Abgeordneter Odeh stellt Weihnachtsbaum auf

Ein israelischer Politiker will auf einen Weihnachtsbaum im Parlament nicht verzichten. Dabei ist er Muslim.
Von Israelnetz
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Foto: Ayman Odeh, Twitter

Will die Festtage aller Religionen seiner Wähler begehen: Ajman Odeh (Archivbild)

JERUSALEM (inn) – In der Knesset gibt es dieses Jahr einen Weihnachtsbaum. Der Vorsitzende des arabischen Parteienbündnisses „Vereinigte Liste“, Ajman Odeh, hat ihn diese Woche in seinem Büro aufgestellt. Er ist zwar Muslim, hält aber die Weihnachtstradition für wichtig.

„Weihnachten ist Teil der Kultur der Menschen, die in diesem Land geboren sind“, zitiert die „Jerusalem Post“ den israelischen Politiker. „Die arabische Bevölkerung besteht aus Muslimen, Drusen und Christen. Das gilt auch für die Fraktion und die Mitarbeiter der Vereinigten Liste. Es ist für uns natürlich, alle Feiertage unserer Wähler zu begehen und mit ihnen zu feiern.“

Die Likud-Abgeordnete Katrin Schitrit sagte, sie habe dabei gemischte Gefühle: „Ich denke, es ist wichtig, gegenüber der Öffentlichkeit einfühlsam zu sein und zu verhindern, dass ein Weihnachtsbaum im Parlament des jüdischen Staates steht. Aber ich respektiere auch, dass es Menschen mit anderen Traditionen gibt.“

Vor acht Jahren hatte Knessetsprecher Juli Edelstein (Likud) einen Antrag des damaligen Abgeordneten Hanna Swaid (Hadasch) abgelehnt. Dieser wollte einen Baum an einem öffentlichen Platz in der Knesset aufstellen. Edelstein befürchtete, dies könne Juden verletzen und sie schmerzlich an die Verfolgung durch Christen erinnern. Auch könnten Anfragen folgen, Kreuze und Halbmonde neben den Menorot-Leuchtern aufzustellen. Aber er sehe kein Problem, wenn Swaid einen Weihnachtsbaum in seinem Büro oder auch im Raum seiner Fraktion habe. (eh)

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3 Antworten

  1. Was die geäußerten Befürchtungen des Knessetsprechers Edelstein anbelangt, dass es für Juden schmerzlich sein könnte und Erinnerungen an die Verfolgungen im Holokaust wecken könnte, wenn in der Knesset ein Weihnachtsbaum seht, so sollte man man bedenken, dass Wunden erst dann heilen, wenn man sich dem Schmerz stellt, anstatt ihn zu verdrängen.

    1. Ja, Jeschua war Jude und Ha Maschiach israels! Jedoch haben die meisten der damaligen Führungsschicht und durch deren Einfluß die Mehrheit der Bevölkerung Jesus, den Messias abgelehnt! Nach seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung, hat er seine Jünger (Juden!!!) gesandt mit dem Evangelium (der Frohen Botschaft, dass der Heilige Israels, durch den Sohn Jeschua nicht nur die Sünde Israels sondern auch derer aus den Nationen, weggenommen hat, nämlich derer, die IHM vertrauen und glauben, dass ER der Retter ist, der schon durch viele Propheten zuvor angekündigt war!) von Jerusalem aus, in die ganze Welt hinaus zu gehen! Christus = der Retter, also sollte Christ – Geretteter bedeuten. Weder Juden noch Christen haben sich im Lauf der Geschichte, wenn auch nicht in der Gesamtheit, aneinander und vor Gott durch ihr Denken, Reden und Handeln schuldig gemacht! Suchen wir erneut nach dem Willen des EWIGEN in seinem Wort der gesamten Bibel und hören wir auf, uns gegenseitig Vorwürfe zu machen und so das Leben schwer zu machen und dabei noch am Willen Gottes vorbei zu leben! Schalom!

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