Hofft, dass mehr Menschen ihre Liebe zur Bibel entdecken: Usi Dajan in der Eröffnungssitzung

Hofft, dass mehr Menschen ihre Liebe zur Bibel entdecken: Usi Dajan in der Eröffnungssitzung

Israelische Politiker wollen Jugendliche für Bibel begeistern

Veranstaltungen zum Torastudium und biblische Rundreisen: Auf diese Weise will eine neue Knesset-Lobby Interesse an der Heiligen Schrift wecken. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Jugend.

JERUSALEM (inn) – Eine neue Lobbygruppe in der Knesset beschäftigt sich mit der Bibel: „Schdulat HaTanach“, die Bibel-Lobby. Der Ausdruck „Tanach“ ist die Abkürzung für die drei Teile der Hebräischen Bibel: Tora (Fünf Bücher Mose), Neviim (Propheten) und Ketuvim (Schriften). Die Gruppe wurde am 11. August im Beisein von Knessetsprecher Jariv Levin (Likud) eröffnet. Den Vorsitz hat der Likud-Abgeordnete Usi Dajan.

Er zitierte bei der Eröffnung aus dem biblischen Buch der Sprüche (4,2): „Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlasst meine Weisung nicht.“ Dajan erläuterte laut der Nachrichtenseite „Kipa.co.il“: „Die Zielsetzung der Lobby ist es, die Zahl und die Farbpalette derjenigen zu vergrößern, die die Bibel studieren und sie lieben. Die Lobby wird alle zwei Monate eine landesweite Veranstaltung zum Torastudium auf Hebräisch anbieten, ebenso wie eine internationale Veranstaltung auf Englisch.“ Außerdem werde sie den biblischen Binnen- und Außentourismus sowie Rundreisen im Land der Bibel fördern. Die Betonung liege hierbei auf der Jugend.

Bibel als „Weg des Lebens“

Eine Jugendliche, die sich schon gut in der Hebräischen Bibel auskennt, war per Videokonferenz zugeschaltet: Ruth Cohen. Sie gewann in diesem Jahr das internationale Bibelquiz für Jugendliche am israelischen Unabhängigkeitstag. Ruth besucht eine religiöse Schule in der israelischen Stadt Gedera, östlich der Küstenstadt Aschdod. Nach den Sommerferien kommt sie in die zwölfte und letzte Klasse.

Der aschkenasische Oberrabbiner David Lau nutzte die Eröffnung, um Ruth nochmals zu ihrer Leistung zu beglückwünschen. Die Bibel sei ein Weg des Lebens, nicht nur ein Buch. Sie sei das gesamte Erbe des jüdischen Volkes. Er dankte den Abgeordneten, die in der Lobbygruppe mitwirken. Begleitet wird sie von der Gesellschaft zur Erforschung der Bibel, die der erste Regierungschef David Ben-Gurion gründete, und von der Stiftung „Schalom Jeruschalajim“.

Von: eh

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