Ben Salomo mit Zukunftspreis der Israelstiftung ausgezeichnet

Für sein Engagement gegen Antisemitismus erhält der jüdische Rapper Ben Salomo den Zukunftspreis der Israelstiftung. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
Von Martin Schlorke
Fordert seine Mitmenschen auf, sich über Antisemitismus oder unfaire Berichterstattung zum Nahostkonflikt zu beschweren: der Autor und Rapper Ben Salomo

Foto: Dana Nowak

Bürgerlich heißt Ben Salomo Jonathan Kalmanovich

FRANKFURT (inn) – Der deutsch-jüdische Rapper Ben Salomo hat den Zukunftspreis der Israelstiftung in Deutschland erhalten. Der Musiker, der bürgerlich Jonathan Kalmanovich heißt, wurde für sein Engagement gegen Antisemitismus ausgezeichnet.

Der Zukunftspreis soll der Öffentlichkeit die gesellschaftliche Bedeutung des Wirkens von Ben Salomo vor Augen führen. „Wir wünschen uns, dass diese Ehrung ihn und alle, die antisemitischen Bestrebungen entgegentreten, sich für das jüdische Erbe Deutschlands einsetzen, an die Katastrophe des Holocausts erinnern und das besondere Verhältnis zu Israel pflegen, Mut macht, ihre außergewöhnliche Arbeit und ihr Engagement zu erweitern und zu verstetigen“, sagte der Kuratoriumsvorsitzende und ehemalige erste Vizepräsident des nordrhein-westfälischen Landtags, Edgar Moron, im Rahmen der Preisverleihung am Dienstag in Frankfurt.

Ben Salomo

Jonathan Kalmanovich alias Ben Salomo ist Jude und gebürtiger Israeli. Als er vier Jahre alt war, zogen seine Eltern mit ihm nach Berlin. Bereits im Kindesalter musste er Antisemitismus erfahren. Bekannt wurde Kalmanovich als Rapper Ben Salomo. Acht Jahre lang moderierte er erfolgreich die Veranstaltung „Rap am Mittwoch“ (RAM). 2018 beendete er seine Musikerkarriere aufgrund von Antisemitismus und Rassismus in der deutschen Rapmusikszene. Er kritisierte eine Glorifizierung von Frauenverachtung, Gewalt und Islamismus in der Szene. Seitdem setzt er sich gegen Rassismus und Antisemitismus ein. Für sein Engagement bekam er 2018 das Robert-Goldmann-Stipendium verliehen.

Der Zukunftspreis wurde bereits zum fünften Mal in Kooperation mit der Stadt Frankfurt verliehen. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Frühere Preisträger waren unter anderen die Witwe des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau, Christina Rau, und der Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach.

Schreiben Sie einen Kommentar

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen