Beduinische Schulkinder in Be'er Scheva

Beduinische Schulkinder in Be'er Scheva

Bekämpfung der Kinderarmut fruchtet

Israel besitzt die höchste Armutsrate unter allen OECD-Ländern. Hoffnung macht, dass die Kinderarmut zurückgeht. Dafür ist die Armutsrate insgesamt angestiegen.

JERUSALEM (inn) – Das erste Mal seit vielen Jahren ist die Kinderarmut in Israel zurückgegangen. Das meldet das nationale Versicherungsinstitut am Montag im Bezug auf Zahlen für das Jahr 2017. Außerdem sind die Armutszahlen laut des Wirtschaftsmagazins „Globes“ vor allem merklich bei Haredim und Arabern gefallen, bei Senioren und Arbeitslosen wiederum angestiegen.

In Israel gab es 2017 ungefähr 1.780.500 Millionen Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze lebten. Das sind 21,2 Prozent der Gesamtbevölkerung und somit 1,7 Prozentpunkte mehr als 2016. Unter der Armutsgrenze befinden sich auch 814.800 Kinder. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 23.700 Kinder weniger. Die Rate sank um 1,4 Prozentpunkte. Der Institutsbericht lobt wegen der Entwicklung der Kinderarmut explizit die Regierung.

Positive Zeichen bei Haredim und Arabern

Der Anteil von arabischen Familien, die unter der Armutsgrenze leben, fiel von 49,2 Prozent auf 47,1 Prozent. Nur bei den Arabern in Ostjerusalem und unter der beduinischen Bevölkerung im Süden gab es einen Anstieg. Bei den ultra-orthodoxen Juden fiel der Anteil von 45,1 Prozent auf 43,1 Prozent.

Die Armutsgrenze orientiert sind am Lebensstandard der Israelis. Das Einkommen einer durchschnittlichen Familie hat 2017 monatlich rund 20.000 Schekel betragen. Das sind 4,6 Prozent mehr als 2016. Unter der Armutsgrenze liegen Familien, deren Einkommen 50 Prozent unter dem Durchschnitt liegen. Israel hat die höchste Armutsrate aller OECD-Länder.

Von: mm

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