Erstmals in diesem Jahrhundert: Ein Jahr ohne Raketenfeuer aus dem Gazastreifen

Seit 2001 haben Terroristen aus dem Gazastreifen Zehntausende Raketen auf Israel abgefeuert. Nun erlebte der Süden Israels erstmals seit langem einen ruhigen Jahreszeitraum.
Von Israelnetz
Raketenabwehr „Eisenkuppel“: Derartige Verteidigungssysteme enstanden wegen der ständigen kriegerischen Anfeindungen

JERUSALEM (inn) – Mit Ende dieser Woche hat es erstmals in diesem Jahrhundert ein ganzes Jahr lang keine Rakete aus dem Gazastreifen in israelisches Territorium geschafft. Auf diese Statistik machte der israelische Journalist Amit Segal vom Fernsehsender „Kanal 12“ Donnerstag aufmerksam.

Am Abend des 1. Oktober 2025 hatten Hamas-Terroristen fünf Raketen auf die südisraelische Stadt Aschdod abgefeuert. Vier wurden abgefangen, eine weitere schlug auf offenem Gebiet ein. Besagter Abend markierte damals den Beginn des höchsten jüdischen Feiertages, Jom Kippur.

Seither war keine Rakete mehr in israelischen Luftraum vorgedrungen. Zwar versuchten Terroristen weiter, Raketen auf Israel abzufeuern. Am 8. Januar missglückte aber ein Versuch, das Geschoss kam im Gazastreifen auf.

Abgesehen davon gab es Raketenfeuer aus anderen Regionen. So feuerten Ende März die Huthi-Terroristen im Jemen mehrere Raketen auf Israel ab, die abgefangen wurden. Zudem kam es mehrfach zu Angriffen auf Nordisrael durch die Hisbollah.

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Erstes Raketenfeuer vor mehr als 25 Jahren

Die Hamas hatte am 16. April 2001 erstmals eine Rakete auf Israel abgefeuert. Am 28. Juni 2004 beklagte Israel die ersten Todesopfer eines solchen Angriffs: Eine Rakete schlug in der Nähe eines Kindergartens ein und tötete den vierjährigen Afik Sahavi und den 49-jährigen Mordechai Josepov, der gerade seinen Enkel in die Einrichtung gebracht hatte.

Seit 2001 haben die Hamas und andere Terrorgruppen über 40.000 Geschosse auf Israel abgefeuert. Im Schnitt sind das 30 pro Woche. Die Komponenten dafür schmuggelten sie über den Sinai in das Gebiet. Mitunter bauten sie die Raketen mit Rohrleitungen für die Wasserversorgung, die unter anderen Deutschland finanzierte. Darauf machten mehrere Medien bereits im April 2024 aufmerksam.

Seit 2011 ist das Abwehrsystem Eisenkuppel im Einsatz, durch das Israel den Schutz erheblich verbessern konnte. Dennoch bedeutet jedes Raketenfeuer immer auch, dass die betroffenen Bewohner Schutz in Bunkern suchen mussten, ob im eigenen Wohnhaus oder in öffentlich zugänglichen. (df)

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Ein Kommentar

  1. Erstmals ein ganzes Jahr keine Rakete aus dem Gazastreifen: die Hamas kann nicht mehr schießen, die Hamas darf nie wieder schießen.

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