Versuchter Lynchmord in Ramallah

Ohne Smartphone und mit einer ungenauen Wegbeschreibung verirren sich zwei Juden nach Ramallah. Die beiden werden von der palästinensischen Polizei gerettet. Ihr Fahrzeug gerät einem Mob in die Hände.
Von Ulrich W. Sahm
In drei Sprachen warnt das Schild Israelis davor, ins Autonomiegebiet zu fahren

Foto: Israelnetz/Elisabeth Hausen

In drei Sprachen warnt das Schild Israelis davor, ins Autonomiegebiet zu fahren

RAMALLAH (inn) – Zwei Israelis sind am Mittwochabend trotz der roten Verbotsschilder in die Stadt Ramallah nördlich von Jerusalem gefahren, um in eine Siedlung östlich der palästinensischen Stadt zu gelangen. Beim zentralen Manara-Platz in Ramallah entdeckten junge Palästinenser die Bilder israelischer Rabbiner an dem Fahrzeug mit dem gelben israelischen Nummernschild. Sie stoppten den Wagen, rissen die beiden Israelis aus dem Fahrzeug und wollten sie zu Tode prügeln.

Die palästinensische Polizei bemerkte das Geschehen und griff ein. Sie rettete die beiden frommen Juden und brachte sie in ihrem Fahrzeug zu einem Kontrollpunkt nahe Ramallah, wo sie den israelischen Behörden übergeben wurden.

Derweil haben Palästinenser am Manara-Platz das Fahrzeug der Juden in Brand gesteckt. Es sei völlig ausgebrannt, berichtete der israelische Rundfunk. Die beiden Israelis blieben unverletzt.

Wie in israelischen Medien gemeldet wird, gehörten die beiden Israelis der Braslaw-Chassiden-Gruppierung an. So sind sie schon anhand ihrer Kleidung und den Bärten als orthodoxe Juden zu erkennen.

Fehler zu spät bemerkt

Bei ihrer Befragung durch israelische Sicherheitskräfte ergab sich, dass die beiden Israelis an einem Checkpoint nach dem Weg zum Grab des vor über 2.000 Jahren verstorbenen Matitjahu gefragt hätten. Er war Hoherpriester des Jerusalemer Tempels. Sie besaßen kein Smartphone mit elektronischem Wegweiser. Man habe ihnen erklärt, dass sie nach einer gewissen Strecke rechts abbiegen müssten. Doch sie irrten sich und fuhren bis ins Zentrum von Ramallah. Als sie ihren Fehler bemerkten, war es schon zu spät.

Weil es immer wieder zu Lynchmorden an Israelis gekommen ist, warnen große rote Schilder jegliche Israelis vor Besuchen in den Städten unter der Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Grundsätzlich kooperiert die palästinensische Polizei mit den israelischen Behörden und versucht, solche Fälle von Lynchmord zu verhindern – auch um einen erneuten Einmarsch israelischer Truppen in ihre Gebiete zu verhindern.

Ein Hamas-Sprecher in Gaza, Fausi Barhum, verurteilte das Verhalten der palästinensischen Polizei. Er rief junge Palästinenser dazu auf, Israelis zu ermorden.

Von: Ulrich W. Sahm

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Eine Antwort

  1. Die sogenannten Friedensbemühungen der Palästinenser (muslimisch-jordanische Araberstämme!) zeigen nach solchen Handlungen, was sie tatsächlich wert sind: Nämlich immer wieder nur Lügen und Täuschung! Die Juden und Israel tun gut daran an JAHWE-Gottes Wort und seiner Hilfe zu bleiben! Schalom Israel!

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