Armee will junge Beduinen von Kriminalität fernhalten

Im Süden Israels gehen Soldaten einer eher ungewöhnlichen Aufgabe nach: Sie wollen beduinischen Jugendlichen zeigen, dass ein Leben ohne Kriminalität lohnenswert ist. Nach einem Jahr sind erste Erfolge zu sehen.
Von Israelnetz
„Botschafter in Uniform“: Immer mehr Araber unterstützen die israelische Armee

Foto: IDF

Statt Kampfszenen zu üben, geben die Soldaten bei der besonderen Mission Beduinen Hebräisch-Unterricht (Archivbild)

MITZPE RAMON (inn) – Um gegen die grassierende kriminelle Aktivität im Süden Israels vorzugehen, hat die israelische Armee die Operation „Schild des Negev“ ins Leben gerufen. Soldaten wollen gegen Schmuggel vorgehen, den Anbau von Drogen verringern – und in Schulen, Kindern und Jugendlichen helfen, Hebräisch zu lernen.

Ziel der Operation ist es, die Beduinen bei der Integration in die Gesellschaft zu unterstützen. Außerdem sollen Bildungsprogramme junge Männer von krimineller Aktivität fernhalten. Die Zerschlagung der organisierten Kriminalität ist das übergeordnete Anliegen.

Israel besser kennenlernen

Wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet, besuchen Offiziere wöchentlich in verschiedenen Schulen beduinische Kinder und Jugendliche. Diese erhalten Hebräisch-Unterricht. Außerdem lernen sie durch die Soldaten die israelische Gesellschaft, von der sie ein Teil sind, besser kennen.

Während 70 Prozent der jüdischen Gemeinschaft Hochschulabsolventen sind, liegt der Anteil bei beduinischen Gemeinschaften mit 53 Prozent deutlich darunter. Die Bildungsprogramme sind in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Gemeinden entstanden. Teilweise haben sich schon Beduinen bereiterklärt, nach der Schule Armeedienst leisten zu wollen.

Die beteiligten Soldaten sind im Negev stationiert. Neben ihrem Dienst bei der besonderen Operation leisten sie auch alltägliche Armee-Arbeit. Einige der Offiziere stammen selbst aus dem Süden Israels und sind Beduinen. Vor allem ihnen ist das Programm besonders wichtig.

Der Kommandant und Brigadegeneral, Itzik Cohen, attestiert dem Programm Erfolg. Es „ermöglicht eine Stärkung der Beziehung zwischen der Armee und der Beduinen in der Region und stärkt die Verbindung zwischen den Bevölkerungen im Negev“.

Schmuggler stoppen

Innerhalb der arabischen Gemeinschaft im Negev gab es in den vergangenen Jahren einen Anstieg an Gewalt und organisierter Kriminalität. Hauptsächlich Drogenschmuggel und Drogendelikte sind für die Entwicklung verantwortlich. Dies will die Operation „Schild des Negev“ stoppen. Deshalb setzt die Armee verstärkt darauf, an der ägyptisch-israelischen Grenze zu kontrollieren und Schmuggelversuche zu unterbinden.

Laut Daten aus dem vergangenen Jahr konnte die Armee 180 Versuche, Drogen nach Israel zu schmuggeln, stören und 60 vereiteln. Dennoch waren rund 200 Schmuggelversuche erfolgreich. Dieses Jahr konnten bereits rund 3.000 Kilogramm Drogen mit einem Wert von etwa 38 Millionen Euro an der Grenze beschlagnahmt werden. (joh)

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2 Antworten

  1. Ich schließe mich an und wünsche ausserdem, dass man sich Israel als Vorbild nimmt und in Deutschland gegen die Seuche der arbeitsscheuen immigrierten Messerstecher in der gleichen Weise vorgeht.

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