UN-Mitarbeiter hetzen weiter in sozialen Netzwerken

Lehrer, die für die Vereinten Nationen arbeiten, rufen in sozialen Netzwerken zu Antisemitismus auf und bewundern Adolf Hitler. Trotz Kritik hat sich an diesem Status nichts geändert, sagt die Organisation „UN Watch“. Die UN plant für die Mitarbeiter eine Online-Schulung.
Die Organisation „UN Watch“ zeigt in ihrem Bericht detailliert, auf welche Weise UNRWA-Lehrkräfte auf Seiten wie Facebook hetzen

Foto: Gemeinfrei

Die Organisation „UN Watch“ zeigt in ihrem Bericht detailliert, auf welche Weise UNRWA-Lehrkräfte auf Seiten wie Facebook hetzen

Palästinensische Lehrkräfte eines Hilfswerks der Vereinten Nationen benutzen trotz Kritik weiterhin soziale Netzwerke, um Terroraktivitäten zu unterstützen und Antisemitismus zu verbreiten. Das zeigt der Bericht der UN-kritischen Organisation „UN Watch“.

Das Dokument präsentiert Facebook-Seiten von 40 Mitarbeitern des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), die im Gazastreifen, dem Libanon, Jordanien und Syrien als Lehrkräfte arbeiten. „Beiträge der Mitarbeiter rufen zum dschihadistischen Terror und zu Antisemitismus auf“, heißt es im Bericht. Dazu gehören laut „UN Watch“ auch geteilte Videos, die den Holocaust leugnen und Bilder, die Hitler rühmen.

„UN Watch“ identifizierte unter anderen einen verdächtigten UNRWA-Mitarbeiter, der im Libanon als Biologielehrer arbeiten soll. Im Juni 2014 habe er ein Bild von Adolf Hitler auf Facebook gepostet und ihn als „von uns geliebte“ Persönlichkeit bezeichnet. Als ein Schüler nachfragte, warum der Lehrer ihn als „geliebt“ deklarierte, antwortete der, dass das eben seiner eigenen Meinung entspreche.

UNRWA reagiert

Ein Pressesprecher der UNRWA, Chris Gunness, äußerte sich gegenüber der israelischen Online-Zeitung „Times of Israel“ zu den Vorwürfen: „Wir wissen von den Anschuldigungen und untersuchen sie als Teil unseres fortwährenden Prozesses, die Neutralität unserer Behörde zu bewahren.“ Die mutmaßlichen Äußerungen einer Minderheit in den sozialen Netzwerken würden aber nicht der allgemeinen Haltung der UNRWA entsprechen.

Die Organisation „UN Watch“ präsentierte ihre Ergebnisse am Sonntag einem Unterkomitee des US-Kongresses, der sich mit den UN, Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten auseinandersetzt. „UN Watch“ verschickte den Bericht auch an UN-Generalsekretär António Guterres, den amerikanischen Außenminister Rex Tillerson und US-Botschafterin bei den UN Nikki Haley. Die Organisation fordert die Entlassung der angesprochenen UNRWA-Mitarbeiter und eine Verurteilung der Hetze durch die Vereinten Nationen.

Schulung für soziale Netzwerke geplant

Die erste Kritik an Kommentaren von UNRWA-Mitarbeitern in sozialen Netzwerken formulierte „UN Watch“ im Oktober 2015. Darauf reagierte die UNRWA laut Eigenaussage auch mit Suspendierung und Lohnausfall. Die bestraften Mitarbeiter wurden aber nicht namentlich genannt. „Die UNRWA veröffentlicht keine Details, weil es die Möglichkeit untergräbt, effektiv dagegen vorzugehen und es die Privatsphäre der Betroffenen verletzten würde“, sagte Gunness. Der Pressesprecher kündigte aber an, dass die UNRWA in den kommenden Monaten ihren 30.000 Mitarbeitern eine Schulung für soziale Netzwerke anbieten will.

Von: mm

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