Stimmt den Apartheidvorwürfen gegen Israel zu: Ofer Cassif (Archivbild)

Stimmt den Apartheidvorwürfen gegen Israel zu: Ofer Cassif (Archivbild)

Israelischer Abgeordneter: „Israel ist schlimmer als Apartheid“

In der Knesset kritisiert der Abgeordnete Cassif die Trennung zwischen Juden und Arabern, die schlimmer sei als einst die Apartheid. Der einzige Jude in der arabischen Hadasch-Fraktion ist bereits früher durch provokante Äußerungen aufgefallen.

JERUSALEM (inn) – Der Knessetabgeordnete Ofer Cassif hat Israel vorgeworfen, eine schlimmere Trennung zu praktizieren als während der Apartheid in Südafrika. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Politiker der Partei „Neue Rechte“, der sich vehement gegen einen solchen Vergleich ausgesprochen hatte. Anlass war der Internationale Tag der Menschenrechte, der am 10. Dezember begangen wird.

„Der Abgeordnete Matan Kahane hat vorhin gesagt, dass es schändlich sei, Israel mit Apartheid zu vergleichen“, zitiert die Nachrichtenseite „Arutz Scheva“ Cassif. „Ich denke, er hat recht. Wie Mandelas Enkel erst vor zwei Monaten sagte, ist Israel schlimmer als Apartheid! Und dafür verantwortlich sind Matan Kahanes Freunde.“ Cassif ist der einzige Jude in der Hadasch-Fraktion, die zum arabischen Bündnis „Vereinigte Liste“ gehört.

Hebron als Beispiel

„Schauen Sie, was in Hebron passiert, eine Trennung, die schlimmer ist als die damals im Apartheid-Regime“, ergänzte Cassif. „Straßen für Juden und Straßen für Araber, und jetzt wollen sie auch noch den Markt zerstören, um ein Viertel nur für Juden zu errichten. Gibt es also Raum, um über Apartheid zu sprechen?“

Der israelische Politiker verwies neben Nelson Mandelas Enkel auf den Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu: Dieser habe ebenfalls gesagt, dass in Israel eine Politik der Apartheid herrsche. Sie spiegele sich nach Tutus Aussagen etwa in der Enteignung angestammter palästinensischer Ländereien wider.

Cassif stößt mit seinen Äußerungen immer wieder auf Kritik. So verglich er Israel bereits mit Nazideutschland. Vor den Parlamentswahlen am 9. April wollte der Zentrale Wahlausschuss ihn ausschließen. Doch das Oberste Gericht hob diese Entscheidung auf.

Einen Hintergrundartikel über die Situation der Araber in Israel finden Sie in der Ausgabe 6/2019 des Israelnetz Magazins. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5 66 77 00, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online. Gerne können Sie auch mehrere Exemplare zum Weitergeben oder Auslegen anfordern.

Von: eh

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