Der Außenminister des arabischen Staats Oman, Bin Salawi, zeigt Verständnis für Israels Sicherheitsinteressen

Der Außenminister des arabischen Staats Oman, Bin Salawi, zeigt Verständnis für Israels Sicherheitsinteressen

Omanischer Außenminister: Araber sollten Israels Existenzängste zerstreuen

Der omanische Außenminister Bin Alawi hat die arabische Welt aufgerufen, Israel seine Existenzängste zu nehmen. Der jordanische Amtskollege widersprach umgehend.

AMMAN (inn) – „Trotz aller Stärke fürchtet Israel um seine Zukunft, weil es als nicht-arabisches Land in einer arabischen Nachbarschaft lebt. Es fühlt sich nicht sicher.“ Das sagte der omanische Außenminister Jussuf Bin Alawi am Samstag und forderte: „Wir Araber müssen Israel diese Ängste nehmen.“ Die Worte fielen laut der Onlinezeitung „Times of Israel” auf einem regionalen Treffen des Weltwirtschaftsforums in Jordanien. Israel halte am Westjordanland und den Golanhöhen fest, weil es sich um die eigene Sicherheit sorge.

Die Frage, ob er Israel und sein Existenzrecht damit nicht anerkenne, beantwortete der omanische Minister so: „Nein, anerkennen nicht. Aber wir möchten, dass sie fühlen, dass es keine Bedrohung für ihre eigene Zukunft gibt.“

Vorstoß erntet Kritik

Der jordanische Außenminister Ajman al-Safadi entgegnete: „Ich habe da, mit Verlaub, eine andere Meinung.“ Die arabische Seite habe alles getan, um Bereitschaft für einen Friedensvertrag mit kollektiven Sicherheitsgarantien der gesamten arabischen Welt zu signalisieren. Das Problem sei, dass Israel „nicht das Richtige für den Frieden tut“. Als Beispiel nannte er Israels Weigerung, sich aus den besetzten Gebieten zurückzuziehen und die Errichtung eines palästinensischen Staates zu erlauben. Die arabische Welt habe das Existenzrecht Israels bereits anerkannt.

Jordanien hat 1994 einen Friedensvertrag mit Israel geschlossen. Außer ihm hat nur Ägypten Israel anerkannt. Der Rest der arabischen Länder ist mit Israel verfeindet und unterhält offiziell keine Beziehungen zum jüdischen Staat. Angesichts des gemeinsamen Feindes Iran rücken einige Staaten wie der Oman hinter den Kulissen jedoch näher mit Israel zusammen.

Mehr über die Beziehungen zwischen Israel und der muslimischen Welt lesen Sie in der neuen Ausgabe 2/2019 des Israelnetz Magazins, die am 17. April erscheint. Sie können die Zeitschrift kostenlos und unverbindlich bestellen unter der Telefonnummer 06441/5667752, via E-Mail an info@israelnetz.com oder online.

Von: tk

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