Als Chaim Eitani vor 80 Jahren in Tel Aviv sieben Milchkannen von der Genossenschaft Tnuva abholte, hatte er keine Ahnung von ihrem Verwendungszweck. Er war Mitglied der jüdischen Untergrundorganisation Ezel, die gegen die britische Mandatsmacht kämpfte. Von ihr hatte er den Auftrag erhalten, die Kannen zur Bushaltestelle im Viertel Givat Herzl zu bringen; dafür brauchte er etwa eine Stunde. Sie wurden dann von anderen Ezel-Kämpfern nach Jerusalem transportiert.
„Wir wussten nicht, dass die Kannen dafür bestimmt waren, das King David Hotel zu sprengen“, sagte der heute 98-Jährige in einem Interview, das die Zeitung „Yediot Aharonot“ am 17. Juli veröffentlicht hat. „Viele Dinge wollten wir nicht wissen, alles war geheim; wir wussten schlicht, dass Kämpfer im Untergrund keine Fragen stellen. Erst nach der Sprengung des Hotels verstand ich, dass die Kannen, die ich übergeben hatte, diesem Ziel dienten.“
Ezel ist auch unter der Bezeichnung „Irgun“ bekannt. Die militante zionistische Gruppe spaltete sich 1931 von der britisch tolerierten Hagana ab. Seit 1943 führte der spätere Premierminister Menachem Begin die Organisation.
Der Anschlag auf das King David Hotel am 22. Juli 1946 zeugt von der Zerstrittenheit, die unter verschiedenen jüdischen Organisationen im britischen Mandatsgebiet Palästina herrschte. Anfangs war die Hagana, die im Gegensatz zu Ezel oder auch der Organisation Lechi als gemäßigter gilt, mit an der Planung beteiligt. Doch dann bat sie um eine Verschiebung des Termins. Ezel ließ sich darauf nicht ein und führte den Plan ohne die Hagana aus.
Britisches Verwaltungszentrum im Fokus
Im Südflügel des Hotels befand sich das Verwaltungszentrum der britischen Herrschaft in Palästina, mit Regierungssekretariat, Militärbüros und Abteilungen des Geheimdienstes. Diesem Zentrum galt der Anschlag.
Ezel wollte durch diese und andere Aktionen die Briten dazu drängen, ihre Politik des „Weißbuches“ beenden. Dieses schränkte seit 1939 die jüdische Einwanderung ins Mandatsgebiet stark ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten Schoa-Überlebende, nach Palästina zu gelangen. Doch sie wurden auf Zypern oder gar in Deutschland interniert.
Am 16. Juni 1946 hatten Untergrundkämpfer elf Brücken gesprengt. Die britische Reaktion auf die „Nacht der Brücken“ erfolgte am 29. Juni: 17.000 Soldaten stürmten 27 Ansiedlungen, die als Hagana-Stützpunkte gekennzeichnet waren. Es gab etwa 2.700 Festnahmen. Die Behörden beschlagnahmten auch Geheimdokumente der Jewish Agency. Diese wollte Ezel mit dem Anschlag vernichten.
Warnungen ignoriert
In Jerusalem wurden die Milchkannen mit Sprengstoff gefüllt. Dann schmuggelten Ezel-Kämpfer sie, als Araber verkleidet, ins King David Hotel. Sie deponierten sie im Keller in der Nähe von tragenden Säulen. Nachdem sie einen Zeitzünder aktiviert hatten, gab die militante Organisation telefonische Warnungen durch: an das Hotel selbst, die Zeitung „Palestine Post“ und das französische Konsulat. Dies geschah 25 Minuten vor der Zündung.
Die im September 2019 mit 93 Jahren verstorbene Sarah Agassi war unter dem Decknamen „Jael“ Kommandeurin und Ausbilderin bei Ezel. Sie gehörte zu denjenigen, die im Hotel anriefen. Bis zum Schluss beteuerte sie, die Warnungen seien rechtzeitig eingegangen.
Genützt haben sie nicht. Infolge der Explosion starben 91 Menschen: 41 Araber, 28 Briten, 17 Juden und fünf Angehörige anderer Staatsbürgerschaften. Zudem gab es 45 bis 49 Verletzte, die Zahlen schwanken.
Das King David Hotel
Das 1931 eröffnete King David Hotel galt seit seiner Gründung als eine der renommiertesten Adressen Jerusalems. Nach dem Anschlag vom 22. Juli 1946 wurde der zerstörte Südflügel vorerst nicht wieder aufgebaut. Doch bis zum Ende des Mandates am 14. Mai 1948 nutzten die Briten das Hotel als Verwaltungssitz. Im Jahr 1956 erwarb die Kette „Dan Hotels“ den Komplex, der 1961 restauriert wurde.
Nach der Wiedervereinigung der Stadt infolge des Sechs-Tage-Krieges 1967 wurden drei weitere Etagen hinzugefügt. Im Gästebuch finden sich Einträge von gekrönten Häuptern ebenso wie von zionistischen und arabischen Führungspersönlichkeiten. 1986 gab sich die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher die Ehre.
Die Frage, warum das Hotel nicht evakuiert wurde, thematisierte der italienische Historiker Francesco di Palma 2021 im Gespräch mit dem „Deutschlandfunk“. Demnach gibt es zwei Erklärungen. Nach der einen hatte der höchstrangige Vertreter der britischen Regierung, Sir John Shaw, betont, er nehme keine Befehle von Juden entgegen.
„Die andere Erklärungsvariante, an die ich eher glaube, ist, dass die Leitung des King David Hotels die Warnung gar nicht ernst genommen hat“, sagte der Historiker von der Universität Wien. Sie seien davon ausgegangen, dass Irgun-Kämpfer unmöglich in das sehr stark gesicherte Gebäude gelangen „und uns irgendwie unter der Nase quasi eine Bombe irgendwo platzieren können“. Shaw indes wurde für einen Monat vom Dienst suspendiert.
Ben-Gurion: „Feinde des jüdischen Volkes“
Die Jewish Agency und der Jüdische Nationalrat verurteilten den Anschlag ebenso wie die Hagana. Er vertiefte die Spaltungen zwischen den jüdischen Untergrundorganisationen. Der damalige Leiter der Jewish Agency und spätere Staatsgründer David Ben-Gurion bezeichnete die Irgun „Feinde des jüdischen Volkes“.
Als Reaktion verhängte die Mandatsmacht Ausgangssperren und ordnete zahlreiche Hausdurchsuchungen an. Nach ihrer Aussage wurden 446 verdächtige Juden mit Verbindungen zu militanten Organisationen verhaftet.
Doch auch die britische Innenpolitik wurde in Mitleidenschaft gezogen. Oppositionspolitiker Winston Churchill stellte ein Misstrauensvotum gegen die Labour-Regierung, unter anderem wegen der Kosten des Krieges gegen den jüdischen Untergrund und der eingesetzten 100.000 Soldaten. Er fügte an: „und all das, um das Land Israel den Arabern zu geben“. Der liberal-konservative Politiker war von 1940 bis 1945 und dann wieder von 1951 bis 1955 britischer Premierminister.
Der Historiker di Palma sagte mit Bezug auf die britische Weigerung, nach dem Holocaust die Tore Palästinas für Juden zu öffnen: „Das erklärt auch, weshalb besonders die radikal eingestellten paramilitärischen Verbände, allen voran die Irgun, aber auch der Lechi, besonders feindselig eingestellt waren gegenüber der britischen Mandatsmacht, die immer wieder jüdische Kämpfer für sich ausgenutzt hatte, mehr oder minder, irgendetwas versprochen hatte und ihr Wort nie zu halten gewusst hatte.“
Blutzoll vermeiden
Zum 60. Jahrestag wurde 2006 im Gedenken an den Anschlag eine Plakette im Hotel enthüllt. An der Zeremonie nahm auch der damalige Oppositionspolitiker und heutige Regierungschef Benjamin Netanjahu (Likud) teil. Er sagte, es sei „sehr wichtig, zwischen Terrorgruppen und Freiheitskämpfern zu unterscheiden, und zwischen terroristischer und legitimer militärischer Aktion“. Die französische Zeitung „Le Monde“ kritisiert, dass er diesem Standpunkt auch 20 Jahre später treu geblieben ist.
Di Palma indes betonte gegenüber dem „Deutschlandfunk“: „Alle paramilitärischen Verbände hatten in ihrem eigenen Statut eigentlich eine sehr wichtige Regel: und zwar alles darauf setzen, dass Blutzoll vermieden würde.“ (eh)
46 Kommentare
Es tut mir ja leid, wenn ich das schreibe, angesichts der Sprengung King David, aber Hagana und Irgun verkörperten Freiheitskämpfer. Im Buch/ Film Exodus werden sie erwähnt. Danke für Artikel@ Redaktion. Eure Redaktion ist Israel geschichtsträchtig.
Die Zeitung Le Monde war einmal eine journalistische Referenz in Frankreich. Die Betonung liegt auf war. Heute ist sie ein pro-palästinensisches Kampfblatt, das es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Benjamin Barthe, stellvertretender Leiter des Aussenressorts, mit einer palästinensischen Aktivistin der radikalen Sorte verheiratet, hatte zuvor unter anderem für die ägyptische Al-ahram und für die kommunistische Parteizeitung L’Humanité gearbeitet. Ich habe dieses Blatt trotzdem jeden lieben Tag gelesen. Seit dem 7. Oktober 2023 tue ich mir das nicht mehr an.
Der Anschlag war gegen die Briten gerichtet. Warum? 1. Weigerung der Briten, nach dem Holocaust, die Tore Palästinas für Juden zu öffnen. 2. Die Briten erkannten Israel erst am 28. April 1950 de jure an.
Irgun war das, was ich als jüdische Terroristen bezeichne, die lieferten sich beim Altalena-Zwischenfall 1948 sogar Straßenkämpfe in Haifa mit der Haganah mit 19 Toten auf beiden Seiten, die erst durch das Eingreifen Rabins mit der Palmach zugunsten der Jewish Agency entschieden wurden. Die Irgun war auch verantwortlich für das Massaker von Deir Yassin
1948, wo auch die Haganah eingriff und die Mörder mit Waffengewalt vertrieb, wenn auch zu spät.
Andererseits war Menachem Begin, der damalige Chef der Irgun während seiner Amtszeit als PM derjenige, der die Operation ,,Moshe“ ins Rollen brachte, die Rettung von
35000 äthiopischen Juden mit einem Befehl von fünf Worten an den Mossad : ,,Bringt mir die Juden Äthiopiens.“
Zwei Seiten eines Charakters.
SHALOM
Israel, das aus verschiedenen terroristischen Organisationen hervorgegangen ist, ist sich bis heute treu geblieben.
Der Ministerpräsident wird wegen Kriegsverbrechen gesucht. Ein Staat, der Apartheid und Besatzung praktiziert.
Mit über 700.000 fanatischen „Siedlern“, die im Namen von Eretz Israel morden und stehlen.
@Ludovico
Woher haben Sie das?
@Klaus
Das war ja offensichtlich, wenn man die Argumente nicht widerlegen kann, greift man einfach die Person an.
Leider Standard hier.
Apropo dumm: Warum erklären Sie mir nicht einfach kurz, warum es im WJL „KEINE“ Apartheid gibt.
Habe ich behauptet, daß es im WJL keine partheidähnlichen Zustände gibt?
Es gibt sie in Teilen in der Tat.
Ihre Person betreffend, interressieren Sie mich überhaupt nicht , wohl aber, daß Sie monoton immer den selben Sermon wiederholen, obwohl selbst die UNO in Teilen einen Rückzieher gemacht hat.
Und 700000 ,,mordende und stehlende Siedler“ sind nun mal eine dreckige und unverschämte Lüge, die von keinem anderen Kontraforisten ausser Ihnen so hingekotzt wird.
Sie haben in ihrem antisemitischen Hass jeden Bezug zur Wahrheit und Realität verloren .
Würden Sie eigentlich gerne eine schwarze Uniform mit ganz bestimmten Abzeichen tragen ?
Ludovico,
ist die Hamas eine terroristische Organisation? Steht die Mehrheit der Araber im historischen Gebiet „Palästina“ hinter der Hamas? Sind sie also auch alle Terroristen?
In den arabischen Staaten genießt Hitler hohes Ansehen. „Mein Kampf“ steht an zweiter Stelle der Bestsellerliste nach dem Koran. Al Husseini, Großmufti von Jerusalem, war im 2.Weltkrieg Gast in Deutschland.
Ludovico, sind Sie Antisemit?
@Gunther
„Ludovico, sind Sie Antisemit?“
Nein, ich bin kein Zionist wie Sie, der versucht, seinen Rassismus mit Religion zu rechtfertigen.
So, Ludovico, ein Antisemit mokiert sich also über Rassismus, ein echter Witz, über den man lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre, daß Menschen in ihrem Hass auch noch der Dummheit verfallen.
Wie wäre es, wenn Sie die Fragen von Gunther beantworten würden? Aber ich weiß, Judenhasser sind feige.
@ christin
Judenhasser sind nicht nur feige, sondern vor allem dumm. Das ist Grundvorussetzng für ihren Hass.
Ludovico könnte auch mal Stellung nehmen zum Massaker der Hamas am 7.10. 1200 Ermordete, Vergewaltigungen, Entführungen.
Lesen Sie doch bei Tom Segev nach. Es gab ausser dem Fanatiker Al Husseini auch andere Fraktionen der Palästinenser, die wesentlich pragmatischer waren. Aber mit historischen Fakten nehmen Sie es nicht so genau. Dabei ist die Sprengung des Hotel King David ein gutes Beispiel wie die historischen Fakten noch vor und dann während der Staatsgründung zum Verschwinden gebracht und erst von den „Nuen Historiker“ ans Lichct gebracht wurden. Es wäre schön, wenn beide Seiten – die jüdische wie die palästinensische – anerkennen könnten, dass sie durch eine ganz unglückliche weltpolitische Konstellation zu Feinden wurden. Es wäre schön, wenn beide Seiten sich gegenseitig ihr Existenzrecht auf dem Boden Israel/Palästina anerkennen könnten. Und hier ist Israel als der überlegene Part mehr am Zug, um die gewalttätige Siedlerbewegung zu stoppen und mit friedlichen Initiativen die von Hamas frustrierte Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen. Undenkbar mit den rechtsradikalen Ultras Smotrich und Ben-Gvir. Zugegeben auf palästinensischer Seite stehen auch kaum Hoffnungsträger für einen neu anzustossenden Friedensprozess bereit – ausser Marwan Barghuti, den aber der kriegstreiberische Netanjahu lieber im Knast schmoren lässt.
@ Ludovico:
„Israel,das aus verschiedenen … hervorgegangen ist,..“
Ein wenig komplexer ist die Entstehungsgeschichte Israels(u.a. UN) dann doch schon,aber ich weiß, ;-)dass Sie das wissen.
„..ist sich bis heute treu geblieben.“
Jüdische u/o israelische Menschen kämpfen seit über 2.000 Jahren um ihr Überleben.In diesem Zusammenhang finde ich sich „treu bleiben“ richtig gut und befürworte es ausdrücklich.Ich wäre äußerst verärgert und enttäuscht,wenn sie aus u.a. der Shoa nichts gelernt hätten.
„Der Ministerpräs. wird wegen Kriegsverbrechen gesucht.“
U.a. entscheiden Richter aus Ländern,die Israel nicht einmal anerkennen,darüber,wer wegen welchen Kriegsverbr. gesucht wird und ob überhaupt.Ich bezweifle die Neutralität des „Internationalen Strafgerichtshof (IStGH)“.Selbstverständlich ist mir bewusst,dass meine Einschätzung für niemanden außer mich selbst der Maßstab ist.
„Ein Staat, der Apartheid..“
Hier müssten wir die einzelnen Punkte aufschlüsseln und analysieren,wofür die Zeichen nicht ausreichen.Nicht alles was vordergründig als „Apartheid“ verstanden werden könnte,ist „Apartheid“.
„..und Besatzung praktiziert.“
Wäre nicht notwendig,wenn die arab./islam. Bevölkerung nicht seit ca. 80 Jahren jüdische u/o israelische Menschen (weltweit übrigens) vernichten wollte.Die Sinai-Halbinsel hat Israel nach Friedensschluss zurückgegeben.Finde ich ein gutes,hoffnungsfrohes Zeichen.Mit Gaza,das ab 2005 „judenfrei“ war,nahm es kein so positives Ende.
„Mit über 700.000 ..„Siedlern“,.. morden und stehlen.“
Wenn dem so wäre, wären es tatsächlich viele „Mörder“ und „Diebe“.
@Ludovico
Israel,das aus verschiedenen terroristischen Organisationen hervorgegangen ist,ist sich bis heute treu geblieben. Wo haben Sie das denn her? Selbst ausgedacht? Das dieser komplett dämliche und bösartige Kommentar gesendet wurde ist mir ein Rätsel. Aber da sieht man mal,wie tief einige sinken können und trotzdem hier kommentieren dürfen. Es wird immer aggressiver.
Nein, Ludo….wenige, ganz wenige Siedler fallen aus der Norm. Illegal? Bibl. Kernland.
Geschichte 6. Setzen. Jordanien annektierten illegal.
@Am Israel chai
….wenige, ganz wenige Siedler fallen aus der Norm.
Was veranlasst Sie zu dieser Aussage? Täglich ( mehrmals) kommt es zu Angriffen von Siedlern auf Palästinenser. Jeder Angriff wird als Vorfall behandelt, egal ob 1 Siedler oder 100 daran beteiligt waren. Beteiligte Personen werden statistisch nicht erfasst.
Ich lasse mich natürlich gerne von ihnen eines Besseren belehren.
@Sam
Ich hänge mich schon wieder rein. 😉😉
„ wenige, ganz wenige Siedler fallen aus der Norm.
Was veranlasst Sie zu dieser Aussage?“
Nun, eine einfache Recherche bringt Folgendes zu Tage:
„Die Zahl der israelischen Siedler im Westjordanland liegt bei mehreren Hunderttausend Menschen. Nach Einschätzung von Forschern, israelischen Sicherheitsbehörden und Menschenrechtsorganisationen wird die schwere Gewalt von einer relativ kleinen Minderheit extremistischer Siedler verübt; wie groß diese Minderheit ist, lässt sich jedoch nicht verlässlich beziffern.“
Auch „Menschenrechtsorganisationen“ sagen das. Also würde ich von einer belastbaren Information ausgehen.
@Ludovico
Interessant: Fast jeder Satz ist eine Lüge. Und das wissen Sie.
1. Lüge: „aus verschiedenen terroristischen Organisationen hervorgegangen“
2. Lüge: „bis heute treu geblieben“
3. Lüge: „Der Ministerpräsident wird wegen Kriegsverbrechen gesucht.“
4. und 5. Lüge: „Apartheid und Besatzung praktiziert“
6. Lüge: „über 700.000 fanatischen „Siedlern“, die … morden und stehlen“
Sie wissen, dass Sie lügen und trotzdem schreiben Sie diese Lügen. Schade.
@Rts
Was bin ich froh Sie hier zu lesen. Mir ist schon der Schrecken in die Glieder gefahren als ich nichts mehr von ihnen gehört habe. Dachte ihnen wäre was zugestoßen.Aber jetzt ist alles gut und Sie können mir endlich meine Fragen die ich ihnen gestellt habe beantworten. Freue mich schon unbändig darauf.
@Sam
Ooohhh, Sie haben mich vermisst?
—
Soso, Sie haben mir Fragen gestellt. Ich kann mich an keine explizite Frage erinnern. Oder meinen Sie etwa das da: „Oder wollt ihr allen Ernstes Juden erzählen wie es ihnen in bestimmten Ländern gefälligst zu ergehen hat? Was maßen sie sich eigentlich noch alles an? Warum mischen Sie sich permanent in Dinge ein die Sie nicht verstehen?“
1. Das habe ich als rhetorische Fragen angesehen. Ich sehe es als persönlichen „Angriff“, weil es sachlich bei Ihnen anscheinend nicht weitergeht.
2. Wenn genau Sie keinerlei „Probleme“ in Malaysia hatten, siehe dazu meinen Hinweis zum Outen als Jude. Aber Ihre „Erfahrung“ zu verallgemeinern, ruft in mir Ähnliches wie bei Manu hervor. 😉 Demgegenüber stehen Erfahrungen – das kann man sehr gut recherchieren – von anderen, die Manus Ansicht decken.
3. „… wie es ihnen in bestimmten Ländern gefälligst zu ergehen hat“ Lesen Sie eigentlich die Texte? Niemand hat geschrieben, wie es jemandem zu ergehen hat, sondern es wird ein Status beschrieben.
4. „Warum mischen Sie sich permanent in Dinge ein die Sie nicht verstehen?“ Wer ist Ihrer Meinung nach berechtigt, sich zu einem Thema zu äußern? Warum greifen Sie nur „Israelfreunde“ an? Warum greifen Sie Ludovico, Blub, Brigitte etc. nicht an, obwohl ich davon ausgehe, dass diese gemäß Ihrer vermutlichen Definition in dieselbe Kategorie fallen und Dinge kommentieren, die sie nicht verstehen?
@Rts
Jetzt haben Sie sich aber sehr schön ins Zeug gelegt. Prima. Sie bekommen ein Sternchen, leider nur ein kleines, weil ihr Erinnerungsvermögen sehr zu wünschen übrig lässt. Es waren völlig andere Fragen .Das andere hatten wir doch schon durchgekaut. Na ja. Stengen sich sich nächstes Mal einfach mehr an,dann klappt es irgendwann.
Und nun zu ihren Fragen an mich: “
Wer ist Ihrer Meinung nach berechtigt, sich zu einem Thema zu äußern?“ Antwort:Jeder. Und trotzdem ist meine Frage berechtigt.
Ihre Frage: Warum greifen Sie Ludovico, Blub, Brigitte etc. nicht an
Antwort:Das machen schon 80% der Foristen hier. Ich beteilige mich grundsätzlich nicht an Rudelmobbing.
Ihre Frage:Warum greifen Sie nur „Israelfreunde“ an?
Antwort: Jetzt überlegen Sie mal ganz genau. Wenn Sie sich richtig Mühe geben können Sie sich diese recht einfache Frage selbst beantworten. Ich glaube fest an Sie.
@Sam
Keine Sachlichkeit. Keine Basis für weiteren Austausch. Schade.
Upsi, da ist ja wieder einer von der Troll-Truppe ! Ich dachte schon, die seien , ähem, na ja, intelligent geworden…es ist immer wieder interessant zu sehen, was die Ludovicos, Blubs, Brigittes, Peters ua kommentieren und was nicht. Überraschungen sind selten , die Truppe ist so was von vorhersehbar…
@Antonia
Troll-Truppe, weil sie eine andere Meinung haben als wir?
Die Israelnetz-Redaktion ist sehr streng und würde das nicht durchgehen lassen.
AlbertNola @ ich glaube, Sie haben mich missverstanden. Dass die Troll-Truppe eine andere Meinung hat als wir, ist mir schon klar. Was mich amüsiert, ist, dass sie nur bestimmte Themen kommentieren . Es ist alles so voraussehbar bei den Trollis, dass es langweilig wird.
Nicht ganz, Antonia, die Kommentare der übrigen Kontraforisten weisen ja noch Substanz auf, man kann mit denen diskutieren, aber dieser Ludovico will einfach nur provozieren, ohne Wissen ohne Substanz, nur wilde Behauptungen. Das ist einer von denen, die ihre Mitstreiter auch in Verruf bringen, denn mit einigen der anderen Kontraforisten diskutiere
ich durchaus gerne.
SHALOM
@Antonia
Na wenigstens strotzt ihr Kommentar nur so vor Intelligenz. Sehr schön.
Würden Sie bitte mal „Trollgruppe „definieren.
„Ezel wollte durch diese und andere Aktionen die Briten dazu drängen, ihre Politik des „Weißbuches“ beenden. Dieses schränkte seit 1939 die jüdische Einwanderung ins Mandatsgebiet stark ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten Schoa-Überlebende, nach Palästina zu gelangen. Doch sie wurden auf Zypern oder gar in Deutschland interniert.“
Das war mir bisher nicht bekannt. Hier verstehe ich Ezel gut und mir fehlt jedes Verständnis dafür, dass Großbritannien sogar noch nach dem zweiten Weltkrieg und der Shoa verhindern wollte, dass sich nach sechs Millionen unschuldigen, von uns ermordeten, jüdischen Menschen, die wenigen Überlebenden in Sicherheit bringen können. Denn wirklich sicher waren jüdische Menschen nach dem 2. WK in Europa nicht und sind es grauenhafter Weise auch in der Gegenwart nicht.
Die Verantwortung, für die an diesem Tag zu Tode gekommenen Menschen, sehe ich bei jenen, die informiert wurden, aber keine Evakuierung des Hotels ermöglichen wollten, nicht bei Ezel.
Emma, meine Leute waren in einem Lager bei Haifa fast zwei Jahre interniert und sollten nach Larnaka auf Zypern abgeschoben werden, als die Briten das Mandatsgebiet verließen. Sie wurden sofort nach der Wiedergründung Israels als Staat fregelassen und ansässig, zunächst in Notunterkünften und Anfang 1950 in Beit Yanai, wo die meisten bis heute leben, wo auch ich leben werde nach meiner Aliya.
SHALOM
@Klaus
Danke für deine sehr oft interessanten Kommentare. Und ich hoffe,deine Aliya wird dir gut gelingen. Mit Eingewöhnung und so! Und das du uns treu bleibst. Das wäre schön!
Bis danni
Manu, die Papiere habe ich bereits, die Urkunde habe ich nur noch nicht unterzeichnet, selbst Tel Aviv meint ich solle mir Zeit lassen, so ein Entschluss wird nicht leicht gefasst, aber wenigstens weiß ich eine sichere Zuflucht, wenn ich sie brauche. Irgendwann in den nächsten Jahren ist es soweit, aber das Wann entscheide ich allein……oder der Ewige.
Allerdings werde ich IN und JA als Abo mit nach Israel nehmen, ich will am Ball bleiben bezüglich DE und EU.
SHALOM
Es ist gut, dass Sie Israelnetz und die Jüdische Allgemeine als ABO nach Israel mitnehmen wollen.
@Klaus
Hallo Klaus, dürfte ich ihnen mal eine persönliche Frage stellen, die wirklich ernst gemeint ist und mich einfach interessieren würde?
Warum zögern Sie ihre Aliya noch hinaus? Ich hatte immer den Eindruck Sie würden nach dem Tod ihres geliebten Hundes so schnell wie möglich nach Israel gehen. Vielleicht hat mich mein Eindruck auch getäuscht.
Wie gesagt, die Frage ist sehr persönlich und Sie müssen Sie natürlich nicht beantworten. Würde ich problemlos akzeptieren.
@ Klaus:
Auch ich sage danke, für das Teilen dieser privaten Information bezüglich Deiner Familie. Das hat mich dazu angeregt nochmal etwas genauer über „Exodus47“ und das Tagebuch von David Chatkiewicz nachzulesen.
Dass sogar noch nach der Shoa so grausam mit jüdischen Menschen umgegangen wurde, ist furchtbar und lässt mich ratlos zurück. Wieder einmal bin ich enorm froh, dass die Gründung von Israel so erfolgreich verlief und ich hoffe darauf, dass die Menschen, die Juden und Israelis hassen, die Region doch allmählich, nach und nach, bitte freiwillig und gegen viel Geld, verlassen.
Ich bin der Ansicht, dass arabisch/islamische Menschen fast überall auf dieser Welt unter ihren Glaubensbrüdern oder unter Ungläubigen in Sicherheit leben können, jüdische Menschen leider, leider nicht.
Guter, klarer Beitrag, hat mir vieles verständlich gemacht. Mich interessiert, ob es zeitgenössische Berichte oder Dokumente gibt, die die Warnanrufe genauer belegen — oder ob das hauptsächlich aus späteren Aussagen stammt. Würde gern wissen, wie Historiker die Rolle von Ezel im Vergleich zur Hagana heute einschätzen.
Danke für die Rückmeldung. Für eine solche Recherche haben wir leider keine Kapazitäten.
@ Marek Zawadzki , Vielleicht kann ich ein klein wenig dazu beitragen. Ezel oder Irgun, wie diese Organisaton auch genannt wurde, war eine militante Organisaton jüdischer Nationalisten, die ein rein jüdisches Israel wollten unter Entfernung aller arabischen ,,Elemente“. Mit der Haganah, der Selbstverteidigungsorganisation des Yishuv, der Gemeinschaft der Juden des künftigen Staates Israel, hatten diese Extremisten zunächst mal gar nichts zu tun ausser der gemeinsamen Gegnerschaft zur Mandatsmacht Großbritannien. Aber während die Haganah in deutlich gemäßigter Opposition zu den Briten stand, verübte Ezel regelrechte Terroranschläge gegen die Mandatsmacht wie auch sehr aggressiv gegen die Araber, was in Massakern wie Deir Yassin resultierte.
Die Haganah hingegen übte die Rolle der offiziellen Streitmacht des Yishuv aus, hatte sogar Eliteverbände wie die Palmach, deren Kommandeure unter anderen auch Jitzhak Rabin war, der von Menachem Begin, dem Chef von Ezel für den Verlust des Transportschiffes Altalena verantwortlich gemacht wurde,die über Haifa Waffen ins Land bringen wollte, aber nur für Ezel. Die Versenkung dieses Schiffes und die Kämpfe zwischen der Haganah und den Ezel-Milizen in den Straßen von Haifa, die durch das Eingreifen der Palmacheinheiten Rabins entschieden wurden, sorgten später als langer Schatten der Vergangenheit für die Ermordung Rabins durch den Extremisten Yigal Amir. Die Ezelmilizen wurden von der Haganah gewissermaßen assimiliert und die Haganah entwickelte sich zu den heutigen IDF, der Zahal, der Armee Israels. Das nur als grober Überblick.
SHALOM
@ Klaus:
Zu „Deir Yassin“:
Ezel öffnete einen Fluchtkorridor, der allerdings nur von ca. 200 Dorfbewohnern genutzt wurde. Ich nehme an, wer diesen Fluchtkorridor nicht nutzte, war bewaffnet und wollte kämpfen … oder sehe ich das (wieder einmal) zu pragmatisch und unrealistisch mangels praktischer Erfahrung?
(Die gazanische Regierung (incl. Iran) und ihre Kämpfer/Unterstützer ließen den Opfern des 07.10.23 traurigerweise keinen Fluchtkorridor.)
Nein, Emma, es gab keinen Fluchtkorridor durch Ezel, der wurde erst mit dem Eingreifen regulärer Haganah-Einheiten ermöglicht, aber da die Angreifer auch dann nicht von ihren Taten ablassen wollten wurden sie von der Hagnah mit Waffengewalt aus dem Dorf getrieben und auch die umliegenden Dörfer wurden gewarnt. Es gab anfänglichen Widerstand von Seiten der Dorfbewohner, die vier der Angreifer erschossen, aber das brach alle Dämme bei den Ezelmilizen.
SHALOM
@ Marek Zawadzki, Vielleicht verfügt das französische Konsulat in seinen Archiven noch über Protokolle, die telefonischen Warnungen betreffend, aber alles andere dürfte späteren Aussagen der überlebenden Beteiligten zuzuordnen sein.
Aber wir sollten uns auch bewusst sein, daß derlei wieder geschehen kann. Die Noar haGvaot, die Hügeljugend tragen diesen Keim in sich, ebenso mögliche Splittergruppen der Ultranationalisten von Ben Gvir oder Smotrych, diese Gefahr ist durchaus nicht nicht nur ein Produkt überschäumender Phantasie, wie gesagt, die Schatten der Vergangenheit sind lang, es muss unter allen Umständen vermieden werden, daß es wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Juden kommt wie damals. Möge der Ewige dies unterbinden, ich bete darum.
SHALOM
@Sam, zu ihrer Frage warum ich noch nicht bereit bin zu gehen.
Es ist ganz einfach, ich fliehe nicht, und ich bin hier noch nicht fertig, ich lasse hier nichts unerledigtes zurück. Darin bin ziemlich pedantisch, für mich ist vor allem wichtig, daß ich diesen Rückzugsort in der Tasche habe und daß ich dort erwartet werde. Sicher ist, daß ich Europa den Rücken kehre,
aber über den Zeitpunkt entscheide ich, und mein künftiger Hund muss jung sein, wenn ich gehe, jung genug, um sich an die dortigen Verhältnisse anzupassen. Doch die Trauer um meine verstorbene Fellnase ist noch nicht abgeklungen, ein solcher Verlust ist unter Umständen schmerzlicher als der Tod eines menschlichen Angehörigen, der einem nicht so nahe stand. Schwer zu verstehen für jene, die nie einen Hund hatten, und dennoch menschlich. Ich hoffe damit Ihre Frage beantwortet zu haben.
Wir mögen Gegner in der Sache sein, aber wir müssen nicht allgemein feindlich sein.
Shalom
@Klaus
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ja,ich verstehe was Sie meinen,auch in Bezug auf Ihren Hund.Wir mussten unseren treuen,herzensguten Labrador vor ein paar Tagen einschläfern lassen. Der Verlust ist fast unerträglich. Ich glaube ich kann das nicht noch einmal durchmachen. Shabbat Shalom.
Gern geschehen, Sam.
Wie gesagt wir können Gegner in der Sache sein, aber wir müssen deswegen keine Feinde sein. Sie haben Ihre Ansichten, ich die meinen.
SHABBAT SHALOM
@Klaus
…..Wir mögen Gegner in der Sache sein, aber wir müssen nicht allgemein feindlich sein.
Shalom
Das sehe ich genau so.