann weiter.

Durchschnittsmenge in Teilen schon erreicht

In manchen nördlich und zentral gelegenen Landesteilen sei die jährliche Durchschnittsmenge bereits erreicht. Gemessen wird dieser Wert von August an; aktuell sind 48 Prozent dieses Jahreszeitraums vorbei. In den Wüstenregionen südlich von Jerusalem habe nur die Gegend um den Berg Sodom den Jahresdurchschnitt bereits übertroffen.

Naturgemäß wirkt sich der Regen auf den Pegel des Sees Genezareth aus. In den vergangenen Tagen stieg er stark an, zeitweise um 5 Zentimeter pro Tag. Aktuell liegt der Pegel bei 210,4 Meter unter dem Meeresspiegel. Bis zur vollen Kapazität, die bei 208,8 Metern liegt, fehlen noch 1,6 Meter. (df)

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8 Antworten

  1. Unser israelischer Reiseführer damals sprach von „schönem Wetter und gutem Wetter“ in Israel. Das „gute Wetter“ dort ist bei uns „schlechtes Wetter“. Das wird auch in Dürrezeiten als solches bezeichnet. So verkommen und wohlstandsverwahrlost sind wir. Gemüse und Früchte gibt es ja bei Aldi und Edeka, wozu brauchen wir da Regen …?

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    1. Diese Ironie!
      Das ist kein Vorwurf, ich bediene mich ihr selbst manchmal.

      Und ich verstehe die Bauernproteste sehr gut. Sie kämpfen seit Jahren mit allen möglichen Regulierungen und Vorgaben, Niedrigpreisen und mehr.

      Zu meinen Studentenzeiten, es muss 2008 oder 2009 gewesen sein, war die Rede von Butterbergen und Milchseen ob der inakzeptablen Niedrigpreise.

      Und Tatsache ist ohnehin: „Ist der Bauer ruiniert, wird das Essen importiert!“. Egal, an welches Essen man denkt: Brot, Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse

      Importierte Nahrungsmittel sind teuer. Die Preissteigerungen machen vielen Leuten ohnehin (mehr oder weniger) zu schaffen.

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