Zahl der arabischsprachigen Besucher verdoppelt sich

Die Israelische Nationalbibliothek digitalisiert seit Jahren Millionen von Dokumenten. Neben der hebräischen Hauptseite gibt es auch eine englische und arabische Seite, auf denen der Großteil zugänglich ist.
Von Israelnetz
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Koranmanuskript Nationalbibliothek

Foto: Israelnetz/mh

Die Sammlung der Israelischen Nationalbibliothek enthält zahlreiche Koranmanuskripte in arabischer, türkischer und persischer Sprache

JERUSALEM (inn) – Die Anzahl der Besucher der arabischsprachigen Webseite der Israelischen Nationalbibliothek hat sich im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Dies sei der stetig wachsenden Digitalisierung der Sammlung zu verdanken. Hinzu komme eine groß angelegte Werbekampagne der vergangenen zehn Jahre, die sich an die arabische Welt richtete. Dies sagte der Sprecher der Bibliothek Zack Rothbart gegenüber der israelischen Onlinezeitung „Times of Israel“.

Seinen Angaben zufolge besuchten den Onlineauftritt etwa 650.000 Araber aus den palästinensischen Gebieten, Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien und Algerien.

Zeitungen aus dem Osmanischen Reich

Die von den Arabern am häufigsten aufgerufenen Seiten enthalten ein Zeitungsarchiv, das mehr als 200.000 Dokumente arabischer Publikationen aus der Zeit des Osmanischen Reiches und des Britischen Mandatsgebietes umfasst. Daneben stießen aber auch Handschriften, Poster, Bücher und Musik auf großes Interesse. Diese seien für Forscher und interessierte Laien gleichermaßen zugänglich.

Der Bibliothek gehört auch eine große Sammlung islamischer und arabischer Texte. Tausende arabische Bücher und seltene Handschriften in arabischer, persischer und türkischer Sprache aus dem 9. bis 20. Jahrhundert sind zudem in ihrem Besitz.

Digitalisierung von Handschriften weit fortgeschritten

„Wir befinden uns mitten im Prozess, auch unsere arabischen, persischen und türkischen Handschriften zu digitalisieren“, sagt Samuel Thrope, Kurator der Islam- und Nahostsammlung. „95 Prozent des Materials sind bereits zugänglich“.

Zu den besonderen Stücken der Bibliothek gehört ein Koran aus dem heutigen Iran aus dem 9. Jahrhundert mit dem frühesten Beispiel persischer Schrift in arabischer Sprache. Eine Handschrift aus dem 17. Jahrhundert mit Abbildungen des Lebens von Alexander dem Großen sowie ein osmanisch-türkischer Text über Augenheilkunde aus dem 16. Jahrhundert finden sich ebenfalls in der Sammlung. (mh)

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