Armee: Ruhigste Phase im Süden Israels seit langem

Der Süden Israels hat in den vergangenen Monaten die ruhigste Lage seit langem erlebt. Ein Grund dafür sind strategische Änderungen der Armee.
Von Israelnetz
Das Projekt soll die Stromprobleme im Gazastreifen beheben und gleichzeitig dem Umweltschutz dienen

Foto: Israelnetz/Elisabeth Hausen

Die Lage am Gazastreifen hat sich zuletzt beruhigt

SDEROT (inn) – Die Terror-Organisation Hamas hat infolge einiger Rückschläge im Konflikt vom Mai 2021 derzeit kein Interesse an einer weiteren Konfrontation. Zu diesem Schluss ist das Südkommando der Armee gekommen. Die Zeit ab dem Ende des Konfliktes sieht die Armee zudem als die ruhigste Phase im Süden Israels seit dem Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005: Terroristen hätten in dieser Zeit nur elf Raketen auf Israel abgefeuert.

Eine Ursache für die Effektivität liege in einer Änderung der Strategie, wie der Kommandeur des Südkommandos, Nimrod Aloni, gegenüber mehreren israelischen Medien erklärte. Während der elf Tage des Konfliktes habe die Armee nicht gewartet, bis Terroristen am Grenzzaun auftauchten. Vielmehr habe man die Angriffe im Keim erstickt. Am zweiten Tag habe die Armee etwa zwei Terrortunnel beschossen, als elitäre Hamas-Kämpfer auf dem Weg zu einem Angriff auf Israel gewesen seien. Die Tunnelausgänge hätten sich nahe des Grenzzauns befunden.

Anpassung an neue Lage

Die Hamas habe daraus ihre Lektion gelernt. Nach Ansicht der Militärkreise könnte sie es künftig höchstens mit einem Überraschungsangriff versuchen. Die Raketen auf Jerusalem, die den jüngsten Gaza-Konflikt auslösten, hatte die Terrorgruppe noch angekündigt. Auf diese Weise konnte sich die Armee darauf vorbereiten. In Zukunft würde die Hamas aber nicht mit einem Raketenangriff beginnen, sondern mit Bodenoffensiven – etwa über die Terrortunnel oder mit Panzerabwehrlenkwaffen.

Ein weiterer Grund für die relative Ruhe seien die verbesserten Barrieren an der Grenze. Erst im Dezember hat die Armee die unterirdische Mauer vollendet. Zudem dient ein sechs Meter hoher Metallzaun zusammen mit einer Reihe von Sensoren der Abwehr von Infiltrationen. Der Armee sei schon in den vergangenen vier Jahren kein einziger Infiltrationsversuch entgangen, hieß es am Donnerstag.

Doch auch die Armee hat aus jüngsten Vorfällen gelernt. So würden ungeschützte Armeeeinheiten oder Zivilisten nicht mehr an Stellen gelassen, die ein leichtes Ziel für Panzerabwehrlenkwaffen aus dem Gazastreifen sind. Im vergangenen Jahr ist ein Soldat bei so einem Angriff getötet worden. Insgesamt kam es jedoch zu wenigen Angriffen mit diesen Waffen, da Israel die entsprechenden Akteure unter Beschuss nahm. (df)

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9 Antworten

  1. Diese Sicherheit muss sein gegen Terroristen und gegen das lukrative Geschäft: Judenmord.
    Wobei ich vermute, bald kommt ein Angriffskrieg: Hisbollah/Iran.
    Hamas/ Gaza.
    Russia wird auch Waffen liefern, da Israel medizinisch Ukraine unterstützte und Gas nach Deutschland liefern wird über Ägypten.
    Der Israel. Botschafter wurde bereits in den Kreml einbestellt.

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    1. Der israelische Botschafter wurde von Russland wegen dem israelischen Angriff auf den Flughafen von Damaskus einbestellt

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        1. Es geht nicht darum wer die Russische Armee nach Syrien „ einbestellt@ hat
          Sie schreiben „ Russia wird auch Waffen liefern, da Israel medizinisch Ukraine unterstützte und Gas nach Deutschland liefern wird über Ägypten.
          Der Israel. Botschafter wurde bereits in den Kreml einbestellt.„
          Sie suggerieren dem Leser, dass der israelische Botschafter wegen der Gaslieferungen nach Deutschland einbestellt wurde, und das ist schlichtweg falsch!
          „ Moskau (ParsToday) – Russland hat den israelischen Botschafter in das Land einbestellt und „ernsthafte Besorgnis“ über die jüngsten Luftangriffe auf den internationalen Flughafen von Damaskus zum Ausdruck gebracht.
          Das russische Außenministerium gab die Einberufung am Mittwoch in einer Erklärung bekannt, nachdem sich der stellvertretende Außenminister Michail Bogdanow mit Alexander Ben Zvi getroffen hatte.

          „Erneut wurde ernsthafte Besorgnis über den Angriff der israelischen Luftwaffe auf den Zivilflughafen von Damaskus am 10. Juni geäußert“, sagte das Ministerium.

          In der Erklärung heißt es, der Angriff habe die Landebahn, die Navigationsausrüstung und Gebäude beschädigt und den internationalen zivilen Flugverkehr gestört“.

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    2. „Russia wird auch Waffen liefern, da Israel medizinisch Ukraine unterstützte“ ????

      Dass ausgerechnet das Land, das sich als Teil des Westens versteht und das in kritischen Situationen stets uneingeschränkte Solidarität der Demokratien einfordert, nun in Sachen Sanktionen und militärische Unterstützung für die Ukraine ausschert, stößt in Washington auf Kritik. Der ehemalige US-Verteidigungsminister William Cohen zeigt sich in einem Interview bei CNN enttäuscht. Die Regierung Bennett müsse sich entscheiden: “Stehst du auf der Seite der Russen oder stehst du auf der Seite der Vereinigten Staaten und des Westens?”

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      1. Und der der Iraner gegen Israel?

        Zu was braucht denn der Iran das hochangereicherte Uran? Haben Sie eine Idee, Herr Luley?

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      2. @B.LULEY
        Nehmen wir mal an, Sie hätten einen Nachbarn im übernächsten Garten, der seit Jahren Waffen entwickelt und bunkert und sich mit täglichen Tiraden, Sie damit demnächst umbringen zu wollen, sich im Nachbargarten bereits mit Geschützstellungen festgesetzt hat und in diesem und weiteren Nachbargärten bereits dafür gesorgt hat, daß Ihnen und Ihrer Familie in Ihrem Garten fast täglich Gewehrkugeln aus Gewehren des besagten übernächsten Nachbarn um die Ohren fliegen und dabei – wenn Sie mit Ihrer Abwehr leider grade mal nicht erfolgreich waren – in Ihrem Garten ein Familienmitglied stirbt, fänden Sie das offenbar normal. Nein, nicht? Ihren Kommentaren zufolge müsste das aber so sein.
        Genau das oben im Kleinen beschriebene Szenario ist nämlich Isreals tatsächliche Lage im Großen, falls Sie die Metapher nicht verstanden haben sollten.

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      3. OT
        Ich wünsche mir, dass wir uns in Ffm. mal begegnen.
        Und nein, nicht Israel, sondern der Iran droht mit Auslöschung meines Volkes, wobei dann auch die Pal- Araber vernichtet werden von ihren Glaubensbrüdern.

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