Die Hotelführung will das israelische Ehepaar nach der antisemitischen Beschimpfung entschädigen

Die Hotelführung will das israelische Ehepaar nach der antisemitischen Beschimpfung entschädigen

Hotelmitarbeiter beschimpft israelische Gäste

Eine versehentliche Negativbewertung für ein italienisches Hotel durch ein israelisches Ehepaar führt zu einer hasserfüllten Mail. Und diese ist auch noch antisemitisch.

CERTOSA DI PAVIA (inn) – Ein jüdisches Ehepaar hat ein italienisches Hotel über eine Internetplattform negativ bewertet. Daraufhin erhielten die Israelis eine hasserfüllte, antisemitische Reaktion von einem Angestellten. Dabei handelte es sich um ein Versehen, wie die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ am Freitag berichtet.

Bella und Boris Nudelman verbrachten mit zwei anderen Ehepaaren eine Nacht im „Hotel Ristorante Italia“ in Certosa di Pavia, südlich von Mailand. Nach eigenen Angaben waren sie in jeder Hinsicht begeistert und genossen ihren Aufenthalt. Als sie wieder unterwegs waren, bat die Seite „Booking.com“ um eine Bewertung. Versehentlich habe sie 5 statt 10 Sterne vergeben, weil sie gerade fuhren, erzählte Bella Nudelman der Zeitung.

Kurz darauf schickte ihnen der Angestellte eine englische Mail, die sie schockierte: „Ihr Juden seid nie zufrieden! Beschwert euch nicht, wenn Nazis und Faschisten nach Europa zurückkehren. Es gibt einen Grund dafür … euch!“

Als sie nach Israel zurückgekehrt waren, schrieben die Juden an „Booking.com“ und fügten die Mail an. Sie baten darum, das italienische Hotel von der Angebotsliste zu streichen. Angesichts der scharfen Formulierung willigten die Betreiber ein: „Wir dulden eine solche Diskriminierung nicht.“

Hotelangestellter entlassen

Das Hotel wiederum bat um Entschuldigung für das „schändliche Verhalten“ des Mitarbeiters. Dieser sei entlassen worden. „Nichts rechtfertigt seine Mail, unabhängig davon, welche Bewertung durch den Kunden auf der Buchungswebseite gegeben wurde“, hieß es. „Wir werden die israelischen Kunden bald kontaktieren und sie um Verzeihung bitten und über eine Möglichkeit nachdenken, sie zu entschädigen.“

Von: eh

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