In der Ortschaft Mevo Modi'in zwischen Jerusalem und Tel Aviv zerstörte das Feuer Autos und Häuser

In der Ortschaft Mevo Modi'in zwischen Jerusalem und Tel Aviv zerstörte das Feuer Autos und Häuser

Mittelmeerländer unterstützen Israel mit Löschflugzeugen

Die große Hitze sorgt in Israel für Brände. Einwohner müssen evakuiert werden, die israelische Regierung bittet die Länder der Region um Hilfe.

JERUSALEM (inn) – Angesichts anhaltender Brände hat Israel europäische Staaten am Donnerstag um Unterstützung gebeten. Am Freitag machten sich Löschflugzeuge aus Griechenland, Italien, Kroatien und Zypern auf den Weg. Der Sprecher des Außenministeriums, Emmanuel Nachschon, dankte den Ländern für deren Hilfe. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu dankte Ägypten für die Bereitstellung zweier Hubschrauber.

Aufgrund der Hitzewelle sind über das ganze Land verteilt etwa 20 Brände ausgebrochen. Der erste entstand nahe der Ortschaft Beit Hagai in den südlichen Hebronbergen. Insgesamt mussten 3.500 Israelis evakuiert werden, darunter Bewohner des Moschav Mevo Modi'in, einst gegründet vom „singenden Rabbi“ Schlomo Carlebach (1925–1994). Eines der beiden größten Feuer wütete nahe des Kibbutz Har'el, 27 Kilometer westlich von Jerusalem. Dort fielen mindestens sechs Wohnhäuser den Flammen zum Opfer.

Am Freitagmorgen konnten die Evakuierten zum Teil wieder in ihre Ortschaften zurückkehren. Für den Freitag erwartete die Feuerwehr jedoch weitere Brände.

Stromausfall in Eilat

Bislang sind nur leichte Verletzungen zu vermelden. Der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin dankte auch deswegen den Rettungskräften, die am Donnerstag den ganzen Tag über im Einsatz waren: „Wir haben Dinge dieser Art in entwickelten Ländern gesehen, und da gibt es normalerweise Todesfälle“, sagte er laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Die Temperaturen waren am Donnerstag in manchen Gegenden zwischen Jerusalem und Tel Aviv auf bis zu 43 Grad Celsius gestiegen. Am Toten Meer und im Jordantal wurden 48 Grad gemessen. In Eilat zerstörte ein Feuer einen Strommast, große Teile der Stadt hatten über die Nacht keinen Strom. Bewohner und Touristen mussten daher ohne Klimaanlagen auskommen. Die Temperaturen sollen am Samstag leicht zurückgehen, jedoch weiter über dem jahreszeitlichen Durchschnitt bleiben.

Gefahr durch Brandterror

Sorgen bereiten weiterhin die Brandanschläge durch Ballons aus dem Gazastreifen. „Der Ballonterror könnte schlimmer werden als bislang, je nachdem wie der Wind steht“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Armeeradio.

Die bislang letzten größeren Feuer waren in Israel im November 2016 ausgebrochen. Auch damals halfen Länder der Region bei der Brandbekämpfung.

Von: df

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