Junge Menschen mit Problemen liegen den Mitarbeitern von Elem am Herzen

Junge Menschen mit Problemen liegen den Mitarbeitern von Elem am Herzen

Israelische Organisation berät UN zu gefährdeten Jugendlichen

Seit 36 Jahren kümmert sich die Organisation ELEM in Israel um gefährdete Jugendliche. Nun greifen die Vereinten Nationen auf ihre Erfahrungen zurück.

NEW YORK (inn) – Die israelische Hilfsorganisation „Elem“ wird Sonderberaterin der Vereinten Nationen beim Thema gefährdete Jugendliche. Den Status hat ihr der Wirtschafts- und Sozialrat (UN ECOSOC) verliehen, dem 19 Staaten angehören. Damit wurde erstmals eine israelische Vereinigung in dieses Amt gewählt, berichtet die Tageszeitung „Yediot Aharonot“ am Donnerstag.

Zu den Aufgaben gehört es, die UN zu beraten und Beziehungen zu Organisationen in aller Welt zu knüpfen. Ferner soll Elem das internationale Bewusstsein dafür erhöhen, dass gefährdete Jugendliche Unterstützung brauchen.

Die Generalsekretärin von Elem, Inbal Dor Kerbel, sagte: „Das ist eine bewegende Anerkennung für die professionelle Tätigkeit von Hunderten Mitarbeitern und Tausenden Freiwilligen der Organisation, die sich viele Jahren für gefährdete Jugendliche eingesetzt haben. Wir sind stolz, Israel ehrenvoll in der UNO zu repräsentieren.“

Jugendliche von der Straße geholt

Ein Beispiel dafür, wie Elem wirkungsvoll geholfen hat, ist die 21-jährige Schiri Scharon Said, die mit 16 Jahren von zu Hause ausgezogen ist. „Mal schlief ich hier, mal dort, jeden Abend an einem anderen Ort“, erzählte sie der Zeitung. „Bei einer Freundin, bei einem Freund, bei einem Mann, was sich in der jeweiligen Nacht halt ergibt, und wenn sich nichts ergibt – dann schläft man auf der Straße.“ Sie habe sich verloren gefühlt und Selbstmordgedanken gehabt.

Als sie Elem kennenlernte, bekam Schiri nach eigener Aussage „Unterstützung und Liebe, die ich bis heute nicht mit Worten beschreiben kann“. Sie erhielt einen Platz in einer Unterkunft. Dann gab es wegen ihres Hintergrundes Probleme mit der Rekrutierung, und die Organisation setzte sich für sie ein. „Während des Wehrdienstes hatte ich immer eine Telefonnummer, die ich anrufen konnte. Ich wusste, dass es immer jemanden geben würde, der mir seine gesamte Aufmerksamkeit, Verständnis und Unterstützung widmet, zur Zeit und zur Unzeit.“

Schiri arbeitet heute als Jugendleiterin im Kibbutz HaSorea, südöstlich von Haifa. Sie ergänzt: „Ich bin noch immer in Kontakt mit den Leuten, die mich in diesen Jahren begleitet haben, die mir die Schulter gegeben haben, die ich brauchte, die mich so angenommen haben, wie ich bin. Sie sind mein Licht in schweren Tagen.“

Elem (Jüngling) wurde vor 36 Jahren gegründet. Jedes Jahr unterstützt die Organisation etwa 21.000 Jugendliche und junge Erwachsene. Einer von ihnen, W., hatte zu Hause mit Gewalt und Missbrauch zu kämpfen. Mit zwölf Jahren begann er wegzulaufen und Nächte außerhalb des Elternhauses zu verbringen. Schließlich geriet er in die Prostitution und nahm Drogen. Durch die Begegnung mit Mitarbeitern von Elem gewann er schließlich Selbstsicherheit. Mittlerweile ist er 20 Jahre alt. Er lebt in einer Mietwohnung, verdient Geld und fängt bald sein Studium an. „Ich bin zufrieden und glücklich“, fasst er zusammen, was die Hilfsorganisation für ihn getan hat.Nun kann sie ihr Wissen auch den Vereinten Nationen zur Verfügung stellen.

Von: eh

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