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Proteste gegen Freisprechung eines Polizisten

Von Israelnetz

Linksgerichtete Demonstranten haben am Donnerstagabend in der Altstadt von Jerusalem gegen die Freisprechung eines Grenzpolizisten protestiert. Im Jahr 2020 hatte dieser einen autistischen Palästinenser erschossen. Der Polizist dachte fälschlicherweise, dass er eine Waffe bei sich trug. Es stellte sich heraus, dass der 32-jährige Ijad Halak ein Handy in der Hand hielt. Die Demonstranten sprachen beim „Protest der Empörung“ von „Mord“. Sie könnten das Geschehene und den Freispruch nicht hinnehmen. Nach einer Straßenblockade löste die Polizei die Demonstration auf. (joh)

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17 Antworten

  1. Den Tod des Palästinensers bedaure ich. Trotzdem verstehe ich die Demonstranten nicht, denn auch Polizisten und Sicherheitskräfte sind „nur“ Menschen. Auch sie können sich mal irren. Daher denke ich, das Gericht hat ein gutes Urteil gefällt.

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  2. Und Shilo Yosef Amir ? er hat nicht zuerst geschossen, dafür ist er jetzt schon unter der Erde .

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    1. Meinen Sie mich, Hans?

      Mir tun alle unschuldig Getöteten leid, ob Israelis oder Palästinenser. Allerdings, wenn wir zum Thema Terrorismus kommen: Terroristen tun mir nicht so sehr leid. Die PA hält diese Misere (den israelisch-„palästinensischen“ Konflikt) künstlich am Leben mit Ihrer Bildungspolitik und Ihren „Märtyrerrenten“. Letztere zahlt sie sogar an die hinterbliebenen Familien von Terroristen!!

      Ich wünsche allen Schabbat schalom oder ein schönes Wochenende.

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    2. Der Tod des gerade erst 22jährigen Feldwebels Amir durch (wahrscheinlich) palästinensische Terroristen ist zu bedauern.

      Nur was hat er bitte mit dem grob-fahrlässigen Niederschiessen eines autistischen Palis durch einen israelischen Polizisten zu tun ?

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  3. Mord setzt Planung / Heimtücke / Tötungsabsicht voraus. Tötung aus Versehen wird deshalb seit jeher deutlich von Mord in der rechtlichen Bewertung unterschieden. Das scheint den Protestierenden aber egal zu sein. Hauptsache man legitimiert Israels Recht auf Selbstschutz.

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    1. So ist es.

      Wie oben in der Kurzmeldung steht, waren es linksgerichtete Demonstranten. Und die haben, wie alle Extremisten, ein verschobenes Weltbild. Die linken Demonstranten in Tel Aviv scheinen Mord und Tötung gleichgesetzt zu haben.

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    2. Little Brother, im letzten Satz sollte es wohl „de-legitimiert“ heissen!?

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    3. Es ist aber ja doch noch ein Unterschied zwischen Freipruch und und einem Urteil wegen fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge. Oder irre ich mich, kleiner Bruder?
      Die Bezeichnung als Mörder halte ich auch für überzogen, doch ein Freispruch bei einem ausgebildeten Polizisten öffnet dem *irrtümlichen* Töten Tür und Tor. Der nächste Palästinenser wird vielleicht erschossen, weil jemand einen Kugelschreiber für ein Messer hält?

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  4. Natürlich machen Menschen Fehler und irren sich.
    Wenn ein Mensch, dem vom Staat eine totbringende Waffe anvertraut wird, sich irrt und dadurch einen Menschen tötet, muss das Konsequenzen haben. Wie viele solcher Irrtümer will man ihm denn zugestehen?
    Eine Verurteilung mit einer Strafe „auf Bewährung“ halte ich auch nicht für sinnvoll. Wer soll denn das nächste Opfer sein, bevor es richtige Konsequenzen gibt?
    Er sollte keine Schusswaffe mehr führen dürfen und Dienst an anderer Stelle tun.

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  5. Was nicht erwiesen ist, taugt nicht für ein Straf-Urteil. Das gilt auch für den Mord-Vorwurf. Da kann ein Richter nur freisprechen, wenn er nicht das Recht beugen will.

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    1. @ Kleiner Bruder:

      Das, was Sie obig schreiben, das ist schlicht Unsinn. Denn zwischen Mord (vorsätzliche Tötung aus niedrigen Beweggründen) und Freispruch liegt einiges.

      Zum Beispiel fahrlässige Tötung. Die würde ich im vorliegenden Fall andenken. Wobei die Irrtumsproblematik (verschuldet, unverschuldet) wohl eine Rolle spielt.

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  6. Es ist doch eindeutig eine Stressreaktion aufgrund einer permanenten Bedrohungslage.

    Das muß berücksichtigt werden. Die Verantwortung dafür tragen diejenigen, die mit mörderischen Aktionen die Menschen in Israel bedrohen. Wer das nicht sieht, nicht sehen will, kann sich gleich zu den linken Demonstranten gesellen, deren Weltbild, wie Fr. Neubert es formuliert, verschoben ist. Damit ist ein klares Denken und eine klare Beurteilung nicht möglich.

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    1. Ganz richtig, es ist eine Stressreaktion. Anders kann ich mir das auch nicht erklären. Die IDF haben einen Ethik-Code, den neue Rekruten gleich als erstes studieren sollen. Ich denke, das wird bei der Polizei u. Ä. nicht anders sein.

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    2. Topas, das ist kompletter Unsinn. Mit dieser *Rechtfertigung* der permanenten Bedrohungslage könnte man jeden Palästinenser erschießen, der sich in Sichtweite in die Tasche greift.

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      1. Upps, aus Versehen auf den Daumen statt auf Antworten gedrückt. Bitte gedanklich streichen.
        Ich würd sagen, dann haben Sie einfach keine Ahnung von Psychologie. Wenn eine Waffe gesichtet wird, dann erfolgt eine Reaktion in Sekundenbruchteilen, entweder mit Flucht oder Angriff. Unter dem Eindruck einer sowieso potentiell gefährlichen Lage wird häufig der Selbstverteidigungsreflex ausgelöst, denn es geht um das eigene Leben. Ich vermute mal, Sie waren noch nie einer solchen Lage, dann würden Sie anders urteilen. Ihre Verharmlosung einer Verallgemeinerung mit ‚in die Tasche greifen‘ trifft den Kern der Angelegenheit nicht, denn es wurde ja eine ‚Waffe‘ identifiziert, die sich erst hinterher als Handy rausstellte. Wie schon geschrieben (und Sie können sich ja kundig machen wie Menschen unter dem Stress einer Lebensgefahr reagieren), kann tatsächlich die Wahrnehmung unter Lebensgefahr Fehlinformationen liefern. Das Ganze läuft nicht bewußt ab, sondern reflexartig.
        Es gäbe noch einiges zu diesem Thema zu sagen und wer eine unvoreingenommene Betrachtung heranzieht, wird die Brisanz, die sich aus einer Permanentbedrohung ergibt, mit in Rechnung stellen.
        Alles andere ist blinde Verurteilung ohne zu beachten, dass diese Bedrohungslage ja bewußt und absichtlich von den Palästinensern herbeigeführt wird. Die moralische Bewertung einer solchen Taktik, eine Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen, dürfte einem Menschen, der seinen moralischen Kompass noch nicht verloren hat, klar sein. In diesem Sinne hoffe ich also auf eine differenzierter Betrachtungsweise und nicht einfach auf eine stumpfe schwarz-weiß Verurteilung, die auf Schuldzuweisung aus ist.

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