Für sie kam Hilfe zu spät: Die ugandische Politikberaterin Gadaheldam verstarb am Coronavirus

Für sie kam Hilfe zu spät: Die ugandische Politikberaterin Gadaheldam verstarb am Coronavirus

Israel wollte Diplomatin im Sudan retten

Journalisten rätselten, was es mit dem ersten Flug zwischen dem Sudan und Israel auf sich hatte. Nun ist klar: Mit der Maschine wollte Israel einer am Coronavirus erkrankten Politikberaterin Hilfe zukommen lassen. Doch sie kam zu spät.

JERUSALEM / KHARTUM (inn) – Der erste Flug zwischen dem Sudan und Israel geschah in medizinischer Absicht. Das ist am Mittwoch bekannt geworden. Die Regierung in Jerusalem entsandte laut einem Bericht des Fernsehsenders „Kanal 13“ ein Ärzteteam, um die am Coronavirus erkrankte ugandische Politikberaterin Najwa Gadaheldam zur Behandlung nach Israel zu bringen. Das Team kam allerdings zu spät, Gadaheldams Zustand war bereits zu kritisch für einen Transport. Inzwischen ist sie verstorben.

Gadaheldam gilt als Schlüsselfigur bei den Verhandlungen zwischen dem Sudan und Israel. Offiziell befinden sich die beiden Länder im Krieg. Zuletzt gelang jedoch eine Annäherung. So traf der israelische Premier Benjamin Netanjahu Anfang Februar bei einem Besuch in Uganda den sudanesischen Übergangspremier Abdel Fattah al-Burhan.

Telefonische Unterredung

Erst am Sonntag gab Netanjahu in der ersten Sitzung der neuen Regierung bekannt, dass er mit Al-Burhan telefoniert hat. Dabei wünschte er seinem Gesprächspartner ein frohes Fest des Fastenbrechens, das das Ende des Fastenmonats Ramadan markiert. Es liegt nahe, dass die beiden auch über den Gesundheitszustand von Gadaheldam gesprochen haben.

Der Flug wäre vorerst wohl geheim geblieben, wenn israelische Medien ihn am Dienstag nicht auf der Fachseite „Flight Radar“ entdeckt hätten. Zu diesem Zeitpunkt war aber noch unklar, was es damit auf sich hatte.

Von: df

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