Manuskripte und Fotos vom Katharinenkloster online zugänglich

Das Katharinenkloster beherbergt die älteste aktive Bibliothek der Welt. Nun sind zahlreiche Manuskripte und Bilder im Internet zu sehen. Ein israelisches Team hat sie digitalisiert.
Von Israelnetz
Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email

Foto: Israelische Nationalbibliothek; Screenshot Israelnetz

Dieses Bild aus dem Innenhof des Klosters entstand 1971

JERUSALEM (inn) – Die Israelische Nationalbibliothek (NLI) in Jerusalem hat etwa 1.600 christliche Manuskripte digitalisiert. Sie sind auf der Webseite frei zugänglich. Auch Fotos und Filmaufnahmen aus dem Katharinenkloster auf der Sinaihalbinsel sind dort zu sehen.

Das Kloster wurde im 6. Jahrhundert durch den byzantinischen Kaiser Justinian I. gegründet. Es enthält die älteste aktive Bibliothek der Welt. Ende er 1960er Jahre untersuchte die Jüdische National- und Universitätsbibliothek – die heutige NLI – die dortige Manuskriptsammlung. Dazu hatten sich die Wissenschaftler die Erlaubnis des griechisch-orthodoxen Erzbischofs geholt. Infolge der Untersuchung nahm ein israelisches Team ungefähr 1.600 Manuskripte auf Mikrofilm auf.

Reaktion auf verschlechterte Qualität

Doch die Qualität der Mikrofilme verschlechterte sich schnell. Deshalb wurde die Sammlung in den vergangenen Jahren digitalisiert. Die Entstehung der Manuskripte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Viele Sprachen sind vertreten, darunter Griechisch, Arabisch, Syrisch, Georgisch und Armenisch. Es handelt sich vor allem um Texte zur frühen Phase des Christentums und zu den Kirchenvätern, wie die Nationalbibliothek mitteilte.

Auf der Webseite werden außerdem Bilder des Klosters und der Umgebung gezeigt. Israelische Fotografen haben sie aufgenommen, nachdem Israel den Sinai 1967 im Sechs-Tage-Krieg von Ägypten erobert hatte. Hinzu kommen digitalisierte Farbaufnahmen des Filmemachers Jacques Soussana. Seine Ehefrau hat sie der NLI zur Verfügung gestellt.

Der Kurator der geisteswissenschaftlichen Sammlung der Nationalbliothek, Stefan Litt, sagte: „Die digitalen Aufnahmen dieser Manuskripte sind wahrhaft unbezahlbar, vor allem für Gelehrte des griechisch-orthodoxen Christentums. Sie zeigen uns, wie die Manuskripte der Sammlung vor mehr als 50 Jahren aussahen. Jetzt sind sie für lange Zeit sicher konserviert.“ (eh)

Schreiben Sie einen Kommentar

3 Antworten

  1. Super, wer je im Katharinenkloster war, weiß welcher Schatz dort vorhanden ist. Den zu erhalten ist eine große Aufgabe, dass damit begonnen wurde ist ein Segen für die Menschheit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen