Vor allem für die Solarkraft sieht das Energieministerium noch viel Potential

Vor allem für die Solarkraft sieht das Energieministerium noch viel Potential

Israel stellt Plan für CO2-Reduzierung vor

Treibhausgas-Emissionen sollen sinken, die Energieeffizienz steigen. Der israelische Energieminister Steinitz will sein Land „klimafreundlicher“ machen. Er verspricht zudem, dies werde israelischen Firmen neue Weltmärkte eröffnen.

JERUSALEM (inn) – Das israelische Energieministerium hat am Montag einen Plan zur Reduzierung des landesweiten Kohlendioxid-Ausstoßes vorgelegt. Es will die Emissionen innerhalb von zehn Jahren um 7,5 Prozent verringern.

Zu diesem Zweck soll sich unter anderem die Energieeffizienz verbessern: Bis 2030 um 18 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Als Zwischenziel für 2025 gab das Ministerium eine Effizienzsteigerung um 11 Prozent aus.

Die Maßgabe setze „den Energieverbrauch mit der Zahl an Produkten und Dienstleistungen im Land“ zueinander ins Verhältnis. Dies sei sinnvoll, da die israelische Bevölkerung im Vergleich zu anderen entwickelten Ländern sehr stark wachse, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Durch diese Kriterien ließen sich leichter Vergleiche zu anderen Staaten herstellen.

Energieminister Juval Steinitz (Likud) erklärte: „Die globale Klimakrise verlangt, dass wir unsere Lebensgewohnheiten deutlich ändern. Insbesondere die Art, wie wir Energie erzeugen und verbrauchen. Durch bahnbrechende Pläne reduzieren wir nicht nur die Energienachfrage, sondern machen Israel auch zu einem Zentrum für die Entwicklung neuer Technologien und Methoden. Das ermöglicht es israelischen Firmen, überall auf der Welt in neue Märkte vorzustoßen.“

Zusätzlicher Plan

Israels Energieversorgung soll sich ab 2030 zu 30 Prozent aus erneuerbaren Quellen speisen. Dies hatte die Regierung bereits Ende Oktober beschlossen. Laut Steinitz könne dies Israel zu einem Spitzenreiter in Sachen Solarstromproduktion machen. Beim Pariser Klimaabkommen von 2016 haben sich 194 weitere Länder zu dem Ziel verpflichtet, bis 2030 ihren Energiebedarf zu mindestens 32 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Von: tk