Die palästinensische Terrormiliz Hamas hat den Angriff auf Israel am 7. Oktober akribisch geplant und sich mehrere Monate darauf vorbereitet. Videos, die die Täter im Vorfeld in den Sozialen Medien teilten, bezeugen dies. Die israelische Medienbeobachtungsorganisation „Palestine Media Watch“ (PMW) berichtete darüber kürzlich auf ihrer Website.
In einem kriegsverherrlichenden Video, das die Hamas am 12. September 2023 über ihren Telegram-Account veröffentlichte, üben zahlreiche vermummte Männer explizit kriegerische Trainingseinheiten aus. Auffällig dabei: Gezeigt werden genau die einprägsamen Angriffsmuster, von denen die Hamas am 7. Oktober – weniger als einen Monat später – bei dem Angriff gegen Israel Gebrauch machte.
Unter anderem ist zu sehen: Flugtraining mit motorisierten Gleitschirmen, Übungen mit weißen Geländefahrzeugen, Angriffe über den Seeweg, Häuserkämpfe, gewaltsame Einnahme ziviler Wohnanlagen, Einnahme von Militärstützpunkten und Übernahme feindlicher Panzerfahrzeuge.
eines Angriffs über den Seeweg
Kriegsverherrlichender Liedtext
In dem Liedtext, zu dem die „Terroristen“ glorifizierend den Krieg darstellen, heißt es: „Unser Verlangen wurde allmählich unerträglich, unser Zorn ist nun geweckt. Morgen wird er den Sieg mit dir teilen.“ Der Sänger glorifiziert die Einnahme Jerusalems und einen Donner, der einen fruchtbaren Boden für den Ruhm der Terrormiliz bereitet. Der Liedtext spricht außerdem von einem heiligen Krieg für Allah, den Gott des Islams.
Telegram hatte den Kanal der Terroristen nach dem 7. Oktober gesperrt. PMW sicherte das Video und stellte es auf ihrer Plattform online.
CNN berichtete über die Zusammenhänge zwischen Propaganda-Videos und dem Attentat bereits kurz nach dem verheerenden Überfall. Der US-Sender verwies zudem auf Videomaterial der Hamas aus dem Jahr 2022 und den darauffolgenden Monaten. Darin sind auch vermummte Personen zu sehen, die eine Geiselnahme inszenieren.
Israel kannte das Überfallszenario im Vorfeld
Laut der Tageszeitung „New York Times“ wusste Israel von einem möglichen Überfall vorab. In einem 40-seitigen Dokument mit dem Namen „Mauern Jerichos“, zu dem die „Times“ Zugriff gehabt haben soll, sei ein derartiger Angriff beschrieben gewesen. Auch in Kreisen des israelischen Militärs sei das Dokument bekannt gewesen. Die Umsetzung der Hamas sei anschließend „schockierend präzise“ in Übereinstimmung mit den „Mauern Jerichos“ verlaufen. Konsequenzen der Armee blieben laut der amerikanischen Zeitung allerdings aus, da Israel die Gefahr unterschätzte und den Angriff für unwahrscheinlich hielt.
Das kriegerische Bestreben der Hamas ist keine Neuigkeit, die erst kurz vor dem 7. Oktober sichtbar wurde. Seit vielen Jahren errichtete die Terror-Organisation Militärzentren im Gazastreifen und bildet Terroristen aus. Dies ist einer der Gründe, weshalb Israel den Gazastreifen mit Grenzanlagen absicherte. (cb)