Trump kündigt Wirtschaftssanktionen gegen Iran an

Der Iran hat sich in den vergangenen Monaten militärisch behauptet. Die USA versuchen nun mit verschärften Wirtschaftssanktionen, dem Regime zuzusetzen.
Von Israelnetz

WASHINGTON (inn) – US-Präsident Donald Trump will den Iran wirtschaftlich in die Knie zwingen. Am Mittwoch kündigte der Republikaner umfangreiche Sanktionen an. Auch für Länder, die mit dem Iran geschäftlich verbunden bleiben, werde es „wirtschaftliche Konsequenzen“ geben.

Trump nannte sein Vorhaben einen „ökonomischen D-Day“ – in Anlehnung an den Beginn der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie während des Zweiten Weltkriegs. „Alle unsere Verbündeten müssen an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika stehen, um den Iran zu isolieren und zu besiegen.“

Unklare Ansage

Worin diese Sanktionen bestehen, sagte Trump indes nicht. Ziel sei es unter anderem, Ölschmuggel zu verhindern oder den Betrieb von Tarnfirmen zu unterbinden. „Diese historischen Maßnahmen werden sie und ihre Fähigkeit lähmen, Terror weltweit zu verbreiten. Der Iran wird niemals eine Atombombe erlangen.“

Der US-Präsident begründete die Maßnahmen mit den gescheiterten Gesprächen. Am Montag war eine Frist gemäß des im Juni vereinbarten Rahmenabkommens ausgelaufen. Trump erklärte, Teheran habe nicht die Chance ergriffen, mit den USA eine Vereinbarung zu treffen.

Aragschi: Versuch, von eigenen Problemen abzulenken

Der iranische Außenminister Abbas Aragschi sieht die Ankündigung als Versuch Trumps, von eigenen Schwierigkeiten abzulenken. Er nannte dabei nie dagewesene Staatsschulden sowie wachsende Zinskosten.

Auf der Plattform X schrieb Aragschi am Donnerstag: „Eine gescheiterte Politik zu bekräftigen führt nur zu einer weiteren Niederlage – und zur Feindschaft der Iraner“. Er ergänzte: „Der amerikanische Wirtschaftsterror gefährdet die globale Wirtschaft und Souveränität in aller Welt.“

Seine Sicht unterlegte er mit Zahlen. Am Mittwoch meldete das amerikanische Finanzministerium, dass die Staatsschulden nun den Wert von 40 Billionen US-Dollar überstiegen hätten. Im Verhältnis zu Wirtschaftsleistung liegen die Schulden auf einem Niveau wie zuletzt während des Zweiten Weltkrieges.

Beobachter und Experten sehen darin kurzfristig kein großes Problem, da amerikanische Anleihen nach wie vor beliebt sind, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) berichtet. Viele seien sich jedoch einig, dass die derzeitige Entwicklung langfristig nicht tragfähig ist.

Emirate setzen Transaktionen aus

Der Iran kämpft indes mit weitaus drängenderen Problemen. Die Inflation liegt bei 89 Prozent, die Lebensmittelpreise sind im vergangenen Jahreszeitraum sogar um 164 Prozent gestiegen. Das sagte der iranische Wirtschaftsforscher Mehrdad Sepahvand am Donnerstag dem amerikanischen Sender CNBC. Alle größeren Wirtschaftszweige, darunter die Landwirtschaft, seien geschrumpft.

Am Dienstag hatten zudem die Vereinigten Arabischen Emirate erklärt, dass sie sämtliche Finanz- und Wirtschaftstransaktionen mit dem Iran aussetzen. Laut WSJ hat Trump seit Monaten darum gebeten mit dem Argument, dies sei ein effizienteres Mittel als die amerikanische Seeblockade.

Laut dem Bericht bat Trump die Emirate auch, gegen verborgene Aktivitäten des Iran vorzugehen. Das Regime tätigt Ölverkäufe etwa über Schattenbanken in dem Land.

Die Emirate waren in den vergangenen Monaten auch das Ziel iranischer Angriffe. Beobachter sehen die Aussetzung der Transaktionen als einen von möglichen weiteren Schritten beim Versuch, den Iran abzuschrecken. (df)

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2 Kommentare

  1. Der Iran hat die Strasse von Hormus fest in der Hand. Lässt nur Verbündete passieren.
    Trump redet viel, wenn der Tag lang ist. Er hat sich verrechnet. Dachte, er zwingt Mullahs, Revolutionsgarden, zur Aufgabe.
    Iran ist es ziemlich egal, ob Volk leidet. Da sind sie wie ihre Verbündeten Hamas, Hisbollah, Huthis . Verbrecher, Mörder, unter sich. Dass Emirate sich abwendet ist ein gutes Zeichen. Bei Saudis fraglich.

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