Sicherheitskräfte schnappen Rabbiner-Mörder

Es war eine großangelegte Aktion im Westjordanland: Sicherheitskräfte haben die mutmaßlichen Mörder des Rabbiners Schevach aufgespürt. Beim Schusswechsel stirbt einer der Terroristen. Ein Polizist liegt schwerverwundet im Krankenhaus.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben israelische Sicherheitskräfte eine Razzia in Dschenin durchgeführt

Foto: IDF Spokesperson

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag haben israelische Sicherheitskräfte eine Razzia in Dschenin durchgeführt

DSCHENIN (inn) – Die vereinten Kräfte des israelischen Militärs und der Grenzpolizei vermelden einen Schlag gegen die Terroristen, die in der vergangenen Woche den Rabbiner Rasiel Schevach ermordet hatten. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es dabei zu einer Schießerei in Dschenin, bei der einer der Terroristen getötet und ein Soldat schwer verwundet wurde.

Die Polizei verhaftete laut des Nachrichtenportals „Arutz Scheva“ einen der Terroristen an einer Tankstelle. Ein zweiter Terrorist wurde demnach in der Nähe gefunden. Es kam zu einem Schusswechsel, bei dem der Terrorist tödlich verwundet wurde. Ein weiterer Terrorist versteckte sich in einem Haus, das die Sicherheitskräfte erst einkreisten und dann zu zerstören begannen. Letztlich wurde auch dieser Terrorist festgenommen. Während der zwölfstündigen Suchaktion warfen arabische Randalierer Steine und ganze Steinblöcke auf die Einsatzkräfte.

Medizinischer Zustand des Polizisten soll stabil sein

Zwei Grenzpolizisten wurden bei der Schießerei verletzt. Einer wurde mit leichten, der andere mit deutlich schwereren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand sei inzwischen aber stabil, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Laut des palästinensischen Gesundheitsministeriums war der getötete Terrorist Ahmed Dscharrar. Das sei der Sohn des Vize-Kommandanten der Hamas im Westjordanland, Nasser Dscharrar. Der Vater saß zwischen Ende der 1980er-Jahre und 1996 im israelischen Gefängnis. Zu seinen Aufgaben gehörte das Anwerben von Terroristen und das Organisieren der Selbstmordmissionen in der zweiten sogenannten Intifada. 2002 wurde er vom Militär bei einer Razzia in seinem Haus erschossen. Am Donnerstag veröffentlichte aber die Familie Dscharrar eine Verlautbarung, dass der Sohn während der Razzia geflohen und wohl auf sei.

Verteidigungsminister: „Keine Möglichkeit sich zu verstecken“

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu lobte das Militär und die Grenzpolizei für die Operation: „Wir kriegen jeden, der versucht, die israelischen Bürger zu verletzen. Der Staat wird sie in die Hände der Gerechtigkeit übergeben.“ Der Premier sendete auch Genesungswünsche an die verletzten Einsatzkräfte.

„Die Sicherheitskräfte haben eine komplizierte und erfolgreiche Operation in der vergangenen Nacht durchgeführt, um die Mörder von Rabbi Schevach zu fangen“, sagte der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman. Er gratulierte den Polizisten für ihre Tapferkeit: „Die Terroristen haben hier keine Möglichkeit, sich zu verstecken. Wir kriegen sie überall.“

Am 9. Januar war der Rabbiner Rasiel Schevach von Terroristen bei einem Autoangriff im Westjordanland erschossen worden. Seit dem Überfall hatte das israelische Militär mit dem Inlandsgeheimdienst eine Fahndung auf die Terrorzelle ausgerufen, bei der die Stadt Nablus und umherliegende Dörfer abgeriegelt wurden.

Von: mm

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