Erstmals jüdischer Kandidat für arabische Partei Ra’am

Von Israelnetz

Erstmals tritt ein Jude für die islamistisch geprägte israelisch-arabische Partei Ra’am an. Joav Segalovitz gab den Schritt am Montag auf einer Pressekonferenz mit Parteichef Mansur Abbas bekannt. Der 67-Jährige war bis 11. August Mitglied der Partei „Jesch Atid“ von Jair Lapid und Knessetabgeordneter. Seine Entscheidung sei von zionistischen und jüdischen Werten geleitet, sagte er. Mitglied von Ra’am wird er nicht, soll aber den Listenplatz 2 erhalten. Die arabische Partei verhalf 2021 Naftali Bennett und Lapid zur für ihre Regierung notwendigen Mehrheit in der Knesset. (eh)

Schreiben Sie einen Kommentar

12 Kommentare

  1. Erstmals jüdischer Kandidat für arabische Partei. Es gibt immer ein erstes Mal, darf aber nicht zur Gewohnheit werden.

  2. Es gibt auch arab. Kandidaten für „jüdische Parteien“. Sollte eigentlich in einer Demokratie ganz normal sein…

    1. Matti Goldschmidt @ im Prinzip haben Sie recht. Was mich stört, ist nicht, dass es eine mehrheitlich arabische Partei ist, sondern, dass sie islamistisch geprägt ist.

      1. @ Antonia. Das war mir auch neu, dass Ra`am eine islamistische Partei ist. Ich habe es durch die JA erfahren. Nun wählen die Israelis bald. Es gibt einen sehr humorvollen Artikel in der JA darüber, wie kompliziert das alles ist. Mein Fokus liegt jetzt mehr auf Deutschland, weil hier auch gewählt wird. Die Juden in unserem Land. Das ist dann auch mehr mein Fokus jetzt. Wir auf dem Dorf in der Nähe einer Großstadt in Niedersachsen, da schaut man halt, wie es ihnen geht. Heute gab es einen Zeitungsartikel über die langjährige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde. Sie ist Ehrenbürgerin der Stadt und hatte ein bewegtes Leben. Ihren Vortrag haben wir leider verpasst. Ich freue mich, dass es der Schwägerin etwas besser geht. Ich hoffe, dass es auch wenn es lange dauert, gut wird. Ich habe viel an sie gedacht.

        Liebe Grüße

        Eleonora

        1. Eleonora : danke ! Ich bin immer wieder bewegt von den lieben Gedanken meiner Mit-Foristen für meine Schwägerin. Ja, es ist für sie noch ein weiter Weg zurück ins Leben, aber die Hoffnung ist da.

      2. Raam ist nicht islamistisch geprägt. Saß ja auch schon in der Regierung. Befürwortet allerdings einen palästinenscischen Staat an der Seite Israel. Das ist aber noch nicht zionistisch, Dafür war auch Lapid von Jesch atid. Jetzt ist er zu diesem Punkt, verbündet mit Benet etwas kleinlaut.

    2. Israel ist das Eigentumsvolk Gottes, diese Wahrheit geht von Tag zu Tag mehr verloren.
      Lieber Gruß Martin

  3. Schrecklich. Holt man sich jetzt noch die Muslimbruderschaft ins Boot ? Das wird ein politisches Fundament, das nicht trägt, mit der Gesinnung, nur ja Netanjahu loszuwerden.

    1. @Marita
      Meine Ehefrau, Politologin, die besten Universitäten besucht, denkt aber so.

  4. Geht mir genauso, Antonia Ra’am gedenkt also wieder mal, diesmal mit jüdischer Hilfe vielleicht den Königsmacher zu stellen. Na, nicht wenn das für Segalovitz nach hinten losgeht. Ich beobachte das politische Tohuwabohu schon seit geraumer Zeit recht intensiv, wer einen kleinen Einblick in den Parteiendschungel Israels erhaschen will, schaue mal in die JÜDISCHE ALLGEMEINE.
    Da wird der ganze Wust ein wenig aufgedröselt.
    SHALOM

  5. Ra‘am ist eine arabische- islamische Partei und nach meiner Kenntnis nach nicht islamistisch.
    Die Ideologie der Muslimbrüder ist islamistisch. Das grenzt sie von religiösen Gruppen ab.

    1. @ Rivka. Falls dem nicht so sein sollte, um so besser. Ja, die Ideologie der Muslimbrüder, die ist extrem, gefährlich und militant.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen