Ein Israeli erzählt

Obwohl viele Juden mit der Bibel aufwachsen, ist ihre Beziehung zu ihr kompliziert. Ein Israeli versucht, sie in Worte zu fassen.
Die Bibel begleitet viele Israelis durch ihr ganzes Leben (Symbolbild)

Foto: Israelnetz/mh

Die Bibel begleitet viele Israelis durch ihr ganzes Leben (Symbolbild)

Der Online-Bibelleseplan „929“ möchte die Bibel dem jüdischen Volk neu lieb machen. Zum Ende des ersten Zyklus der Initiative schrieb der Nutzer Yuval Ohali seine Gedanken auf Facebook auf:

Als ich die Grundschule beendete, hab ich sie bekommen, und als ich das Mentorenprogramm für Jugendliche begann, hab ich sie nochmals bekommen. Ich hab sie bekommen, als ich zur Armee ging und noch einmal, als ich heiratete.

Alle diese Male fühlte es sich selbstverständlich an, so dass sie einfach im Regal blieb, verschlossen. Vor dreieinhalb Jahren traf ich eine weitreichende Entscheidung. Ich verstand, dass diese Geschichte auch meine ist. Dass ich sie kennenlernen müsse. Sie studieren müsse. Und aus ihr lernen müsse. Ich nahm sie aus dem Regal und seitdem ist sie immer bei mir: Mit mir auf der Arbeit, mit mir im Auto. Sie ist bei mir zu Hause und auch in der App auf dem Handy. Sie war bei mir bei den langen Kapiteln und auch dann, wenn das Kapitel nur wenige Verse hatte. Sie war da, wenn ich Kraft zum Lernen hatte. Wenn ich keine hatte, habe ich aus ihr Kraft geschöpft.

Nun endet das ganze. Doch die Geschichte geht weiter. Eine Geschichte, die uns alle angeht. Eine Geschichte, die zu uns allen spricht und die für uns alle wichtig ist. Eine Geschichte, die uns alle lehrt. Irgendwie – statt dass dieses Buch, das wir nun beenden, mich dazu bringt, es zu schließen, führt es mich dazu, neu mit Genesis anzufangen.

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 5/2018 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/915152, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: mh

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