Einwanderung aus Russland und der Ukraine verdreifacht

Der Krieg in Osteuropa befördert die Einwanderung aus der Ukraine und Russland. Israel kommt mit Hilfsangeboten entgegen.
Von Israelnetz

Foto: Jewish Agency, Facebook

Mit der Hoffnung auf ein Leben im Frieden: Ukrainische Einwanderer kommen im März in Israel an

JERUSALEM (inn) – Seit Beginn Krieges in Osteuropa verzeichnet Israel einen starken Zuwachs von Einwanderern aus Russland und der Ukraine. In den etwas mehr als fünf Monaten zwischen dem 24. Februar, dem Kriegsbeginn, und dem 31. Juli zogen 12.175 Ukrainer nach Israel und 18.891 Russen. Insgesamt zählten die Statistiker damit 31.066 Einwanderer. Gegenüber dem Vergleichszeitraum aus dem Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, hat sich die Gesamtzahl der Einwanderer mehr als verdreifacht.

Da es sich bei den Ukrainern auch um Flüchtlinge aus einem Kriegsgebiet handelt, erhalten sie besondere Zuwendungen. Einzelne Flüchtlinge haben einen Anspruch auf eine Einmalzahlung von umgerechnet rund 1.780 Euro, Paare erhalten rund 3.260 Euro und Familien etwa 4.450 Euro.

Hinzu kommen die üblichen Zahlungen an Einwanderer in den ersten sechs Monaten: insgesamt 5.640 Euro für Einzelpersonen und 10.680 Euro für Familien. In einem weiteren Programm erhalten Einwanderer aus Belarus, der Ukraine und Russland ein Jahr lang Unterstützung für die Miete. So bekommen Familien mit drei und mehr Kindern rund 1.000 Euro pro Monat.

Netanja bevorzugtes Ziel

Nur bei 26,1 Prozent der ukrainischen Einwanderer handelt es sich um Männer. Das Statistikamt führt dieses Gefälle auf die Rekrutierungsgesetze in der Ukraine zurück. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen kampffähige Männer das Land nicht verlassen.

Die meisten Einwanderer aus Russland und der Ukraine wählen die Küstenstadt Netanja nördlich von Tel Aviv als neuen Wohnort. Viele ziehen aber auch nach Jerusalem, Tel Aviv und Haifa. Von den Einwandererzahlen des Statistikamts ausgenommen sind die etwa 14.000 ukrainischen Flüchtlinge, die keinen Anspruch auf Staatsbürgerschaft in Israel haben. (df)

Schreiben Sie einen Kommentar

2 Antworten

  1. Mögen sie alle in Israel ein neues Zuhause sehen und sich dort gut einleben.
    Es ist schon schlimm genug, wenn man alles was das Leben bisher ausmachte zurück lassen muss.

    6
  2. Also BIS JETZT können russische Juden immer noch raus aus dem Land ???? vor kurzem las ich in einem Artikel, dass Putin das Alija-Programm der russischen Juden nach Israel stoppen will??? oder schon stoppt??—offensichtlich im Zusammenhang mit dem Ukr.Krieg…Er will dieses Human-KAPITAL nicht verlieren.
    180 000 Juden sind davon betroffen

    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen