Seit Al-Assads Sturz: 132.000 Syrer in den Libanon geflohen

Von epd

Seit dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad Ende 2024 sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR rund 132.000 Syrer in den Libanon geflohen. Unter ihnen seien Alawiten, Schiiten, Drusen und Christen, sagte die UNHCR-Vertreterin im Libanon, Karolina Lindholm Billing, dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Mittwoch). Als Hauptgrund nannten die Betroffenen die Sicherheitslage. Zugleich kehren weiterhin zahlreiche Flüchtlinge aus dem Libanon nach Syrien zurück. Nach UNHCR-Daten wurden inzwischen mehr als 681.000 Rückkehrer vermerkt. Allerdings stagnierten die Rückkehrabsichten zuletzt.

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5 Kommentare

  1. Es ist schlimm, dass sich die Lage in Syrien nach dem Sturz von Assad nicht wesentlich zu verbessern scheint.

    1. @Ute Engels
      Das dürfte auch der Grund sein, warum sich die Aussage von Merz, innerhalb von 3 Jahren 80% von Merkels Lieblingsgästen nach Syrien zurückzuführen, nicht umsetzbar ist. Von hier möchte niemand freiwillig weg, im Gegenteil. Die syrischen Christen und Drusen haben derweil nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, in Syrien bleiben oder zu den Terroristen in den Libanon.

  2. @ Ute + Ella
    Die Lage hat sich aber so verbessert, dass die freiwillige Rückkehr nach Syrien aus D deutlich zunimmt. Ein befreundeter Unternehmer (Doppelpass Syrer/Deutscher) organisiert diese Rückkehr über sein deutsch-syrisch-türkisches Unternehmens-Netzwerk. Diese Rückkehrer sind eigentlich ein Verlust für Deutschland, nämlich i.d.R. situierte, integrierte steuerzahlende Familien, die seit vielen Jahren in D leben und z.T. auch schon die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Aus den verschiedensten Gründen wollen Sie in ihre Heimat Syrien zurück, wollen da auch bleiben und nehmen ihren gesamten Hausstand nach Syrien mit. Die benannten „Merkels Lieblingsgäste“ (Straffällige, Bürgergeldler usw.) wollen natürlich nicht zurück und sind in Syrien auch nicht sehr willkommen.

    1. @manfred westphal
      Danke Manfred für die Info, da war ich mit meiner Äusserung zu vorschnell, dennoch beläuft sich die Zahl der freiwilligen Rückkehrer auf nur ein paar Tausend., während ca. 900.000 Syrer hier sind. Und so richtig freiwillig sind die Rückzüge nach Syrien oft nicht, weil Familiennachzug nahezu unmöglich gemacht wird.
      Die hier gut Integrierten tun mir leid, wenn sie zurück sollen. Sie haben sich hier eine Perspektive aufgebaut, arbeiten als Fachkräfte und haben Freundschaften geschlossen. Im Gegensatz dazu Merkels Lieblinge, die hier straffällig werden und sich an keine Regeln halten.
      Im Übrigen macht die UNHCR eine gute Arbeit, viel besser als UNRWA.

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