Werbung mit Hamas-Symbol: Palästinensisches Kulturfestival abgesagt

Auf der Werbung für ein Kulturfest in Berlin sind Hamas-Dreiecke abgebildet. Der Bezirk Reinickendorf verbietet die Veranstaltung.
Von Israelnetz

BERLIN (inn) – Der Berliner Bezirk Reinickendorf hat eine für das vergangene Wochenende geplante „Palästina“-Veranstaltung kurzfristig abgesagt. Der Grund: In der Werbung für das vom Senat geförderte Kulturfest waren rote Dreiecke abgebildet. Mit diesem Symbol markiert die Hamas ihre Feinde.

Das Kulturfestival „Palestine in Berlin“ sollte am Samstag und Sonntag stattfinden. Doch am Montag zuvor wies die israelische Botschaft in Berlin auf den Werbeprospekt hin und schrieb auf X: „Wenn es sich nur um ein verunglücktes Grafikdesign handeln sollte, dann sind die Veranstalter sicherlich bereit, sich von dem Terror der Hamas öffentlich zu distanzieren. Denn der ist weder mit einer Integration in Deutschland noch mit staatlicher Förderung vereinbar.“

Auch der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck, kritisierte die Gestaltung am Montag: „Wer integriert denn da? Mit den Mitteln des Integrationsfonds wird das rote Hamasdreieck in Berlin normalisiert.“

Veranstaltung verboten

Der Bezirk reagierte unter anderem auf eine Anfrage der „Bild“-Zeitung, ob die Förderung mit terrorverherrlichender Symbolik vereinbar sei. Er verneinte und fügte an: „Nachdem dem Bezirksamt bei der Prüfung der Veranstaltung im Vorhinein die Nutzung verbotener Symbole (rotes Dreieck) zur Kenntnis gelangt ist, wurde dem Veranstalter Salam e. V. die Durchführung der Veranstaltung untersagt.“

Der Verein ist Träger des interkulturellen Zentrums BBK (Bildung, Beratung, Kultur) Linde, wo das Kulturfestival geplant war. Wie „Bild“ unter Berufung auf den Bezirk berichtet, erhielt dieses im Jahr 2024 insgesamt 87.371 Euro Fördergelder. 2025 waren es demnach 81.350 Euro. Für dieses Jahr seien 85.000 Euro veranschlagt.

Verein: Werbung kam vom externen Veranstalter

Der Sport- und Kulturclub Salam indes distanzierte sich von der Verwendung des Hamas-Symbols im Werbematerial. Dieses sei von einem externen Veranstalter erstellt worden, erklärte der Verein in einer Stellungnahme. Salam selbst habe keinen Einblick mehr in die Gestaltung gehabt. Der Name des externen Veranstalters wird nicht genannt.

In der Erklärung heißt es: „Der Sport- und Kulturclub Salam e.V. hat null Toleranz gegenüber solchen Symbolen und Inhalten und distanziert sich von den Zielen, der Ideologie und den Mitteln der Politik der Hamas sowie prinzipielle extremistische Organisationen. Der Verein Salam e. V. steht dafür, Menschen einander näherzubringen und aus Fremden Freunde werden lassen.“

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Die Werbung habe Salam selbst nicht verbreitet. „Nach Veröffentlichung der Werbung für das Festival durch den externen Veranstalter haben wir sofort die Veranstaltung abgesagt, den externen Veranstalter dringend aufgefordert, sämtliche damit verbundene Werbung zu löschen. Unsere Überprüfung hat ergeben, dass die Löschung umgehend erfolgt ist. Ebenso ist gegenüber diesem Veranstalter ein Hausverbot im InterkulturellenZentrum BBK Linde ausgesprochen worden.“

Der Verein räumt ein, „dass wir die Endkontrolle der Werbung vor ihrer Veröffentlichung nicht rechtzeitig durchgeführt haben. Dies war ein Fehler, den wir sehr bedauern. Ebenso war es ein Fehler, die Verwendung der Förderlogos des Förderprogramms FEIN der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung und die Logos des Integrationsfonds Reinickendorf in der Werbung für das Palästina Kulturfestival nicht verhindert zu haben.“ Dadurch sei in der Öffentlichkeit der falsche Eindruck entstanden, diese Veranstaltung würde aus Mitteln der Stadt Berlin gefördert.

Salam fügt hinzu: „Wir entschuldigen uns ebenso bei allen Menschen, die sich durch die Werbung für das abgesagte Festival verletzt oder bedroht gefühlt haben.“

Der gemeinnützige Verein Salam wurde von Syrern und Deutschen gegründet. Er will es „Geflüchteten und Neuberlinern erleichtern, den Einstieg in das Leben in Berlin zu finden“. (eh)

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4 Antworten

  1. Die Hamas ist in Deutschland längst verwurzelt. Sie verhalten sich dabei scheinheilig, lügen und betrügen. Schließlich wollen sie ihr Kalifat auch in Europa und Hamas will auch was zu sagen haben. Ich hoffe auf das iranische Volk, dass sie ihr Regime stürzen, dann ist Ruhe und die Ukraine bekommt ihren Frieden! Ist ja furchtbar auf dieser Welt!

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  2. Salam e. V. ist Träger des interkulturellen Zentrums BBK (Bildung, Beratung, Kultur) und erhielt 2024 insgesamt 87.371 Euro Fördergelder. 2025 waren es 81.350 Euro. Für dieses Jahr sind 85.000 Euro veranschlagt. So sieht unser Deutschland aus. Integration in DE gelingt, wenn man Menschen eine Chance gibt, Hass gegen Israel zu verbreiten.
    Mit rotem Dreieck und entsprechenden Euro-Summen kann man Menschen einander näherbringen und aus Fremden Hamas-Freunde werden lassen.
    Daran ändert jetzt auch eine Entschuldigung Salams nichts, denn wie immer will man mal wieder nichts von etwas gewusst haben. Die Absage ist voll gerechtfertigt.

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