Vier israelische Soldaten im Südlibanon gefallen

Im Südlibanon müssen Israel und die UNIFIL wieder Verluste hinnehmen. Indes verlangt Beirut von der Ukraine die Herausgabe eines angeblichen Mossad-Spions.
Von Israelnetz
Die israelische Armee im Südlibanon

JERUSALEM (inn) – Israel muss im Südlibanon weiter Verluste hinnehmen. Die Armee bestätigte am Dienstag, dass am Montagabend bei einem Nahgefecht mit der Terrormiliz Hisbollah vier weitere Soldaten im Alter zwischen 21 und 22 Jahren gefallen sind. Vier seien zudem verletzt worden, einer davon schwer. Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar sind im Südlibanon neun Soldaten gefallen.

Auch die UN-Truppe UNIFIL beklagt weitere Tote. Am Montag sind zwei Soldaten bei der Explosion eines Geschosses getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Bereits am Sonntag kam ein UNIFIL-Soldat bei der Explosion eines Geschosses ums Leben. In beiden Fällen laufen Ermittlungen zur Herkunft der Geschosse.

Armee: Hochrangiger Hisbollah-Militär getötet

Die israelische Armee beschoss weiter Ziele der Hisbollah. Am Montag tötete sie nach eigenen Angaben Hamsa Rakin, den stellvertretenden Kommandeur der Einheit 1800. Diese ist zuständig für die Abstimmung zwischen Hisbollah und palästinensischen Terror-Organisationen.

Die israelische Armee erneuerte am Dienstag ihren Aufruf an Zivilisten, den Südlibanon zu räumen. Aufgrund erheblicher Gefechte sollen sich die Bürger nördlich des Flusses Sahrani begeben, der 20 Kilometer nördlich das Litani-Flusses verläuft.

Libanon verlangt Übergabe eines angeblichen Mossad-Spions

Indes hat der Libanon die ukrainische Botschaft aufgefordert, den Behörden einen Mann zu übergeben, der angeblich für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad gearbeitet hat. Der Betroffene ist syrisch-palästinensischer Nationalität und hat auch einen ukrainischen Pass.

Die Hisbollah hatte ihn zwar schon festgenommen. Doch es gelang ihm, in die ukrainische Botschaft zu fliehen, nachdem Israel am 6. März ein benachbartes Gebäude angegriffen hatte. Am 10. März beantragte die Botschaft laut der Nachrichtenagentur AFP einen Ausflug für einen Mann, der angeblich seinen Pass verloren hatte. Nach Überprüfung der Angaben erkannten die Behörden, dass es sich um einen Gesuchten handelt.

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Armee: Fast alle Kriegsziele erreicht

Der Iran setzte am Dienstag den Beschuss Israels mit mehreren Raketensalven fort. Im Großraum Tel Aviv erlitten am Morgen und Vormittag mindestens 14 Zivilisten leichte Verletzungen, Wohnhäuser und Fahrzeuge wurden beschädigt.

Die israelische Armee hat nach eigener Bewertung fast alle Ziele im Iran beschossen, die sie sich zu Kriegsbeginn vor einem Monat vorgenommen hatte. Das Militär sei erheblich geschwächt und die Bedingung für einen Sturz des Regimes seien nahezu erreicht. Die politische Führung habe sie angewiesen, von nun an vermehrt wirtschaftliche Ziele im Iran zu beschießen, wie die Nachrichtenseite „Times of Israel“ unter Berufung auf Militärkreise meldet.

Den Beschuss militärischer Ziele setzte das amerikanisch-israelische Bündnis indes fort. So beschoss die israelische Luftwaffe weitere Ziele der Rüstungsindustrie sowie ein militärisches Forschungszentrum bei Teheran.

Bereits am Sonntag und Montag hielt sich der Kommandeur des für die Region zuständigen Zentralkommandos des US-Militärs (CENTCOM), Brad Cooper, in Israel auf. Er traf sich unter anderen mit dem israelischen Armeechef Ejal Samir zu einer Lagebesprechung.

Trump erneuert Drohung

US-Präsident Donald Trump (Republikaner) drohte am Montag erneut scharfe militärische Maßnahmen an, falls es nicht in Kürze zu einer Übereinkunft mit dem Iran komme. Insbesondere fordert er die Öffnung der Straße von Hormus.

Sollte dies nicht geschehen, würde das US-Militär Kraftwerke, Ölquellen, die Insel Kharg und Entsalzungsanlagen angreifen. Nach aktuellem Stand läuft die Frist für Gespräche am Montagabend Ostküstenzeit ab. Trump hat zudem weitere Truppen in die Region beordert und erwägt laut Medienberichten die Entsendung weiterer 10.000 Soldaten für einen Bodeneinsatz.

Am Dienstag postete CENTCOM ein Bild des amphibischen Angriffsschiffes USS Tripoli im Indischen Ozean, das am Sonntag aufgenommen wurde. Das Schiff käme bei der Verlegung von Bodentruppen mithilfe von Transporthubschraubern infrage. Es hält sich seit Freitag im CENTCOM-Missionsbereich auf. (df)

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