In Sydney konnten australische Sicherheitskräfte dank israelischer Hinweise zwei Terrorverdächtige festnehmen

In Sydney konnten australische Sicherheitskräfte dank israelischer Hinweise zwei Terrorverdächtige festnehmen

Armee: Israel hat Terroranschlag in Australien verhindert

Dem israelischen Militärgeheimdienst ist es zu verdanken, dass australische Behörden einen Flugzeuganschlag verhindert haben. Dank der Hinweise konnten sie zwei Verdächtige im Sommer 2017 festnehmen.

JERUSALEM / SYDNEY (inn) – Israel hat im Sommer 2017 Hinweise auf Personen geliefert, die offenbar einen Flugzeuganschlag des Islamischen Staats in Australien geplant hatten. Das gab die Armee am Mittwoch bekannt. Demzufolge konnten australische Behörden mithilfe der Hinweise dem Anschlagsplan auf die Spur kommen und zwei Verdächtige in Sydney festnehmen.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu dankte dem Militärgeheimdienst „Einheit 8200“. Dieser habe ein „unvorstellbares Gemetzel“ verhindert. Er beschütze nicht nur Israelis, sondern auch Menschen in aller Welt. „Das ist nur einer von dutzenden Terroranschlägen, die wir in aller Welt verhindert haben“, ergänzte der Premier laut Mitteilung seines Büros.

Bombe im Fleischwolf

Israel lieferte die Informationen laut der Onlinezeitung „Times of Israel“ am 26. Juli 2017. Infolgedessen führten Sicherheitskäfte mehrere Razzien in Sydney durch. Am 29. Juli kam es zu Festnahmen. In Wohnungen der Betroffenen fanden die Sicherheitskräfte das Sprengmaterial. Zwei Männer libanesischer Herkunft wurden festgenommen.

Offenbar hatte einer der Festgenommenen bereits am 15. Juli versucht, eine Bombe in einem Flugzeug zu platzieren. Diese war in einem Fleischwolf versteckt. Der Mann begleitete seinen ahnungslosen Bruder zum Flughafen. Dort übergab er ihm das Gepäckstück mit der Bombe und bat ihn, es mitzunehmen. Doch dieses war offenbar zu schwer, um es einzuchecken. Der Mann nahm die Bombe wieder mit sich, während sein Bruder das Flugzeug der Etihad Airlines bestieg.

Auch Giftgasanschlag geplant

Nach Ansicht der australischen Polizei handelte es sich um einen ausgeklügelten Plan. Sprengstoff dieser Art komme sonst nur bei Armeen zum Einsatz. Er kam per Luftfracht aus der Türkei. Ein hochrangiges Mitglied des Islamischen Staates habe die Anweisung geliefert, wie er zu verwenden sei.

Neben dem Sprengstoff fanden die Ermittler auch Giftgas in der Wohnung. Dieses sollte wohl ebenfalls zum Einsatz kommen. Ein spezifisches Ziel hat es laut der australischen Polizei nicht gegeben. Mitglieder des Islamischen Staates hätten jedoch Tipps gegeben, wo das Giftgas zum Einsatz kommen könnte, etwa auf öffentlichen Plätzen.

Nach Einschätzung der „Times of Israel“ ist es ungewöhnlich, dass der Militärgeheimdienst derartige Erfolge publik macht. Hinweise dieser Art seien jedoch ein Anreiz für andere Länder, Beziehungen zu Israel zu pflegen. Im November 2015 hatte der israelische Geheimdienst vor einem Anschlagsplan auf das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover gewarnt. Infolgedessen wurde das Spiel abgesagt.

Von: df

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