Israelische Soldaten im Einsatz (Symbolbild)

Israelische Soldaten im Einsatz (Symbolbild)

Armee nimmt hohes Mitglied des Islamischen Dschihads in Haft

Ein hochrangiges Mitglied des Islamisches Dschihads haben israelische Streitkräfte festgenommen. Nachdem bei der Zerstörung eines Angriffstunnels Terroristen getötet wurden, droht die Gruppe mit Vergeltung. Israel erhöht die militärische Präsenz an der Grenze zum Gazastreifen.

ARABA / GAZA (inn) – Die israelische Armee hat am Montag bekannt gegeben, im nördlichen Westjordanland ein hochrangiges Mitglied der Terrorgruppe Islamischer Dschihad verhaftet zu haben. Das meldet die Nachrichtenseite „i24 News“. Derzeit gibt es Spannungen, weil zwölf Terroristen bei der Zerstörung eines unterirdischen Angriffstunnels getötet wurden. Der Tunnel führte vom Gazastreifen nach Israel, die Terroristen starben auf der israelischen Seite.

Bei dem Verhafteten handele es sich um Tarek Qa'adan. Er wurde in Araba, südwestlich von Dschenin, verhaftet. Er diene als ranghoher Offizier in der Westjordanlandfraktion der Terrorgruppe aus dem Gazastreifen. Zudem seien am frühen Morgen 13 weitere Palästinenser festgenommen worden.

Am Samstag teilte die israelische Armee mit, dass sie sich eines „Vorhabens“ des Islamischen Dschihads bewusst sei und sich die Gruppe für den Tod ihrer Mitglieder rächen wolle. Die Streitkräfte warnten die Militanten: Jeder Aktion werde mit israelischer „Kraft und Entschlossenheit“ begegnet.

Islamischer Dschihad bezeichnet Warnung als „Kriegserklärung“

Der Islamische Dschihad antwortete auf Israels Warnung am Sonntag. Die Gruppe bezeichnete die „Drohungen“ als eine „Kriegserklärung“. „Wenn sie Männer des Widerstands töten, und besonders die des Islamischen Dschihads, haben wir keine andere Wahl, als die Besatzer zu bestrafen und den Aufbau von Streitkräften aus einem Konflikt weiter zu verstärken“, hieß es von der Gruppe.

Israel barg aus dem Angriffstunnel die Leichen von fünf Terroristen. Der Minister für Öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, sagte, Israel werde die Leichname nur für die im Gazastreifen gefallenen Soldaten Hadar Goldin und Oren Schaul freigeben.

Streitkräfte wollen für Ernstfall vorbereitet sein

Unterdessen erhöhte die Armee ihre Truppenpräsenz an der Grenze zum Gazastreifen. Auch Spezialeinheiten seien vermehrt im Einsatz, berichtet die Nachrichtenseite „Jerusalem Online“. Die Streitkräfte möchten vorbereitet sein, falls der Islamische Dschihad sich zu einem konkreten Vorstoß entschließe.

Die Armee betonte, die Bemühungen fokussierten sich darauf, den Anwohnern des Gebiets einen ungestörten Alltag zu ermöglichen. Diese erhielten von den Sicherheitsbehörden keine besonderen Anweisungen und sollten ihrer täglichen Routine nachgehen.

Von: mab

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