Ben-Gvir fordert mehr gezielte Tötungen

Von Israelnetz

Der israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat gefordert, im Gazastreifen jede Nacht 30 bis 40 Terroristen gezielt zu töten – auch wenn diese keine unmittelbare Bedrohung darstellten. Er machte die Äußerung in der Auftaktfolge des neuen Podcasts „8. Oktober“ von der ehemaligen Geisel Rom Braslavski. Ben-Gvir sagte zudem, er wolle möglichst viele Bewohner des Gebietes zum Auswandern bewegen. Der gesamte Gazastreifen sei „unser Gebiet“. Braslavski bat um die Erlaubnis, selbst Terroristen töten zu dürfen. Er kam am 13. Oktober nach zwei Jahren Gefangenschaft beim Islamischen Dschihad frei. (eh)

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21 Kommentare

  1. Gvir versteht die Welt nicht mehr. Er denkt wahrscheinlich: „Bei all dem, was ich gesagt habe, ist das plötzlich das, was alle so aufregt?“ Jetzt tun alle als wäre das was ganz neues.

    Hier ist nicht nur der kleine Ben das Problem. Der Großteil seiner Wählerschaft stammt aus dem WJL, welche Nachricht ist das an die?
    Die Äußerungen von Katz oder Smotrich sind nicht viel besser. Die Debatten in der Knesset sinken oft auf dieses Niveau, bekommt nur keiner mit.
    In Israel völlig normal genau so führt Ben halt seinen Wahlkampf!
    Das wird sich nicht ändern auch wenn Netanjahu weg ist.

    1. Ludo, im Zusammenhang sagte er, obwohl ich auch das verurteile, 30 bis 40 Terroristen töten. ABER DEUTSCHE MEDIEN BERICHTETEN ANDERS. Auch antijüdische EU Politiker. Ist man gewohnt. Klar, dass sie ihren „Senf“ dazu geben müssen. Bei toten Juden schweigen sie.

      1. Deutsche Medien berichten genau dass, was er gesagt hat, nur in diesem Bericht hier fehlt, dass er die Palästinenser auf „Tiere“ heruntergestuft hat und ihnen das Menschsein abspricht…
        Damit, das ist richtig, kennt man sich in Deutschland sehr gut aus.. und kann sich auch gut erinnern, welche Folgen es hatte, Ethnien und Minderheiten als „Untermenschen“ zu bezeichnen

        1. @Peter
          Itamar Ben-Gvir hat von Terroristen geredet. Gibt es in Gaza keine Terroristen?

          1. @Mark
            @Ella
            Wie weit ist der Weg ab vom bloßen nur gedanklichen – bis zur Vollendung und der Begrüßung des Tötens?

            @ One hat Recht! Danke.
            „Menschen das Menschsein abzusprechen erinnert an die dunkelsten Zeiten der Geschichte, gerade ein Jude sollte sich dieser Abartigkeit bewusst sein (und „Christen“ auch)“
            Ich bin ebenfalls entsetzt.

    2. Ben-Gvir hat damit Israel weltweit geschadet mit seiner Aussage. Leider haben auch bei uns sofort der Kanzler und auch Lars Klingbeil dazu Stellung bezogen. Leider recht voreilig. Sie hätten sich besser noch
      zurück gehalten.

  2. In Teilen kann ich Ihnen dieses Mal sogar zustimmen, Ludovico, in allem, was diesen Mechabel Ben Gvir betrifft, aber in Sachen WJL irren Sie sich, ein Großteil seiner Wählerschaft gehört dort gar nicht hin, die sind illegal dort,ansonsten hätten Sie sich ja selbst widersprochen. Und was besagte Debatten in der Knesset betrifft, so werden die zwar kontrovers und mitunter sehr hitzig geführt, sinken aber sehr selten auf Gossen-Niveau herab, und wenn, so kommt der Anlass meist von Rechts und Ultraorthodox.
    Ich bin selber schon Zeuge solch heftiger Debatten geworden, als Besucher in Begleitung von Verwandten, da ich des Ivrit nur eingeschränkt mächtig bin und meine Leute mir übersetzt haben, was im Parlament besprochen
    wurde. Allerdings wird die Regierung in der Debatte heftiger ins Gebet genommen als bei uns üblich, fast schon ruppig, aber die beteiligten Protagonisten haben auch aus ihrer Sicht stichhaltige Gründe dafür.
    Daran wird sich in der Tat wenig ändern, auch wenn Bibi weg sein sollte, aber wenigstens kriegen Ben Gvir und Smotrych dann auch ihren Arschtritt, denn die beiden sind Aufwiegler und Spalter in übelster Agitprop-Manier. Die beiden vor allem müssen raus aus der Manege und zurück in die Käfige.

    1. Falsch übersetzt. Itamar Ben-Gvir hat von Terroristen geredet und Terroristen gemeint.
      Aber du hast Recht. „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, sagt unser Bischof, bester Menschenkenner von allen.

    2. Hat ijemand eine Reaktion aus Israel gehört? Ich meine aus der Politik? Ich bleibe bei meiner Meinung, es reicht nicht zu sagen : wir sind nicht so! Dieser Mann hat ( mit Absicht!) genau diesen Posten bekommen und so lange er nicht gehen muß und angezeigt wird, heißt das für mich, dass die andern genauso denken, nur vielleicht nicht so extrem…..und es auch nicht laut sagen….

      1. (und so lange er nicht gehen muß und angezeigt wird, heißt das für mich, dass die andern genauso denken, nur vielleicht nicht so extrem…..und es auch nicht laut sagen….)

        Meinen sie damit die Regierung oder die gesamte Bevölkerung?

  3. Aus gegebenem Anlass eine allgemeine Anmerkung:

    Der Name Itamar Ben Gvir besteht aus 1em Vor- und 1em zweiteiligen Nachnamen.

    Ben ist nicht nur die Kurzform des hebräischen Namens Benjamin,
    sondern auch das hebräische Wort für Sohn.

    Würde man etwas Unübliches tun und den Nachnamen dieses Politikers zum Teil übersetzen, hieße er Gvirsohn.

    Itamar Ben Gvir scheint gerne zu übertreiben, wobei die Israelis mehr Temperament haben als wir Deutsche.

    Es ist nicht sinnvoll, eine Zahl Terroristen zu nennen, die pro Nacht getötet werden sollen. Niemand kann der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF) garantieren, dass sie tatsächlich so viele Terroristen findet! Außerdem gibt es im Gazastreifen noch Tausende Meter Betontunnel zu zerstören, das darf auch nicht vernachlässigt werden.

    Wichtig ist auch die Verhinderung weiterer Massaker wie am 7.10.2023., Waffenruhe hin oder her, die Hamas kümmert diese einen feuchten Dreck!

    Und Israel kann nicht stillsitzen & sich beschießen lassen, es muss seine Grenzen & Bürger unbedingt verteidigen! Das muss die Welt endlich verstehen, anstatt Israel Lügen über Hungersnot, Tötung von Journalisten, Lehrern, Sportlern, Ärzten aufzutischen.

    Die Fakten, dass die Hamas (und somit das Regime des Iran!)

    – sowohl Hilfsgüter abzweigt, sich damit die Bäuche vollstopft oder sie teuer auf dem Schwarzmarkt verkauft

    – die „Zivilbevölkerung“ im Gazastreifen als menschliche Schutzschilde missbraucht

    – „Waffenruhen“ zur Aufrüstung nutzt

    – versucht, Israel und die Welt zu täuschen

    müssen verbreitet werden!

  4. Ben Gvir erweist Israel, wie schon so oft, einen Bärendienst. Dieser Mann ist untragbar und wer seine Aussagen relativiert, sollte in sich gehen.
    Terroristen sind schlechte, sehr schlechte Menschen – aber sie sind Menschen und werden vom ewigen Richter ihr Todesurteil empfangen.

    Menschen das Menschsein abzusprechen erinnert an die dunkelsten Zeiten der Geschichte, gerade ein Jude sollte sich dieser Abartigkeit bewusst sein (und „Christen“ auch).
    Ich bin entsetzt und fassungslos.

    One

  5. Das wäre dann sicherlich nicht besser als das, was die Terroristen machen. Nämlich gezielt Morden. Mit Sicherheit kein Segen.

  6. Kann er nicht, Antonia, Provokation ist Teil seiner Psyche, er hat beinahe etwas psychopathisches an sich, und wenn er die Macht verliert, werden wir vielleicht etwas später noch mal von ihm hören, falls er seinem ,,großen“ Vorbild Baruch Goldstein nacheifert und dann ein ebensolches Ende findet .
    SHALOM

  7. Mal ganz neutral gefragt:
    Was sagt das über eine Regierung/ einen Staat aus, in der solche Menschen (nicht nur Ben) derart hohe und wichtige Posten besetzen dürfen? Nach so vielen Aussagen bleiben die Posten weiterhin von diesen Personen besetzt.

  8. Natürlich kann das keiner gutheißen. Im WDR 4 (16 Uhr) war vorhin von „Menschen“ die Rede, nicht von „Terroristen“. Leider keine nähere Hintergrundbeleuchtung oder Differenzierung, was weiteren Antisemitismus befördern könnte. Mich stört außerdem, dass jetzt alle möglichen Leute aus der Politik usw. aus der Reserve kommen und gleich ihre sowieso schon israelschädlichen Ansichten mit dranhängen, wie beispielsweise Stegner (SPD), also Personen, die hier durch ihr nach Linksrücken ganz erheblich zur Spaltung unserer Gesellschaft und zu Zulauf zur AFD aktiv beigetragen haben. Gelegenheit macht Diebe.

    Die gleiche Empörung hätte ich mir zuletzt bei den Hinrichtungen im Iran gewünscht. Wie ein wildgewordener Hühnerhaufen, der immer dann das Gackern anfängt, wenn Israel in die Schusslinie bzw. Kritik gerät.

    Die ehemalige Geisel Braslavski kann ich verstehen. Er muss aufpassen, dass die berechtigte Wut ihn nicht zerfrisst. Gott helfe ihm bei der Bewältigung des Traumas.

    Um hier solchen Äußerungen wie von Gvir den Nährboden zu entziehen, müsste auch die internationale Gemeinschaft, vor allem UN, EU und DE drauf drängen, dass Hamas endlich die Waffen abgibt, die anschließend unter Aufsicht der kommenden Stabilisierungstruppe und der IDF zu vernichten sind und dass nur für diesen Fall den Hamaskämpfern Amnestie gewährt wird.
    Es ist bis jetzt keine zufriedenstellende Gerechtigkeit hergestellt.

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