Die griechisch-orthodoxe Kathedrale St. Georg in Beirut. Um nach Beirut zu kommen, nehmen israelische Christen einige Umstände in Kauf.

Die griechisch-orthodoxe Kathedrale St. Georg in Beirut. Um nach Beirut zu kommen, nehmen israelische Christen einige Umstände in Kauf.

Israelische Christen reisen heimlich in den Libanon

Hunderte christliche Israelis sind im zurückliegenden Jahr in den Libanon gereist. Solche Pilgerreisen sind nicht ganz unkompliziert.

BEIRUT (inn) – Um dort die heiligen Stätten zu besuchen, sind im zurückliegenden Jahr offenbar hunderte israelische Christen in den Libanon gereist. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Ha'aretz“. Dabei nahmen sie laut Zeitungsbericht in Kauf, dass es sich beim Libanon um ein als feindlich eingestuftes Land handele. Die Israelis benutzten palästinensische Pässe und reisten über Jordanien in den Zedernstaat.

Bei den Pilgerfahrten handelt es sich um organisierte Gruppenreisen für Personen aller Altersgruppen. Organsiert von christlichen Geistlichen aus Galiläa sollen dabei die christlichen Stätten des Libanon erkundet werden. Die Reisen seien gut geplant, berichtet die Zeitung. Die Teilnehmer würden sich über ihre Kirche registrieren, welche die Namen an das palästinensische Innenministerium weitergebe, um die Pässe auszustellen. Am Jordan reisten die Israelis nach Jordanien, beim Grenzübertritt würden ihre israelischen Pässe gestempelt. Die Gruppe bleibe dann für zwei Tage in Amman, wo die jordanischen Behörden die palästinensischen Pässe abstempelten. Mit denen fliegen die Reisenden dann nach Beirut und zeigen sie bei der Einreise vor. Die Gruppengröße betrage bis zu 50 Personen.

Die Zeitung „Ha'aretz“ zitiert einen palästinensischen Beamten, der erklärt, die Pässe für die Pilger seien eine Art temporäres Reisedokument, das für einen speziellen Besuch gelte.

Von: mb

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