Der israelische Inlandsgeheimdienst wirft Fadi Abu al-Sabah terroristische Aktivitäten vor

Der israelische Inlandsgeheimdienst wirft Fadi Abu al-Sabah terroristische Aktivitäten vor

Schabak: Hamas-Terrorist reiste unter medizinischem Vorwand ein

Für eine medizinische Behandlung erhielt ein Palästinenser aus dem Gazastreifen eine Ausreiseerlaubnis. Im Krankenhaus tauchte er aber nie auf: Die Hamas hatte ihn rekrutiert.

TAJIBE (inn) – Der israelische Inlandsgeheimdienst Schabak hat nach eigenen Angaben mehrere Versuche der radikal-islamischen Hamas verhindert, Terrorzellen im Westjordanland zu etablieren. Unter anderem nahmen israelische Sicherheitskräfte Mitte Mai den 35-jährigen Fadi Abu Al-Sabah in der arabisch-israelischen Stadt Tajibe in unmittelbarer Nachbarschaft zum Westjordanland fest. Das teilte der Geheimdienst am Mittwoch mit. Er muss sich vor einem Militärgericht verantworten.

Al-Sabah stammt aus einem Flüchtlingslager im zentralen Gazastreifen und soll von der Hamas beauftragt worden sein, im Westjordanland ein Labor für die Herstellung von Bomben zu installieren. Nach Schabak-Angaben wurde er im Juli 2018 gezielt von einem Hamas-Funktionär angeworben, der 2015 nach einem Terroranschlag aus israelischer Haft entlassen worden war. Demnach hatte der Funktionär erfahren, dass Al-Sabah sich zu diesem Zeitpunkt offenbar um eine Ausreise aus dem Gazastreifen aus medizinischen Gründen bemühte.

Nach der Anwerbung durch die Hamas bestach Al-Sabah einen Arzt, der ihm vor Ort eine Bescheinigung ausstellte, dass eine angemessene medizinische Behandlung in der Küstenenklave nicht möglich sei. Daraufhin genehmigten die israelischen Behörden eine Ausreise aus humanitären Gründen und eine Behandlung in Hebron im Westjordanland. Im dortigen Krankenhaus soll Al-Sabah jedoch nie aufgetaucht sein. Stattdessen reiste er nach einem Aufenthalt in der Stadt weiter nach Tajibe in Israel.

„Systematische Aktivitäten“

Nach Geheimdienst-Erkenntnissen erhielt der Palästinenser im Gazastreifen eine intensive, mehr als einjährige terroristische Ausbildung, etwa im Umgang mit Bomben. Weiter soll die Hamas ihm ausführliche Anweisungen mit auf dem Weg gegeben haben, wie er sich etwa bei der Ausreise zu verhalten habe.

Neben Al-Sabah setzte der Geheimdienst in den vergangenen Monaten zahlreiche weitere Hamas-Vertreter fest, die sich im Westjordanland auf terroristische Aktivitäten in Israel vorbereitet haben sollen. „Die Zerschlagung der Terrorzellen offenbart die konstanten Bemühungen des militärischen Arms der Hamas, terroristische Strukturen im Westjordanland zu etablieren, um Attacken gegen israelische Bürger auszuführen“, zitiert die Tageszeitung „Jerusalem Post“ einen hochrangigen Schabak-Vertreter. Die Aktivitäten der Terror-Organisation seien „systematisch und umfassend“.

Die USA und die EU stufen die Hamas als Terror-Organisation ein. Zwei Jahre nach dem israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen übernahm sie 2007 die Macht in der Küstenenklave. Seitdem liegt sie mit der Fatah-Partei von Mahmud Abbas im Clinch, die die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) im Westjordanland dominiert. Politisch ist die Hamas hier weitgehend isoliert. So stellt sie auch kein Regierungsmitglied innerhalb der PA. In der Bevölkerung ist sie jedoch nicht ohne Rückhalt.

Von: ser

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