ARIEL (inn) – Eine Gruppe von zehn bekannten Rabbis aus Samaria hat sich in einer Stellungnahme gegen Gewalt ausgesprochen. Sie sprachen sich für die Stärkung der Siedlungen aus. Deren Ausbau dürfe jedoch nur in Abstimmung mit den Behörden erfolgen. Bei Provokationen gelte es, sich an die Armee und die Siedlungsräte zu wenden. „Gewalt jeglicher Art ist verboten.“
Die Stellungnahme erschien bereits am 8. Februar, wurde aber am Dienstag bekannt. Darin betonen die Rabbis unter Leitung von Eljakim Levanon, dass es den Versuch gebe, Fälle von Gewalt als Waffe gegen die Siedlungsbewegung insgesamt zu richten. „Diese Kampagne schadet unserem Ruf in Israel, in den USA und in der ganzen Welt.“
Die Rabbis sagen nicht, wen sie meinen. Einer der Unterzeichner, David Dudkevitsch, erklärte gegenüber der Zeitung „Yediot Aharonot“ jedoch, es gebe Angriffe auf jüdische Hirten durch „Araber und gewalttätige Anarchisten“. Er rief die Behörden und Sicherheitskräfte auf, mit nötiger Stärke dagegen vorzugehen.
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Dagan: Land besiedeln ist Aufgabe dieser Generation
Der Vorsitzende des Siedlungsrates von Samaria, Josi Dagan, begrüßte die Stellungnahme der Rabbis. Das Land zu besiedeln sei die Aufgabe dieser Generation. Dies müsse entschlossen, professionell, organisiert und auf ethische Weise erfolgen. „Wir gewinnen und werden in Zukunft noch mehr gewinnen für die Zukunft des Volkes Israel und des Staates Israel.“
Gewalt, die von Siedlern ausgeht, ist in den vergangenen Jahren ein wachsendes Problem geworden. Erst zu Beginn des Jahres räumte die Armee ein, es nicht geschafft zu haben, die Gewalt einzudämmen. Im Jahr 2025 gab es demnach 867 Siedlerangriffe, im Jahr 2020 lag der Wert noch bei 353.
Ein Vorfall in der Nacht zum Dienstag ließ zunächst einen erneuten Fall von Siedlergewalt vermuten: In As-Samu bei Hebron verbrannten 13 Schafe bei einem Feuer in einem Stall. Erste palästinensische Berichte legten Brandstiftung durch Siedler nah. Die Polizei teilte nach einer Untersuchung jedoch mit, dass ein Kurzschluss den Brand verursachte. (df)
Eine Antwort
Dies muss ich nicht großartig kommentieren, die rabbinische Stellungnahme liegt ganz auf meiner Linie.
Wenn schon besiedeln,dann friedlich und regelkonform, alles andere ist NOGO.
SHALOM