Bennett trifft bahrainischen König

Bei seinem historischen Besuch in Bahrain spricht der israelische Premier Bennett mit König Hamad und Kronprinz Salman. In den Gesprächen geht es auch um einen Zehnjahresplan zur Stärkung der bilateralen Beziehungen.
Von Israelnetz

Foto: GPO/Haim Zach

Bennett traf unter anderen mit König Hamad zusammen

MANAMA (inn) – Israels Premierminister Naftali Bennett (Jamina) hat am Dienstag in Manama den bahrainischen König Hamad Bin Isa Bin Salman al-Chalifa getroffen. Dieser sprach von einem „historischen Tag“ und bekundete die Hoffnung, es werde ein fruchtbarer Besuch werden. Es war das erste Mal, dass ein israelischer Regierungschef Bahrain besuchte.

Wie sein Büro mitteilte, kam Bennett auch mit dem Kronprinzen und Premierminister des Golfstaates, Salman Bin Hamad al-Chalifa, zusammen. Er lobte Bahrains langjährige Verpflichtung zu Toleranz gegenüber verschiedenen Religionen und das praktizierte friedliche Zusammenleben. Es habe die Grundlage für die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gelegt. Israel und Bahrain hatten im September 2020 gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten in Washington die Abraham-Abkommen zur Normalisierung ihrer Beziehungen unterzeichnet.

Die beiden Regierungschefs begrüßten die Erarbeitung eines bilateralen Zehnjahresplanes. Er steht unter der Überschrift „Die gemeinsame Strategie für einen warmen Frieden“ und soll als Richtlinie für die Entwicklung der Beziehungen dienen. Die beiden Außenministerien sollen den Prozess gemeinsam leiten und beobachten. Es geht unter anderem um Nahrungsmittel- und Wassersicherheit, nachhaltige Energie, Gesundheitsfürsorge, Bildung und Handel.

Kronprinz: Auf Abraham-Abkommen aufbauen

Der Kronprinz sagte: „Friede sollte das Bestreben aller verantwortungsbewussten Menschen sein. Nicht, dass wir je einen Krieg gehabt hätten. Aber die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern waren nicht auf einem Niveau, das als normal hätte aufgefasst werden können.“ Gegenseitiges Verständnis und geteilte Verantwortung für Sicherheit seien Grundlage für einen Nahen Osten ohne Konflikt. Dafür sei es notwendig, sich gegenseitig besser kennenzulernen und auf den Abraham-Abkommen, dem „historischen Dokument“, aufzubauen.

Bennett kam ferner mit Außenminister Abdullatif Bin Raschid al-Sajani zusammen. Überdies traf er Industrieminister Sajed Bin Raschid al-Sajani sowie den Minister für Verkehr, Telekommunikation, Arbeit und Landwirtschaft, Kamal Bin Ahmed Mohammed.

Iranisches Misstrauen

Kritisch wird Bennetts Bahrain-Besuch im Iran beäugt, ebenso wie die wachsenden Beziehungen zwischen mehreren Golfstaaten und Israel. Die regierungsnahe Zeitung „Tehran Times“ wies auf eine Äußerung des iranischen Außenministers Hossein Amir Abdollahian hin. Dieser habe unlängst während eines Telefongespräches mit seinem emiratischen Amtskollegen Abdullah Bin Sajed al-Nahjan betont: „Die Präsenz des zionistischen Regimes in der Region ist eine Bedrohung für alle Länder und für die Region selbst.“ Dabei habe er dazu aufgerufen, jeglichem Fußfassen Israels entgegenzuwirken, um Krisen in Westasien zu verhindern. (eh)

Schreiben Sie einen Kommentar

3 Antworten

  1. Sehr geehrter Herr Premierminister Naftali Bennett, der Gott Israels ist kein Gott der Toleranz. Der Gott Israels ist ein eifersüchtiger Gott, neben IHM ist kein anderer Gott. Ps. 96 “Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern! Denn der Herr ist groß und hoch zu loben, mehr zu fürchten als alle Götter. Denn alle Götter der Völker sind Götzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht. …”
    Menschlich beeindruckt Ihr historischer Besuch wahrscheinlich den ein oder anderen Menschen, ja vielleicht sogar Christen, den allmächtigen Gott jedoch nicht!
    Lieber Gruß, Untertan

    1
    0
    1. Meine Güte, Martin, was soll das immer? Gott ist ein Gott der Liebe. Wenn er etwas nicht will, ist es dass sich die Menschen zerfleischen. Wir müssen als Menschen und auch als Staatschefs miteinander reden. Bennet wird wohl kaum mit dem König von Bahrain gebetet haben.

      Martin, wenn Menschen wie Sie an der Macht wären, wäre diese Welt schon längst ausgerottet. Denn Sie kennen keine Beziehungen zwischen Menschen oder Staaten, die nicht bereit sind Ihr Gottesverständnis zu akzeptieren.

      Über Ihre Bibelstelle sollten Sie aber dringend nachdenken, Martin. Denn der König von Bahrain bekommt durch den Besuch und das was bei ihm rauskommt, die Möglichkeit, dass Samen gelegt wird. Samen, der eines Tages aufgehen kann. Wollen Sie verhindern, dass Bahrain diesen großartigen Gott kennenlernt? Kennenlernt, was er für sein Volk Israel getan hat und Tag für Tag heute tut? Der ermordete ägyptische Präsident Sadat war so jemand, bei dem der Same aufging.

      Von ihm ist überliefert, dass er ein paar Tage vor seiner Ermordung von einem Mitarbeiter gesehen wurde, als er in der Bibel las. Auf die Frage warum, antwortete er: Wenn ich vor meinen Schöpfer trete, möchte ich wenigstens wissen, was er gesagt hat. Ein paar Tage später war er tot. Er ahnte wohl seinen Tod voraus.

      Sadats Rückzugsgebiet war übrigens das Sinai-Kloster, in dem er sich gerne aufhielt und immer wieder die Ruhe dort suchte und die Gespräche mit den Mönchen. Das ist Samen der aufging und der vielleicht auch beim König von Bahrain aufgeht. Beten Sie darum, dass dies gelingt. Ist ein Job für Sie.

      1
      0
  2. Der Bahrainbesuch ist sehr wertvoll und ist ein weiterer Schritt für friedliches Auskommen mit möglichst allen Nahoststaaten. Das würde für Israel zu mehr Sicherheit und Zusammenarbeit in Wirtschaft und anderen gesellschaftlichen führen.

    0
    0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen