USA verstärken Bemühungen um Sicherung der Straße von Hormus

Im Kampf um die Kontrolle der Straße von Hormus legen die USA militärisch nach. Indes bestätigt Israel den Tod eines weiteren hochrangigen iranischen Regimevertreters.
Von Israelnetz

WASHINGTON / JERUSALEM (inn) – Die USA ziehen weitere Einheiten zur Sicherung der Straße von Hormus heran. Zum Einsatz kommen dort nun Erdkampfflugzeuge des Typs A-10 Thunderbolt II, wie der Chef des US-Militärs, Dan Caine, am Donnerstag mitteilte. Sie sind für den Kampf gegen Schnellangriffs-Boote des Iran gedacht. Zusätzlich sollen Kampfhubschrauber des Typs AH-64 Apache gegen Kamikaze-Drohnen vorgehen.

Die genannten Flieger waren wohl schon länger in der Region während der Operation „Epische Wut“ im Einsatz, jetzt aber explizit für die Straße von Hormus. Sobald die Gefahr für die Schifffahrt eingeschränkt ist, könnten die USA Eskortschiffe zur Absicherung der Seewege entsenden. Doch bis es so weit ist, kann es noch Wochen dauern, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Militärkreise.

Netanjahu: Israel und die USA schützen die Welt

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu (Likud) erklärte indes, dass der Iran keine Fähigkeiten mehr habe, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen. Der Iran sei „schwach wie nie“, sagte Netanjahu am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Israel und die USA kämpften indes nicht für ihre eigenen Ziele, sondern im Interesse vieler weiterer Länder. Das bestätigten ihm Staatenlenker in persönlichen Gesprächen. Der Iran erpresse schon jetzt die Welt durch sein Vorgehen an der Straße von Hormus. „Stellen Sie sich vor, was er tut, wenn er ballistische Raketen und nukleare Sprengkörper hätte. Ich wage zu behaupten, dass Israel und die USA die gesamte Welt schützen.“

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Erklärungsbedürftiger Vergleich

Für Aufmerksamkeit sorgte ein Vergleich, den Netanjahu zwischen Jesus und Dschingis Khan zog: „Unglücklicherweise zeigt die Geschichte, dass Jesus Christus keinen Vorteil gegenüber Dschingis Khan hat. Denn wenn man stark, ruchlos und mächtig genug ist, wird das Böse über das Gute siegen. Aggression wird Zurückhaltung besiegen.“

Am Freitag stellte Netanjahu klar, dass er damit nicht Jesus Christus schlechtmachen wollte. Er habe lediglich den amerikanischen Historiker Will Durant (1885–1981) zitiert, der sich selbst positiv zu Jesus geäußert habe. „Eine moralisch überlegene Zivilisation kann dennoch einem ruchlosen Feind zum Opfer fallen, wenn sie nicht die Macht hat, sich zu verteidigen“, erklärte Netanjahu den Vergleich. „Eine Beleidigung war nicht beabsichtigt.“

Iran droht mit Anschlägen

Indes geht der Beschuss aus dem Iran weiter. Am Freitag wurden zwei Wohnhäuser in Rechovot getroffen. Zwei ältere Personen wurden dabei leicht verwundet.

Der Iran drohte am Freitag zudem, israelische und amerikanische Regierungsvertreter und Kommandeure zu jagen, „auch wenn sie Urlaub machen oder Unterhaltungszentren besuchen“. Weltweit werde kein Ort sicher sein, erklärte Armeesprecher Abolfazl Schkarchi im Staatesfernsehen.

Das israelische Militär gab am Freitag bekannt, den Geheimdienstchef der Basidsch-Einheit getötet zu haben. Ismail Ahmadi sei bereits am Montag bei dem Schlag getötet worden, bei dem auch der Leiter des Sicherheitsrates, Ali Lardschani, und der Befehlshaber der Basidsch-Einheit, Gholamresa Soleimanil ums Leben kamen. (df)

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3 Kommentare

  1. Die Staatenlenker, die sich bei Netanjahu persönlich bedankt haben, dass der Welthandel massiv ins Schlingern gekommen ist, die Energiepreise explodieren und fossile Ressourcen per Luftangriff abgefackelt werden (aber CO2 ist ja gut für das Pflanzenwachstum und den Klimawandel gibt es nicht), dass alle Staaten, in denen Exiliraner leben, jetzt von Terroranschlägen bedroht sind, denn niemand weiß 1. wie viele Schläfer die Mullahs haben und 2. wie viele sich angesichts der zivilen iranischen Toten radikalisieren –
    die hätte er doch beim Namen nennen können?

    Und vor allem könnte er, anstatt sich selbst zu beweihräuchern, mal (s)eine Strategie erläutern, wie und wann und ob überhaupt dieser Krieg beendet werden soll.

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    1. Nur wenn es im Iran zu einem kompletten Umsturz kommt, könnte dieser Krieg für Trump und Netanjahu mit ein Erfolg enden.
      Dazu werden aber wohl Bodentruppen gebraucht werden und das wird dann so richtig teuer. Mal sehen, ob Trump noch höher pokern will.

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