Regierungschef Netanjahu (l.) und Herausforderer Gantz führen einen harten Wahlkampf

Regierungschef Netanjahu (l.) und Herausforderer Gantz führen einen harten Wahlkampf

Amtstauglichkeit der Kontrahenten infrage gestellt

Dass die Israelis wissen wollen, ob ihr Regierungschef auch in Krisenzeiten „cool“ bleiben kann, ist verständlich. Die Debatte darüber hat am Ende des Wahlkampfs harte Züge angenommen.

JERUSALEM (inn) – Drei Tage vor den Wahlen hat Blau-Weiß-Chef Benny Gantz seinen Wahlkampfmanager Israel Bachar gefeuert. Dieser hatte ihm den Mut abgesprochen, den Iran anzugreifen, falls dies nötig werden sollte. Die Aufnahme einer entsprechenden Unterhaltung veröffentlichte der Fernsehsender „Kanal 12“ am Donnerstag.

Auch Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht sich mit Anfragen an seine Amtstauglichkeit konfrontiert. Sechs frühere Leiter des Auslandsgeheimdienstes Mossad oder des Inlandsgeheimdienstes Schabak beschrieben Netanjahu als „Gefahr für die Sicherheit des Landes“. Zu ihnen gehören der frühere Mossad-Chef Tamir Pardo und der frühere Schabak-Chef Juval Diskin. Eine Kritik richtete sich gegen die Entscheidung, an der Atomanlage in Dimona eine öffentliche Zeremonie abzuhalten. Das fast vierminütige Video ihrer Stellungnahmen erschien auf dem YouTube-Kanal der Aktivistin Or-Li Barlev.

Die letzten Umfragen vor dem Wahltag am Montag sagen einen leichten Vorsprung für den Parteienblock um Netanjahus Likud gegenüber dem Lager um Blau-Weiß voraus. In beiden Fällen reicht es nicht zur Regierungsmehrheit. Voraussichtlich wird dem Chef von Israel Beiteinu, Avigdor Lieberman, wieder die Rolle des „Königsmachers“ zukommen. Wenn es nach seinem Willen geht, kommt eine Regierung ohne den Likud und ohne die ultra-orthodoxen Parteien zustande.

Von: df

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