Aus den Tiefen des Meeres: Eine Ölplattform fördert Erdgas vor der israelischen Küste

Aus den Tiefen des Meeres: Eine Ölplattform fördert Erdgas vor der israelischen Küste

Israel exportiert erstmals Erdgas

Aufgrund politischer Spannungen hängt Israel den ersten Gasexport seiner Geschichte nicht an die große Glocke. Das Gasgeschäft mit Jordanien läuft indirekt über die USA.

HERZLIJA (inn) – Israel hat im Januar damit begonnen, Erdgas an Jordanien zu liefern. Das teilte das Energieunternehmen „Delek“ am Donnerstag mit. Es handelt sich um den ersten israelischen Gasexport überhaupt, erklärte eine Unternehmenssprecherin in Herzlija.

Die beiden Seiten haben vereinbart, sich über die Lieferung aufgrund der politischen Gemengelage in Jordanien bedeckt zu halten. Die Opposition im jordanischen Parlament in Form der Partei „Islamische Aktionsfront“ (Muslimbrüder) betrachtet Israel als Feind und ist gegen eine Zusammenarbeit mit dem jüdischen Staat.

Aufgrund dieses Umstandes erfolgt der Kauf des Erdgases nicht direkt über die Israelis, sondern indirekt über das amerikanische Unternehmen „NBL Eastern Mediterranean Marketing“. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“. Die Lieferungen aus dem „Tamar“-Gasfeld vor der israelischen Küste erhalten die beiden halbstaatlichen Unternehmen „Arab Potash“ und „Jordan Bromine“. Die beiden betreiben Fabriken an der Ostküste des Toten Meeres.

Weitere Lieferungen aus Israel

Diese Zusammenarbeit geht auf einen im Jahr 2014 geschlossenen Vertrag zurück. Demnach liefert Israel über 15 Jahre hinweg Erdgas an das Nachbarland. Das Abkommen über umgerechnet 364 Millionen Euro kam durch Vermittlung des US-Außenministeriums zustande.

Im Jahr 2016 haben Israel und Jordanien einen weiteren Vertrag über Gaslieferungen aus dem Erdgasfeld „Leviathan“ über umgerechnet 8,9 Milliarden Euro vereinbart. Die Lieferungen sollen gegen Ende des Jahres 2019 beginnen.

Von: df

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