Sieht keine Grundlage für eine Zusammenarbeit mit palästinensischen Schulen: Kooperationsminister De Croo

Sieht keine Grundlage für eine Zusammenarbeit mit palästinensischen Schulen: Kooperationsminister De Croo

Belgien stellt Unterstützung für palästinensische Schulen ein

Die Palästinenser benennen eine mit belgischen Mitteln erbaute Schule nach einer Terroristen. Belgien protestiert erfolglos – und zieht die Reißleine.

BRÜSSEL (inn) – Belgien beendet seine Zusammenarbeit mit dem palästinensischen Bildungsministerium. Das bestätigte Kooperationsminister Alexander De Croo am Freitag. Damit protestiert die Regierung gegen den Trend, Schulen nach Terroristen zu benennen.

Einem Bericht der Zeitung „Brussels Times“ zufolge war der Anlass für die Maßnahme die Umbenennung einer Schule bei Hebron im vergangenen Jahr. Belgien hatte den Bau der Einrichtung finanziert. Danach wurde sie nach der Terroristin Dalal Mughrabi benannt. Diese war 1978 an einer Geiselnahme in einem Bus beteiligt. Der Anschlag forderte 38 Menschenleben, unter den Toten waren 13 Kinder.

Belgien versuchte vergeblich, die palästinensischen Behörden dazu zu bewegen, die Umbenennung rückgängig zu machen. Doch stattdessen erhielten zwei weitere Schulen den Namen der Terroristin. Sie waren allerdings nicht mit belgischen Mitteln gefördert worden.

Dennoch bleibt Belgien in den palästinensischen Gebieten aktiv. Unter anderem wolle es das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge in Nahost (UNRWA) weiter unterstützen. Eine Zusammenarbeit werde es zudem in Bereichen wie der Verbesserung der Menschenrechte oder der Entwicklung im privaten Sektor geben, hieß es weiter.

Von: eh