Der palästinensische Journalist spricht in der Dokumentation des israelischen Senders TPS

Der palästinensische Journalist spricht in der Dokumentation des israelischen Senders TPS

Palästinensischer Journalist über Hamas-Taktik mit Kindern

In einer Dokumentation des israelischen Senders TPS spricht ein palästinensischer Journalist über die Taktik der Hamas, Kinder bei den Protesten am Gaza-Zaun einzusetzen. Zu seinem Schutz ist er anonymisiert.

GAZA / JERUSALEM (inn) – In einer achtminütigen Dokumentation des israelischen Senders TPS, die am 24. Juli veröffentlicht wurde, spricht ein zu seinem Schutz unkenntlich gemachter palästinensischer Journalist. Er beschreibt mit veränderter Stimme die Taktik der Hamas, bewusst Kinder mit Bussen an die Gaza-Grenze zu Protesten zu fahren. Die Dokumentation gibt auch einen Einblick in die Perspektive der israelischen Soldaten, die jede Woche damit umzugehen haben.

„Sie bringen Kinder auf Spielplätze, lassen sie spielen und ermutigen sie dann, so nahe wie möglich an den Zaun zu kommen“, sagt der palästinensische Journalist. Er selbst habe Hamas-Verantwortliche dabei beobachtet, wie sie sich beim sogenannten „Marsch der Rückkehr“, den freitäglichen Protesten am Gaza-Zaun, mit Stühlen aus sicherer Entfernung hinsetzen, essen und sich das Ganze anschauen.

Journalist: Hamas will öffentliche Meinung beeinflussen

Das Ziel der Hamas sei es laut des Journalisten, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, dass die Kinder am Zaun sicher seien. Dann beute die Hamas es aus, wenn Kinder erschossen würden. Der Journalist habe auch gesehen, wie Hamas-Vertreter in die Häuser von armen Palästinensern gegangen seien und materielle wie finanzielle Unterstützung angeboten hätten. Dann seien die Kinder mit Bussen für die Grenze abgeholt worden.

Die Dokumentation zeigt einen israelischen Soldaten, der den Umgang mit palästinensischen Kindern an der Grenze als „größtes Problem“ beschreibt. Bei jedem Protest seien Hunderte bis Tausende Kinder dabei. Diese stünden unter den Anweisungen der Älteren in der ersten Linie und würden zum Schutz vorausgeschickt.

Es kommt auch der Leiter für Außenbeziehungen der israelischen Organisation „My Truth“ (Meine Wahrheit“), Eli Bogdan, zu Wort. Die Organisation ermutigt Reservesoldaten, über ihre Militärerfahrungen zu erzählen. Ebenso spricht die Leiterin des Völkerrechtsforums, Jifa Segal, über die rechtlichen Hintergründe der Auseinandersetzungen an der Gaza-Grenze.

Von: mm

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