Soldaten zu mehrtägigen Haftstrafen verurteilt

Von Israelnetz

Der Kommandeur des Rotem-Bataillons der Givati-Brigade hat am Sonntag 16 Soldaten zu mehrtägigen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten sich am Dienstag geweigert, mit einer Sanitäterin ein gepanzertes Fahrzeug zu betreten. Die damit geplante Mission im Gazastreifen wurde daraufhin abgesagt. Das Bataillon ist keine ultra-orthodoxe Einheit; die Soldaten müssen an der Seite von Frauen dienen. Fünf Soldaten erhielten zehn Tage Militärhaft und elf weitere fünf Tage. Israels Finanzminister Bezalel Smotritsch bekundete Unterstützung für die Verweigerer. Dies stieß bei Oppositionspolitikern auf Kritik. (eh)

Schreiben Sie einen Kommentar

16 Kommentare

  1. Soldaten weigern sich mit einer Sanitäterin ein einem gepanzerten Fahrzeug zu fahren und werden verurteilt. Die israelische Justiz kennt kein Pardon.

  2. Gehts noch? Befehlsverweigerung in der Armee aufgrund welchen Gesetzes oder Menschenrechts???
    Nach der Haft gibts m.E. eigentlich nur unehrenhafte Entlassung.

    1. Was sagt man dazu in der einzigen Demokratie im Nahen Osten? Waren es Orthodoxe? Wenn die mich als Ärztin so blöd angemacht hätten mit Verweigerung, hätte ich ihnen in den Allerwertesten getreten……lach! Sachen gibt’s!!!!!!

  3. Echt jetzt, es gibt ja nicht genug Probleme in Israel , also frisch ein zusätzliches geschaffen ! Liebe Haredim und ähnliche, bitte, ihr müsst nicht beweisen, dass ihr genauso bescheuert sein könnt, wie Eure geographischen Nachbarn. Ihr seid übrigens alle von einer Frau geboren worden, die Geschichte mit der Hüfte von Zeus ist ein heidnische Mythos, medizinisch nicht haltbar. (Dieser Kommentar kann Spuren von Sarkasmus und Ermüdung enthalten).

  4. Machen die dann auch Sex mit verschlossenen Augen ? Wo leiten die das her, sagt das Gesetz des Mose was dazu? Smotrich brachte ja mal ins Gespräch in Bussen extra Frauenabteile einzurichten. sehr sonderbar.

    1. Hans Schmidt @ „Machen die dann auch Sex mit verschlossenen Augen ? “ Ihre Frage hat mich an ein Erlebnis erinnert : vor etlichen Jahren kamen mein Mann und ich mit einer jüdischen Gruppe (ich war die einzige Goy) zu einem Sar-el-Einsatz. Auf dem Flughafen von Tel Aviv kam uns eine Gruppe Haredim entgegen, die alle die Augen zukniffen, weil eine unserer Mitreisenden ein T-Shirt mit Ausschnitt trug. Die junge Frau war übrigens die Nichte des damaligen (wunderbaren) Grossrabiners von Paris …Die brüsikierten Herren mit den schwarzen Hüten checkten dann ein für einen Flug nach…Frankfurt/Main.

    2. „Wo leiten die das her, sagt das Gesetz des Mose was dazu?“

      Der gesetzliche bzw. religiöse Hintergrund würde mich auch interessieren. Ich bin nicht bibel-tanach-fest, aber lt. „Jüdische Allgemeine“ dürfen selbst nach streng orthodoxen Regeln Männer und Frauen u.a. nur nicht zu eng beieinandersitzen. Das hätte sich doch regeln lassen müssen. Und die KI sagt: „Das jüdische Religionsgesetz (die Halacha) erlaubt die medizinische Untersuchung und Behandlung über Geschlechtergrenzen hinweg“.

      Vielleicht kann eine/r der anderen Kommentatoren erläutern, was eine mögliche Begründung sein könnte.

  5. Würde mich ja schon interessieren, warum die Soldaten (offenbar ja nicht eine ultra-orthodoxe Einheit) nicht mit der Sanitäterin in dem Fahrzeug mitfahren wollten. Ich dachte, die IDF wüsste, dass es zurzeit auf jeden Mann und jede Frau ankommt, das Land Israel zu verteidigen. Nur gemeinsam ist man stark.

    1. Frage ich mich auch, Ella wovor haben die eigentlich Angst ?
      Das Judentum, so wie ich es kenne, ist im allgemeinen recht tolerant, toleranter jedenfalls als Christentum und Islam, trotzdem kommt es immer wieder zu Rückfällen in archaische Denk-
      und Verhaltensweisen.
      Israel ist eine moderne, aufgeschlossene und fortschrittliche Nation, und das sollte so auch bleiben, alles andere wäre Stagnation und Rückschritt.
      SHALOM

  6. Befehle verweigern, noch dazu in einer konkreten Kampfsituation, geht gar nicht und gehört hart bestraft. Hier kommt noch dazu, dass es ein entwürdigendes Verhalten war, was neben der militärischen eine zivilrechtliche Straftat ist. Da kann ein Minister noch so sehr anderer Meinung sein. Die Tat gehört bestraft.

  7. „Israels Finanzminister Bezalel Smotritsch bekundete Unterstützung für die Verweigerer.“

    Gibt es eine Erklärung für diese Unterstützung? Eine notwendige militärische Operation absagen zu müssen, weil männliche Soldaten nicht mit weiblichen Soldaten zusammenarbeiten bzw. im Bedarfsfall von einer weiblichen Sanitäterin behandelt werden wollen, erscheint mir unverständlich. (Welche Gruppe mir dabei als Erstes in den Sinn kam, habe ich wieder herausgelöscht, das wäre doch gar zu unfreundlich und vermutlich auch nicht ganz zutreffend.) Die Sanitäterin sollte ja dabei sein, um ihnen in einem Notfall medizinisch helfen zu können. Außerdem ist es äußerst unschön, eine Kameradin auf diese Weise zu demütigen, für mich eine Form von Mobbing.

  8. @Emma
    Mobbing, nein, die Soldaten haben Angst vor starken Frauen. Wir empfehlen ein Gespräch mit einem Psychologen oder einer Psychologin oder mit unserem Bischof, bester Militärbischof von allen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Israelnetz-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen