So sehen laut der israelischen Armee die Terrortunnel der Hamas aus

So sehen laut der israelischen Armee die Terrortunnel der Hamas aus

48 Prozent der getöteten Palästinenser waren Terroristen

Eine israelische Studie zeigt: Mindestens 48 Prozent der palästinensischen Todesopfer während der jüngsten Auseinandersetzung zwischen der Hamas und Israel waren Mitglieder terroristischer Organisationen.

JERUSALEM (inn) – Die gewaltsame Auseinandersetzung zwischen der Hamas und Israel im Mai dieses Jahres hat insgesamt 234 palästinensische Todesopfer gefordert. Darunter befinden sich nachweislich 112 Terroristen. Das ergab eine Untersuchung des Meir-Amit-Informationszentrums für Geheimdienst und Terrorismus.

Unter den Opfern des elftägigen Konfliktes waren laut dem Bericht 63 Mitglieder der Hamas, weitere 20 werden militanten Teilen der Fatah zugeschrieben. Der Islamische Dschihad hat 20 seiner Kämpfer verloren. Die restlichen Opfer werden kleineren terroristischen Gruppen zugeschrieben. Über elf weitere junge Männer konnte das Meir-Amit-Informationszentrum für Geheimdienst und Terrorismus keine genauen Daten ermitteln.

Der Bericht zählt 52 Kinder, 38 Frauen und fünf ältere Menschen, die bei den Kämpfen ums Leben gekommen sind. Viele dieser Opfer waren demzufolge Familienmitglieder von Terroristen. In dem Zusammenhang weist das Zentrum darauf hin, dass es zur Taktik der Hamas und anderer Terror-Organisationen gehöre, Zivilisten als Schutzschilde zu missbrauchen und so deren Tod billigend in Kauf zu nehmen.

Fehler der Armee

Insgesamt seien 21 Zivilisten durch Raketen ums Leben gekommen, die von Terroristen abgefeuert worden waren, heißt es weiter. Diese Geschosse gingen noch im Gazastreifen nieder.

Der Bericht erwähnt auch einen Luftangriff der israelischen Armee auf ein Tunnelsystem, bei dem bis zu 42 Palästinenser getötet worden seien. Dabei habe die Luftwaffe die Größe des Tunnelsystems unterschätzt. Als die unterirdischen Gänge durch das Bombardement einstürzten, seien weitere Tunnel, die nicht Ziel des Angriffs waren, beschädigt worden. In der Folge seien auch zivile Häuser zerstört worden.

Das Meir-Amit-Informationszentrum für Geheimdienst und Terrorismus gilt als renommierte Denkfabrik, die ehemalige Offiziere und Beamte der israelischen Geheimdienste beschäftigt. Das Informationszentrum ist formell nicht mit der Regierung oder der Armee verbunden. Die Informationen für den Bericht stammen zu großen Teilen aus den sozialen Netzwerken. Dort untersuchten die Mitarbeiter die Seiten der verschiedenen Terrorgruppen, auf denen sie ihre Verbindung zu bestimmten „Märtyrern“ veröffentlichten.

Von: mas