Mehr als hundert Raketen wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag aus Gaza auf Israel abgefeuert

Mehr als hundert Raketen wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag aus Gaza auf Israel abgefeuert

Weitere Raketen aus Gaza

Nachdem aus Gaza eine Rakete ein Wohnhaus nordöstlich von Tel Aviv in Brand gesteckt hat, fliegt Israel Luftangriffe gegen die Hamas. Die wiederum reagiert mit mehr als 100 Raketen auf den jüdischen Staat.

JERUSALEM / GAZA (inn) – Dienstagmittag herrscht eine trügerische Ruhe, nachdem aus Gaza mehr als 100 Raketen auf Südisrael abgefeuert wurden. Israel hatte mit mehreren hundert Luftschlägen auf Einrichtungen der Hamas in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Raketenangriff auf ein israelisches Wohnhaus beantwortet.

Palästinensische Offizielle sprachen laut der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ von einem vermittelten Waffenstillstand durch Ägypten, der Montag um 22 Uhr in Kraft treten sollte. Danach folgten aber noch mindestens 30 Raketen auf Israel. Dabei kam es zu keinen Opfern. Das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ fing zahlreiche Raketen ab, von denen laut des israelischen Militärs auch viele auf offenem Feld einschlugen.

Die Eskalation begann am Montagmorgen, als eine Rakete aus Gaza ein Wohnhaus nordöstlich von Tel Aviv in Brand gesteckt hatte. Dabei wurden sieben Israelis, darunter ein sechs Monate altes Baby, verletzt. Das israelische Militär beschuldigt die Hamas. Es sei der am weitesten reichende Raketenschlag seit dem Gaza-Konflikt von 2014 gewesen.

Israels Militär: Hamas-Hauptquartier getroffen

Israelische Kriegsschiffe nahmen daraufhin den Hafen Chan Junis im Süden des Gazastreifens ins Visier, während israelische Kampfflugzeuge eine Untergrund-Einrichtung nahe des Sicherheitszauns bei Gaza-Stadt trafen. Die Bombardierung von rund 15 verschiedenen Zielen begann um 17.30 Uhr Ortszeit. Die Flugzeuge feuerten auch auf ein mehrstöckiges Gebäude in Gaza-Stadt, das nach israelischen Informationen als ein Hauptquartier des Hamas-Militärgeheimdienstes und das Büro des Hamas-Führers Ismail Hanjeh fungiert haben soll. Laut des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Luftschlägen sieben Palästinenser verletzt.

Das Raketen-Trommelfeuer aus Gaza auf Israel startete ungefähr drei Stunden nach Beginn der Einsatzflüge der israelischen Luftwaffe. Um 23:20 Uhr schlugen Raketen in der südlichen Stadt Netivot ein. Gemeinden in Scha'ar HaNegev, Sedot Negev und Bnei Schimon waren auch betroffen. Um 1 Uhr nachts gab es Raketenalarm in der Eschkol-Region und der Stadt Sderot. Dort traf eine Rakete ein Haus, explodierte jedoch nicht. Die Alarmsirenen trieben Tausende Israelis in die Luftschutzbunker.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu brach wegen der Vorkommnisse vorzeitig seine USA-Reise ab, nachdem er US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus getroffen hatte. Bei der Pressekonferenz mit Trump sagte Netanjahu, dass Israel „entschlossen auf diese schamlose Aggression“ reagieren werde. Er traf nach dem Rückflug Dienstagmittag in Tel Aviv ein, um sich direkt ins Militär-Hauptquartier zu begeben. In der Grenzregion zum Gazastreifen sowie in den Städten Be'er Scheva, Aschkelon und Aschdod bleiben Schulen am Dienstag geschlossen.

Von: mm

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